Torwartsuche des SV Werder Sparta Prag erteilt Jiri Pavlenka ein Wechselverbot

Slavia Prag will ihn nicht abgeben: Der Bundesligist Werder Bremen möchte den tschechischen Nationaltorwart Jiri Pavlenka verpflichten. Foto: Imago/VI ImagesSlavia Prag will ihn nicht abgeben: Der Bundesligist Werder Bremen möchte den tschechischen Nationaltorwart Jiri Pavlenka verpflichten. Foto: Imago/VI Images

Bremen. Der Fußball-Bundesligist SV Werder möchte den tschechischen Nationaltorwart Jiri Pavlenka von Slavia Prag verpflichten. Slavia-Aufsichtsrat Jaroslav Tvrdik bezeichnete das Bremer Angebot als „absurd“ und sprach von einem Wechselverbot für den Keeper.

Der Ton wird rauer. Im Ringen um einen Transfer des tschechischen Nationaltorwarts Jiri Pavlenka von Slavia Prag zu Werder Bremen hat einer jetzt Klartext geredet: Slavia-Aufsichtsrat Jaroslav Tvrdik sprach gegenüber tschechischen Medien von einem Wechselverbot für Pavlenka. Er wies das Bremer Angebot deutlich zurück: Die Offerte sei „so absurd, dass wir darüber nicht einmal verhandeln möchten“.

Platzt der Pavlenka-Deal?

1,8 Millionen Euro haben die Bremer angeblich für Pavlenka geboten, die Tschechen fordern aber vier Millionen Euro und lassen im Poker jetzt ihre Muskeln spielen. „Jiri Pavlenka hat einen gültigen Vertrag und bleibt“, verkündete Clubchef Tvrdik. Pavlenka habe diese Entscheidung zwar „schwer aufgenommen“, so Tvrdik, „aber wir wollen keine Durchgangsstation für Spieler sein. Unsere Strategie ist es, Spieler mindestens zwei Jahre bei uns zu haben.“

Pavlenka (25) kam im Januar 2016 zu Slavia und wäre laut Tvrdik nur dann verkäuflich, wenn ein „unwiderstehliches Angebot“ auf den Tisch käme. Dass Werder dieses Angebot nicht geliefert hat, dürfte nach Tvrdiks Aussagen klar sein. Dass der Spieler selbst unbedingt zu Werder Bremen wechseln will und das auch offen kommuniziert hat („Für mich ist das eine große Chance“), wurde von Slavia Prag zur Kenntnis genommen.

Slavia setzt angeblich voll auf Pavlenka

Einfluss auf die Entscheidung des Clubs hat der Wille des Spielers aber nicht, sagte Tvrdik: „Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass der Verein aus meiner Sicht Vorrang vor den Interessen des Einzelnen hat. Slavia steht vor einer historischen Chance auf die Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase, und wir wollen den Meistertitel verteidigen.“ Dabei soll Pavlenka helfen. Später – und damit ist wohl der Zeitraum in einem oder zwei Jahren gemeint – könne der Torhüter immer noch wechseln. Tvrdik: „Ich bin überzeugt, dass Jiri Pavlenka ein so guter Torhüter ist, dass dies nicht das letzte Angebot dieser Art war.“

Ob Werders Bemühungen um den 1,96 Meter großen Keeper mit dieser Absage des SK Slavia Prag gescheitert sind, muss abgewartet werden. Die Bremer haben Pavlenka auf dem Plan, um ihn entweder in den Konkurrenzkampf mit Felix Wiedwald zu schicken oder (bei einem zu erwartenden Wiedwald-Wechsel) zur festen Nummer eins zu machen. Zuletzt hieß es, bei Slavia müsse der der chinesische Investor noch das Okay für einen Wechsel geben. Zudem habe der tschechische Champion in Jan Lastuvka (34) bereits einen Nachfolger gefunden.


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