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SV Werder Bremen Fans wünschen sich eine sorgenfreie Saison

Von Klaus Erdmann

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Neuzugang: Martin Harnik kam von Hannover 96 zum SV Werder Bremen. Die Fans hoffen, dass er und sein Freund, Publikumsliebling Max Kruse, ein Bundesliga-Traumduo bilden. Foto: imago/NordphotoNeuzugang: Martin Harnik kam von Hannover 96 zum SV Werder Bremen. Die Fans hoffen, dass er und sein Freund, Publikumsliebling Max Kruse, ein Bundesliga-Traumduo bilden. Foto: imago/Nordphoto

Bremen Wer schließt die Lücken, die die Routiniers Thomas Delaney und Zlatko Junuzovic beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen hinterlassen haben? Die Neuzugänge des SVW versprechen einiges.

Eigentlich ist es wie immer in den vergangenen Jahren: Fragt man Mitmenschen, die es gut meinen mit dem SV Werder, was sie sich denn wünschen, sagen sie, dass es ganz schön wäre, mal sorgenfrei durchs Jahr zu kommen und nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen. Gefühlt nämlich waren die Bremer in den vergangenen Jahren immer bis zum 34. Spieltag damit beschäftigt, das Abstiegsgespenst zu verscheuchen.

Ein Gefühl, das trügt: Blickt man einmal auf die vergangenen sechs Spielzeiten zurück, so stellt man fest, dass die Grün-Weißen in vier Fällen acht und mehr Punkte Vorsprung gegenüber dem Relegationsplatz aufwiesen. Zweimal war es allerdings eng: 2012/13 lag Werder drei Zähler vor dem Drittletzten, 2015/16 betrug der Abstand lediglich zwei Pünktchen. In der vergangenen Saison überquerten Cheftrainer Florian Kohfeldt und dessen Spieler als Elfter die Ziellinie.

Es darf gerne etwas mehr sein. Das wissen sie in Bremen und daran arbeiten sie dort, wo die Weser einen großen Bogen macht, gewissenhaft. Es herrscht vorsichtiger Optimismus, bei den Machern und bei den Fans des SV Werder.

Geht es um die Zusammensetzung des neuen Kaders, so lautet eine der zentralen Fragen: „Wer schließt die Lücken, die die Routiniers Thomas Delaney (neuer Verein: Borussia Dortmund) und Zlatko Junuzovic, den es zu RB Salzburg gezogen hat, hinterlassen?“ Bremens Verantwortlichen ist natürlich nicht verborgen geblieben, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Die bisherigen Neuzugänge versprechen einiges. Dem 25-jährigen Kevin Möhwald gelang mit dem 1. FC Nürnberg der Sprung in die Bundesliga. Yuya Osako kam von Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln. Der 28-Jährige nahm mit der japanischen Nationalmannschaft an der WM teil. Martin Harnik (zuvor Hannover 96) ist ein mit allen Wassern gewaschener Profi. Der 31-Jährige hat in der 1. Bundesliga 220 und in Liga zwei 60 Spiele absolviert. Jan-Niklas Beste (zuvor Borussia Dortmund), 19 Jahre jung, gilt hingegen als Talent und soll behutsam aufgebaut werden. Der 20-jährige Felix Beijmo kommt vom schwedischen Verein Djurgardens IF. Und am Freitag verpflichtete Werder mit dem niederländischen Nationalspieler Davy Klaassen nicht nur einen Rekordtransfer (geschätzte Ablöse: bis zu 15 Millionen Euro), sondern auch einen Hoffnungsträger im zentralen Mittelfeld.

Das erste Pflichtspiel bestreitet Werder im Pokalwettbewerb des DFB am Samstag, 18. August, 15.30 Uhr, beim VfR Wormatia Worms um den Delmenhorster Dimitrios Ferfelis (Regionalliga Südwest). Am 25. August steht das Bundesliga-Auftaktspiel gegen Hannover 96, auf das sich insbesondere Martin Harnik freut, auf dem Programm. Es beginnt um 15.30 Uhr. Eine Woche später treten die Bremer bei Pokalsieger Eintracht Frankfurt an.

Dieser Artikel erschien (etwas geändert) in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


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