Fußball-Bundesliga Werder Bremen kommt mit guter Laune aus der Pause

Von Daniel Niebuhr


Bremen. Werder Bremen trifft in der Fußball-Bundesliga am Ostersonntag auf Eintracht Frankfurt. Zuletzt sorgten die Vertragsverlängerungen mit Fin Bartels und Philipp Bargfrede für Stimmung. Nun verlangt Trainer Florian Kohfeldt wieder Konzentration auf dem Rasen.

Die Stimmung bei Werder Bremen könnte gerade schlechter sein. 16 Punkte aus den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen, mit Rang 13 die beste Saisonplatzierung seit Spieltag eins, da kam die Länderspielpause eigentlich zur falschen Zeit. Die Verantwortlichen haben aber mal wieder Sinn für Timing bewiesen und mit den Vertragsverlängerungen von Fin Bartels und Philipp Bargfrede vorsichtshalber auch in den spielfreien Tagen gute Laune verbreitet. Und die Publikumslieblinge streichelten dann auch pflichtbewusst die Fan-Seele mit Sätzen wie „Es ist wunderschön bei Werder“ (Bartels) oder „Werder ist meine Heimat“ (Bargfrede).

Europapokal? „Humbug“

Bartels wird sich das Heimspiel am Ostersonntag (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt von der Tribüne aus ansehen, Bargfrede hat mal wieder gute Chancen, in der Startelf zu stehen. Trainer Florian Kohfeldt sah sich bei der Pressekonferenz am Donnerstag zum wiederholten Male genötigt, zu erklären: Die Partie gehört noch zum Abstiegskampf und ist nicht als Teil einer waghalsigen Aufholjagd Richtung Europa geplant. „Die Situation ist immer noch extrem gefährlich. So lange noch nichts entschieden ist, werde ich das Thema Abstiegskampf nicht beiseite schieben und dafür sorgen, dass die Mannschaft das auch nicht macht“, sagte der Coach. Sportchef Frank Baumann wurde ähnlich deutlich: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen. Alles andere ist Humbug. Wir sind definitiv noch nicht gerettet.“

Lob für und aus Frankfurt

Allerdings ist der Aufwärtstrend unter Kohfeldt unbestritten. Das Hinspiel im November in Frankfurt war sein erster Auftritt als verantwortlicher Mann, damals gab es ein unglückliches 1:2, seitdem hat sich Werder aber hervorragend entwickelt, wie auch Eintracht-Coach Nico Kovac am Freitag feststellte: „Kohfeldt macht einen klasse Job. Es macht Spaß, da zuzusehen. Er lässt den Fußball spielen, der Werder groß gemacht hat: attraktiv, dynamisch, erfolgsorientiert und diszipliniert.“

Ähnlich könnte Kovac auch seine eigenes Team beschreiben, das als Tabellenvierter eine der Überraschungen der Saison ist. „Frankfurt spielt und punktet vor allem sehr konstant. Sie sind keine Mannschaft, die von Phasen gelebt hat“, sagt Kohfeldt: „Das Pressing ist ein Markenzeichen von ihnen.“ Werder hat alle Nationalspieler gesund wieder an Bord, nicht nur deshalb sagt der Coach: „Der Plan ist, dass wir gewinnen wollen.“ Damit es mit der guten Laune nicht nach Ostern gleich wieder vorbei ist.