Kommentar Renaissance der Klapphandys?

Meinung – Manuel Glasfort | 04.09.2019, 19:41 Uhr

Noch eine Geräteklasse, die die Welt nicht braucht? Oder doch ein zukunftsweisender Geniestreich? In welche Kategorie die auf der IFA präsentierten faltbaren Smartphones fallen, ist völlig offen. Sind die Geräte wirklich robust? Die Probleme mit Samsungs Galaxy Fold wecken Zweifel.

Die Smartphones werden seit Jahren größer und größer, die Grenzen zu Tablets verschwimmen. Da passen die faltbaren Geräte ins Bild. Aufgeklappt ähneln sie einem kleinen Tablet. Zugleich bietet die Falttechnik einen Hoffnungsschimmer für all diejenigen Verbraucher, die vom Trend zu immer größeren Smartphones genervt sind. Handys im Hosentaschenformat werden kaum noch hergestellt, und nicht jeder Kunde will einen unhandlichen Klotz mit sich herumschleppen. Kleiner dimensionierte Falt-Phones könnten beides bieten: einen großzügigen Bildschirm bei kompakten Abmessungen im zusammengefalteten Zustand. Am Ende stünde vielleicht eine Renaissance der Klapphandys, die in anderer Form früher so beliebt waren.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Das Potenzial ist da, doch solange die Technologie nicht ausgereift ist, werden Falt-Phones höchstens eine Nische bedienen können. Und auch die Preise müssen noch deutlich fallen. Nur die allerwenigsten Smartphone-Nutzer sind bereit, 2000 Euro und mehr für ein neues Gerät hinzublättern.

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