Neuer Rekord bei Exporten „Made in Germany“ so gefragt wie nie

Container-Verladung im Hamburger Hafen: Die deutschen Exporte sind auf einen  neuen Rekordwert gestiegen. Foto: dpaContainer-Verladung im Hamburger Hafen: Die deutschen Exporte sind auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Foto: dpa

dpa/uwe Wiesbaden. Waren „Made in Germany“ sind auf dem Weltmarkt gefragt wie nie: Deutschlands Exporte haben im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht. Auch die weiteren Aussichten sind gut.

„Die deutschen Exporte werden im laufenden Jahr um fünf Prozent zulegen“, prognostiziert Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Der globale Aufschwung treibe auch in diesem Jahr den Welthandel an, betonte Lang. Der BDI erwartet nach seinen Worten, dass die Weltwirtschaft um vier Prozent wachsen wird und damit so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Auch nach Einschätzung des Außenhandelsverbandes BGA steuert der deutsche Export in diesem Jahr auf einen weiteren Rekord zu. Der BGA erwartet ebenfalls ein Wachstum der Ausfuhren um etwa fünf Prozent. Die Importe könnten demnach um sieben Prozent zulegen.

Beflügelt von der Erholung der Weltwirtschaft waren Deutschlands Exporte im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit 2011 nicht mehr. Die Unternehmen führten Waren im Rekordwert von 1279,4 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das entsprach einem Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es war das vierte Rekordjahr in Folge. Stärker hatten die Ausfuhren zuletzt 2011 zugelegt (11,5 Prozent). Die Importe kletterten im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent auf einen Wert von 1034,6 Milliarden Euro.

Der insbesondere von den USA kritisierte Handelsbilanz-Überschuss der Bundesrepublik verringerte sich auf 244,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 hatte er mit 248,9 Milliarden Euro einen Höchstwert erreicht. Deutschland exportiert insgesamt seit Jahren mehr, als es einführt. Das sorgt für Kritik bei anderen Ländern, die besonders viel importieren, weil so die Ungleichgewichte im Welthandel zunehmen.