Salär der Vorgängerin als Limit Neuer Chef von Easyjet verzichtet auf Teil seines Gehalts

Von afp

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Bis zur Linie und nicht weiter: Der neue Chef der Fluglinie Easyjet hat angekündigt, sich mit der Gehaltshöhe seiner Vorgängerin zufriedenzugeben. Ausgehandelt hatte er eigentlich mehr. Foto: imago/Jürgen HeinrichBis zur Linie und nicht weiter: Der neue Chef der Fluglinie Easyjet hat angekündigt, sich mit der Gehaltshöhe seiner Vorgängerin zufriedenzugeben. Ausgehandelt hatte er eigentlich mehr. Foto: imago/Jürgen Heinrich

London. Nach heftiger Kritik an den großen Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen beim britischen Billigflieger Easyjet verzichtet der neue Chef Johan Lundgren auf 34.000 Pfund jährlich.

Er werde dasselbe Gehalt beziehen wie seine Vorgängerin Carolyn McCall, nämlich 706.000 Pfund (800.000 Euro), teilte Easyjet am Montag mit. Ausgehandelt hatte der Schwede Lundgren eigentlich ein Jahressalär von 740.000 Pfund. Die Boni blieben gleich – McCall wie Lundgren können zusätzlich fast 1,5 Millionen Pfund im Jahr bekommen.

Die Regierung hatte kürzlich unter Berufung auf Unternehmensangaben von Easyjet festgestellt, dass Frauen im Schnitt 51,7 Prozent weniger bekommen als Männer bei der Airline. Damit gehört Easyjet zu den britischen Unternehmen, wo der Gehaltsunterschied am größten ist. Lundgren erklärte am Montag, er wolle das Ziel des Unternehmens, bis 2020 mindestens 20 Prozent Pilotinnen zu beschäftigen, noch übertreffen.

Die britische Regierung hatte im April 2017 beschlossen, dass größere Unternehmen im Land eine Reihe von Daten zur Bezahlung von Männern und Frauen veröffentlichen müssen. Diese Pflicht gilt für Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Sie müssen die Informationen bis April dieses Jahr herausrücken.

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