Werder Bremen Nouri: „Es gibt keine Alibis und keine Ausreden“

Glaubt daran, dass die Fitness seines Teams für das Spiel gegen FC Ingolstadt reicht: SVW-Trainer Alexander Nouri. Foto: Guido Kirchner/dpaGlaubt daran, dass die Fitness seines Teams für das Spiel gegen FC Ingolstadt reicht: SVW-Trainer Alexander Nouri. Foto: Guido Kirchner/dpa

Bremen . Nach fünf sieglosen Spielen will Werder-Trainer Alexander Nouri am Samstag gegen den FC Ingolstadt einen Sieg sehen. Auch Sportchef Frank Baumann erhöht den Druck.

In Adventsstimmung ist Alexander Nouri nicht. „Ich würde lieber Tore öffnen als Türen“, sagte der Werder-Trainer am Donnerstag bei der Pressekonferenz. Kein Wunder angesichts der sportlichen Krise beim SV Werder. Das Heimspiel am Samstag gegen den Tabellennachbarn Ingolstadt sei „extrem wichtig“, so Nouri. „Da müssen wir gar nicht drumherum reden. Es liegt auf der Hand, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Diese Haltung müssen wir von der ersten Sekunde an auf den Platz bringen.“

Gegen Ingolstadt zählen für Sportchef Baumann nur drei Punkte

Nouri sieht trotz der von ihm selbst befeuerten Fitness-Debatte keine Probleme auf sein Team zukommen . „Ich bin optimistisch, dass die Spieler in der Lage sind, 90 Minuten plus x zu marschieren. Da gibt es keine Alibis und keine Ausreden.“ Ingolstadt steht nur zwei Punkte hinter dem Tabellen-16. Werder. Auch Sportchef Frank Baumann verschärfte den Ton. „Ganz entscheidend ist, dass wir am Samstag und in den nächsten Wochen punkten. Es ist ganz egal, wie es passiert. Mir ist auch egal, ob wir zu null spielen. Am Samstag zählen ausschließlich drei Punkte.“ Baumann betonte, dass die Mannschaft nach den anfänglichen Problemen wie den vielen Verletzungen jetzt auf einem „guten Level“ sei. Eine Vorgabe, wie viele Punkte Team und Trainer bis zur Winterpause holen müssten, gebe es von seiner Seite aber nicht.

Nouri holt sich Insider-Infos von Robert Bauer

Der FC Ingolstadt, sagte Nouri, verfüge über ein sehr gut abgestimmtes Pressing und eine sehr starke Angriffsreihe, die den Gegner schon in der eigenen Hälfte unter Druck setze. Auf die Frage, ob sich Nouri beim ehemaligen Ingolstädter Verteidiger Robert Bauer nach dem kommenden Gegner erkundigt habe, sagte Nouri mit einem Grinsen: „Da verrate ich mal ein Geheimnis: Das habe ich schon getan.“ Es sei wichtig, dass Spieler ihre Erfahrungen teilen. „Er konnte uns den einen oder anderen Hinweis geben.“

Lamine Sane vor Rückkehr in die Werder-Innenverteidigung

Bauer, ließ Nouri durchblicken, wird auch gegen Ingolstadt als Rechtsverteidiger auflaufen. „Ich fand, dass Robert ein gutes Spiel gegen Hamburg gemacht hat. Von daher sind die Chancen auch groß, dass er gegen Ingolstadt spielt.“ Vor seiner Rückkehr ins Team steht Innenverteidiger Lamine Sane. „Wenn er zu 100 Prozent fit ist, dann ist er ein Spieler, der definitiv spielt“, kündigte Nouri an. Genau das hat Sane vor: „Ich will auf jeden Fall spielen.“ Das gilt generell, jetzt aber erst mal für Ingolstadt. (Weiterlesen: Claudio Pizarro fordert Vollgas gegen Ingolstadt )

Max Kruses Einsatz gegen Ingolstadt steht auf der Kippe

Gute Nachrichten gab es auch vom Trainingsplatz. Serge Gnabry, Clemens Fritz und Milos Veljkovic, die am Mittwoch das Training verpasst hatten, waren am Donnerstag wieder auf dem Rasen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Max Kruse, der am Dienstag einen Schlag auf den rechten Knöchel abbekommen hatte : „Max wird morgen voraussichtlich wieder ins Training einsteigen. Nach dem Training wissen wir, wie sein Stand ist“, sagte Nouri.


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