SV Werder Bremen Florian Kohfeldt, der Hoffnungsträger aus Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

Ein Delmenhorster weist Werder den Weg: Florian Kohfeldt ist seit Ende Oktober 2017 Trainer bei den Grün-Weißen. Foto: imago(/NordphotoEin Delmenhorster weist Werder den Weg: Florian Kohfeldt ist seit Ende Oktober 2017 Trainer bei den Grün-Weißen. Foto: imago(/Nordphoto

Bremen. Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen erwartet viel von Trainer Florian Kohfeldt. Der Chefcoach mit Delmenhorster Vergangenheit soll den Bundesligisten in höhere Regionen führen. Kohfeldt präsentiert hervorragende Heimbilanz.

Max Kruse ist einer. Natürlich. Und Jiri Pavlenka. Und Martin Harnik, der Neue. Aber der größte Hoffnungsträger beim SV Werder Bremen ist wohl ein Mann mit Delmenhorster Vergangenheit: Cheftrainer Florian Kohfeldt.

Beim Fußball-Bundesligisten erwarten sie viel von dem jungen Mann, der am 5. Oktober 1982 in Siegen geboren wurde und in Delmenhorst aufwuchs. Das Abitur machte er am Gymnasium an der Max-Planck-Straße und Fußball spielte er beim TV Jahn. Als Torwart, bis zur A-Jugend. Dann wechselte er zu Werders U21-Team. Kohfeldt gehört zu jener jungen, zu großen Hoffnungen Anlass gebenden Trainergeneration, an deren Spitze der Hoffenheimer Julian Nagelsmann steht. (Weiterlesen: Florian Kohfeldt – ein Delmenhorster für Grün-Weiß)

Aber Kohfeldt ist kein zweiter Nagelsmann. Er ist Kohfeldt. Er ist ein Senkrechtstarter, der 2015 die DFB-Ausbildung zum Fußballlehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie als Jahrgangsbester beendete. Nach der Freistellung von Alexander Nouri stieg er am 30. Oktober 2017 (zunächst interimsweise) zum Cheftrainer auf. Die Verantwortlichen entschieden sich, die Zusammenarbeit mit ihm fortzusetzen. Anfang April schloss der Verein mit Kohfeldt einen bis 2021 laufenden Vertrag. Die Saison 2017/18 beendeten die Werderaner auf Platz elf. In allen zwölf Heimspielen mit Kohfeldt als Cheftrainer blieb die Elf ungeschlagen.

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In der nächsten Spielzeit soll er den SVW in höhere Regionen führen. Sein Name soll für intelligenten und offensiven Fußball stehen. Er soll eine Einheit formen und Spieler besser machen. Keine Frage: Auf Kohfeldts Schultern lastet Druck. Doch damit geht er souverän um. Das liegt sicherlich auch daran, dass seine Spieler ihm vertrauen und gut mitziehen. (Weiterlesen: ZDF dreht bei Florian Kohfeldts Ex-Klub TV Jahn Delmennhorst)

Nach dem Trainingslager in Zillertal war er zufrieden. „Ich habe große Lernbereitschaft und großen Fleiß gesehen“, zitiert ihn die vereinseigene Homepage. Diese Eigenschaften werden weiterhin vonnöten sein, wenn der SV Werder seine Ziele erreichen will – mit Florian Kohfeldt, dem Mann mit Delmenhorster Vergangenheit.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


Abgänge: Zlatko Junuzovic (RB Salzburg), Ishak Belfodil (nach Leihende zu Standard Lüttich, neuer Verein: TSG 1899 Hoffenheim), Leon Guwara (FC Utrecht), Jerome Gondorf (FC Freiburg), Thomas Delaney (Borussia Dortmund), Yuning Zhang (West Bromwich Albion), Justin Eilers (Apollon Smyrnis), Ulisses Garcia (BSC Young Boys), Robert Bauer (1. FC Nürnberg, auf Leihbasis bis 30. Juni 2019).

Zugänge: Kevin Möhwald (1. FC Nürnberg), Yuya Osako (1. FC Köln), Martin Harnik (Hannover 96), Felix Beijmo (Djurgardens IF), Jan-Niklas Beste (Borussia Dortmund).

Tor: Jiri Pavlenka, Michael Zetterer, Jaroslav Drobny, Luca Plogmann.

Abwehr: Felix Beijmo, Luca Caldirola, Ludwig Augustinsson, Milos Veljkovic, Sebastian Langkamp, Niklas Moisander, Theodor Gebre Selassie, Marco Friedl.

Mittelfed: Kevin Möhwald, Florian Kainz, Yuya Osako, Milot Rashica, Ole Käuper, Fin Bartels, Maximilian Eggestein, Philipp Bargfrede.

Angriff: Martin Harnik, Max Kruse, Aron Johannsson, Johannes Eggestein.

Cheftrainer: Florian Kohfeldt.

Co-Trainer: Thomas Horsch, Tim Borowski

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