Ein Bild von Nina Kallmeier
23.01.2018, 17:01 Uhr KOMMENTAR

Niki geht an Niki Lauda: Zurück zu den Wurzeln

Kommentar von Nina Kallmeier

Niki Lauda ist wieder am Ruder. Er hat den Bieterprozess um seine ehemalige Fluglinie Niki gewonnen. Foto: Barbara Gindl/APA/dpaNiki Lauda ist wieder am Ruder. Er hat den Bieterprozess um seine ehemalige Fluglinie Niki gewonnen. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa

Der frühere Autorennfahrer Niki Lauda hat einen Überraschungs-Sieg gelandet. In der letzten Runde überholt er den Favoriten IAG und sichert sich die einst von ihm selbst gegründete Airline Niki. Für die hat er konkrete Pläne und einen neuen Namen. Ein Kommentar.

Das überrascht: Nach dem Hickhack um Zuständigkeiten im Insolvenzverfahren der Air-Berlin-Tochter Niki hat nun der Gründer der Airline, Niki Lauda, den Zuschlag des österreichischen Insolvenzverwalters erhalten. Der vorherige Deal mit British-Airways-Mutter IAG ist damit hinfällig. Im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa ihr Angebot zurückgenommen.

Für Niki geht es also zurück zu den Wurzeln. Alleine wird es für den neuen alten Besitzer Lauda jedoch schwierig. Er braucht Partner, um aus Niki einen gut aufgestellten und ausgelasteten Ferienflieger außerhalb des Lufthansa-Konzerns zu machen. Jemanden, der wie zuvor Air Berlin beim operativen Flugbetrieb als Dienstleister unterstützt. Im Gespräch ist Thomas Cook. Mit dessen Ferienflieger Condor im Rücken könnte das Konzept aufgehen, und pünktlich zum Start des Sommerflugplans im März könnten Maschinen abheben. Die Konkurrenz am Himmel kann dieser Schritt nur beflügeln.

Bleibt die Frage, wie die rund 1000 Beschäftigten auf diese neue Entwicklung reagieren. Begeistert waren sie von einer Rückkehr zu Lauda im Vorfeld nicht. Mit dem Personal steht und fällt jedoch auch ein erfolgreicher Zusammenschluss. Das Bekenntnis Laudas zum Standort Österreich und die Bereitschaft, über einen Kollektivvertrag zu sprechen, könnten jedoch ein Schritt in die richtige Richtung sein.


Der Artikel zum Kommentar