SV Werder Bremen Dötlinger Fanclub-Chef Ingo Kläner hofft auf Ära

Von Klaus Erdmann

Meine Nachrichten

Um das Thema Werder Bremen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Artistisch: Werder-Neuzugang Kevin Möhwald (Mitte) im Testspiel gegen MSV Duisburg. Foto: imago/EwertArtistisch: Werder-Neuzugang Kevin Möhwald (Mitte) im Testspiel gegen MSV Duisburg. Foto: imago/Ewert

Dötlingen. Der Dötlinger Fanclub-Chef Ingo Kläner favorisiert längere Zusammenarbeit mit SVW-Trainer Florian Kohfeldt. „27801“-Präsident wünscht sich, dass sein Lieblingsverein „um Platz zehn mitspielt“. Neerstedter lobt positive Ausstrahlung der Werderaner.

Wenn es um Werder Bremen geht, weiß Ingo Kläner bestens Bescheid. Bei keinem Thema, das sich mit den Grün-Weißen beschäftigt, bleibt er eine Antwort schuldig. Das ist kein Wunder, denn Kläner gehört zu den Gründungsvätern des Werder-Fanclubs „27801“. Längst fungiert er als Präsident, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern sehr viel auf die Beine stellt.

Der Zusammenschluss besteht seit dem 18. Oktober 2001. Bei dem Namen „27801“ handelt es sich um die Postleitzahl der Gemeinde Dötlingen. Die Mitglieder (Kläner: „Zur Zeit sind es 1730“) stammen aus Brettorf, Wildeshausen, Osnabrück, Bremen, Stuhr und Ganderkesee.

Auf die Frage, was er sich denn von der Werder-Saison 2018/19 erhoffe, antwortet der Vorsitzende: „Wichtig ist, dass noch ein, zwei Spieler kommen“ (Stand 22. Juli, Anm. d. Red.). Ferner wünsche er sich, dass die Mannschaft einen besseren Start als zuletzt erwische und um Platz zehn mitspiele. In der vergangenen Spielzeit erreichte Werder Rang elf. Kläner sagt, dass er auf Trainer Florian Kohfeldt setzte: „Er steht für offensive Spielweise. Ich hoffe, das Werder unter seiner Leitung nichts mit dem Abstieg zu tun bekommt und Spieler von schweren Verletzungen verschont bleiben.“

Bisher, betont der Neerstedter, habe sich der SVW gut verstärkt und meint damit die Neuzugänge Kevin Möhwald, Yuya Osako, Matin Harnik, Felix Beijmo und Jan-Niklas Beste. Werder brauche aber noch einen „guten zentralen Mann“. Philipp Bargfrede habe diese Position sehr gut ausgefüllt, aber man wisse nicht, ob er verletzungsfrei bleibe.

Auch wenn es um das positive Auftreten der Mannschaft geht, fällt der Name Kohfeldt „Er sorgt für eine positive Ausstrahlung“, unterstreicht Kläner, dem ferner gefällt, dass der Cheftrainer in der Lage ist, flexibel reagieren zu können: „Er kann beispielsweise während eines Spiels von Fünfer- auf Dreierkette umstellen.“ Auf den Hinweis, dass es sich bei dem aufstrebenden Coach um einen ehemaligen Delmenhorster handele, sagt Kläner: „Es ist schön, wenn man sagen kann, dass er einer von hier ist.“ Der Präsident favorisiert eine längere Zusammenarbeit mit Kohfeldt: „Ich hoffe, dass es eine Ära wird.“

Wie sieht es mit der Entfremdung zwischen Spielern und Fans, die zuletzt, auch bezüglich der DFB-Elf wiederholt thematisiert wurde, aus? Kläner: „Bei Werder ist eher das Gegenteil der Fall.“ In den vergangenen Jahren habe sich das Verhältnis zwischen dem Verein und dessen Anhang positiv entwickelt. Apropos. „Wenn man unterwegs ist, hört man in ganz Deutschland positive Kommentare“, freut er sich. Das sei beim Hamburger SV zuletzt nicht der Fall gewesen. Vermisst er den Absteiger? Antwort: „Natürlich fehlt er der Bundesliga und natürlich fehlen die Derbys. Aber ein Jahr 2. Liga tut ihm vielleicht mal ganz gut.“

Aber eigentlich, fügt der Präsident des Fanclubs „27801“ hinzu, interessiere ihn das gar nicht so richtig. Ihn interessiere der SV Werder Bremen.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN