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15.01.2018, 15:28 Uhr JETTA IN DETROIT VORGESTELLT

VW in den USA: Zurück in der Spur

Ein Kommentar von Manuel Glasfort


Mit schnittigem Design und großzügigem Platzangebot soll der neue VW Jetta bei den US-Kunden punkten. Foto: AFPMit schnittigem Design und großzügigem Platzangebot soll der neue VW Jetta bei den US-Kunden punkten. Foto: AFP

Osnabrück. In den USA hat VW den Abgasskandal hinter sich gelassen. Mit neuen Modellen kämpft der Konzern um Marktanteile. Die Aussichten könnten schlechter sein.

Die Zeit der Leisetreterei bei VW in den USA ist vorbei. War kurz nach dem Dieselskandal 2015 demütiges Auftreten angesagt, trumpft der Hersteller jetzt auf der Automesse in Detroit mit einer eindrucksvollen Show auf. Das Comeback der Kernmarke sei gelungen, jubelt USA-Chef Hinrich Woebcken mit Blick auf das Absatzplus.

VW of America ist zurück in der Spur, und die weiteren Aussichten könnten schlechter sein. Wenn der Dieselskandal für den Konzern ein Gutes hatte, dann, dass er sich endlich wirklich auf den US-Markt einlässt. Statt die Amerikaner mit rumpeligen Dieselmotoren beglücken zu wollen, setzt der Konzern nun konsequent auf Benziner.

Auch die Modellpolitik richtet Volkswagen jetzt an den Vorlieben der US-Kunden aus. Mit dem eigens für die USA entwickelten VW Atlas mischt der Konzern seit Kurzem ernsthaft im wichtigen SUV-Segment mit. Zentral für die Unternehmensstrategie ist aber der Jetta. Die neue Version des Volumenmodells bietet ein schnittiges Design und ist größer und günstiger als der Vorgänger – eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Trotzdem wird VW in den USA auf absehbare Zeit mit Marktanteilen im niedrigen einstelligen Prozentbereich nur ein Hersteller unter vielen bleiben. Das ist nicht weiter tragisch, denn die Musik spielt für die Wolfsburger woanders: in Fernost.


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