Werder-Verteidiger verletzt Santiago Garcia: „Ich weiß nicht, wie lange ich ausfalle“

„Das sieht schon schlimm aus“, kommentierte Santiago Garcias Spielszene, in der er sich die Nackenverletzung zugezogen hat. Foto: imago/Nordphoto„Das sieht schon schlimm aus“, kommentierte Santiago Garcias Spielszene, in der er sich die Nackenverletzung zugezogen hat. Foto: imago/Nordphoto

Bremen. Die Unglücksszene selbst hat sich Santiago Garcia noch nicht angeguckt, aber Freunde haben ihn mit ein paar Bildern versorgt – und der Argentinier seufzt: „Das sieht schon schlimm aus.“

Die Folgen seiner Nackenverletzung im Nordderby am Ostersonntag gegen den Hamburger SV sind auch noch nicht ganz absehbar. Zwar konnte der Werder-Profi das Krankenhaus nach der Untersuchung verlassen, er muss auch keine Halskrause mehr tragen, aber Garcia erklärt: „Ich weiß nicht, wie lange ich ausfalle. Es komm darauf an, wie mein Körper das wegsteckt.“

Hämatom am Nacken und Bänderverletzung

Garcia hat es beim Zweikampf mit Dennis Diekmeier ganz schön erwischt. Der Hamburger war ihm nach einem Foul unglücklich auf den Kopf gefallen, der knickte dann zur Seite weg. „Ich habe ein großes Hämatom und die Bänder sind auch etwas beschädigt“, berichtet Garcia. Werder schreibt zudem von einer Prellung der Halswirbelsäule. Garcia muss Schmerztabletten nehmen, die aber nur bedingt helfen. „Mir geht es zwar schon besser, aber ich habe noch Schmerzen“, sagt der 28-Jährige, der am Montagmittag kurz am Weserstadion vorbeischaute.

Entschuldigung von Hamburgs Diekmeier verpasst

Vom Derbysieg hat er nach seiner Auswechslung in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so viel mitbekommen. „Als die Jungs in die Kabine kamen, habe ich ihnen noch kurz gratuliert, dann wurde ich schon in den Krankenwagen gebracht.“ Dadurch verpasste er auch die Entschuldigung von Hamburgs Diekmeier. „Er ist zu uns in die Kabine gekommen. Das finde ich gut“, sagt Garcia: „Er wollte mich in der Szene schon foulen, um den Konter zu verhindern. Aber er wollte nicht, dass ich vom Platz gehe. Deswegen ist das für mich okay.“

Garcia-Einsatz gegen Ingolstadt sehr fraglich

Wie es für Garcia weitergeht, ist offen. Er muss sich jetzt gedulden, am Mittwoch steht die nächste Kontrolle beim Arzt an. „Die Schmerzen können nach zwei Tagen weg sein“, hofft der Außenverteidiger: „Aber wir müssen auch aufpassen.“ Sein Einsatz am Samstag in Ingolstadt sei sehr fraglich. Und das ärgert ihn gewaltig: „Ich war richtig gut drauf.“ Wohl wahr: Den Ausgleich von Max Kruse hatte er mit einem langen Ball auf Fin Bartels eingeleitet.

Spieler hofft auf besseres Vertragsangebot

Gute Aktionen kann Garcia gut gebrauchen. Es geht um seine Zukunft. Den im Sommer auslaufenden Vertrag will Werder nur um ein Jahr verlängern. Das ist Garcia zu wenig. Er hofft durch gute Leistungen, ein bessere Angebot zu bekommen oder sich für andere Clubs interessant zu machen. Aber noch wichtiger ist natürlich, dass er schnell wieder gesund wird.


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