SV Werder Bremen Werder-Trainer Kohfeldt fordert vor Duell mit Köln Konzentration

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Wiedersehen am Montag: Werders Maximilian Eggestein und Kölns Milos Jojic (rechts). Foto: dpa/Marius BeckerWiedersehen am Montag: Werders Maximilian Eggestein und Kölns Milos Jojic (rechts). Foto: dpa/Marius Becker

Bremen. Der SV Werder trifft an diesem Montag (20.30 Uhr) im Weserstadion auf den 1. FC Köln. Die Bremer wollen sich von der Debatte um den Termin nicht stören lassen. Bisher war der Montag für sie ohnehin ein Glückstag.

Es ist ja nicht so, dass im Weserstadion noch nie an einem Montagabend gespielt worden wäre. Zweimal ist das schon passiert, beide Spiele gehören bei Werder Bremen zur Clubhistorie: Am 26. April 1993 schoss Werder Bayern München mit 4:1 ab und wurde kurz darauf Deutscher Meister, am 2. Mai 2016 machten die Bremer beim 6:2 über den VfB Stuttgart einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt.

Der Montag war für Werder also durchaus ein Glückstag, dennoch wurde vor der Partie an diesem Montagabend (20.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln über den Termin fast mehr diskutiert als über das Spiel selbst. Seit dieser Saison sind Montagsspiele fester Teil der Fußball-Bundesliga – zum Ärger vieler Fans, von denen einige auch im Weserstadion ihren Unmut kundtun wollen.

Florian Kohfeldt erwartet „mitreißendes Spiel“

Bei Werder waren sie bei diesem Thema in der Woche durchaus vorsichtig; Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald zeigte bei Radio Bremen zwar Verständnis für die Fans, sagte aber vor allem: „Gegen Köln brauchen wir jeden Zuschauer. Das ist ein ganz entscheidendes Spiel für uns. Man darf nicht vergessen, wir stecken im Abstiegskampf.“ Trainer Florian Kohfeldt sah es bei der Pressekonferenz am Freitag ähnlich: „Ich gehe davon aus, dass es ein mitreißendes Spiel wird. Dann wird es auch stimmungsvoll.“

Kohfeldt war überhaupt bemüht, die Störgeräusche beiseite zu schieben, denn für beide Teams ist dieser Montagabend richtungsweisend. Schlusslicht Köln wäre bei einer Niederlage kaum mehr zu retten, doch Kohfeldt warnt: „Köln will gewinnen und wird keinen Deut nachlassen.“ Werder kann sich dagegen im engen Abstiegskampf Luft verschaffen. Die Bremer sind unter Kohfeldt in den acht Pflichtspielen zuhause noch ohne Niederlage.

Claudio Pizarro kehrt nach Bremen zurück

Und dann ist da noch die Geschichte des verlorenen Sohnes, der zurück nach Bremen kommt. Claudio Pizarro ist mit 144 Treffern Werders Rekordtorschütze und traf am vergangenen Wochenende zum ersten Mal für Köln – geholfen hat es beim 2:3 gegen den VfB Stuttgart aber auch nicht. Vor seiner Rückkehr stellt er klar: „Es ist ein besonderes Spiel für mich. Es wird speziell sein, alte Freunde und Fans zu treffen. Ich will aber Tore machen und einen Sieg für den FC.“

Dass der Peruaner mit Köln einen Abstieg auf der Zielgeraden seiner Karriere noch abwenden kann, darf bezweifelt werden, acht Punkte liegt der Club neun Spieltage vor Schluss hinter Relegationsplatz 16 zurück – nach einem derart großen Rückstand ist noch keine Mannschaft dringeblieben.


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