Fußball-Bundesliga Werder Bremen nach 0:1 in Freiburg wieder in Gefahr

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Der entscheidende Mann für Freiburg: Der Ex-Bremer Nils Petersen (2. von links) erzielte den Siegtreffer für die Breisbauer. Foto: dpa / Patrick SeegerDer entscheidende Mann für Freiburg: Der Ex-Bremer Nils Petersen (2. von links) erzielte den Siegtreffer für die Breisbauer. Foto: dpa / Patrick Seeger

kni/dpa Freiburg. Rückschlag statt Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Werder Bremen verloren am Samstagnachmittag sein Fußball-Bundesligaspiel mit 0:1 (0:1) beim SC Freiburg und rutschte nur dank der bessern Tordifferenz nicht auf den Relegationsplatz ab, den weiterhin Mainz besetzt.

Nils Petersen hat dem SC Freiburg mit seinem 50. Bundesliga-Tor einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib gesichert und die Abstiegssorgen von Werder Bremen wieder vergrößert. Nach zuletzt zwei Siegen nacheinander verloren die Bremer am Samstag beim Abstiegskonkurrenten mit 0:1 (0:1) und stecken weiter im Tabellenkeller fest. Ausgerechnet der Ex-Bremer Petersen (24. Minute) sorgte vor 24.000 Zuschauern per Foulelfmeter für die verdiente Niederlage seines Ex-Clubs.

Zuvor war Aron Johannsson ein ziemlich dummes Foul unterlaufen. Werder hatte wesentlich mehr Ballbesitz als die Gastgeber, konnte sich aber kaum Torchancen erarbeiten und haderte auch mit Schiedsrichter Robert Hartmann. Der versagte den Bremern kurz vor Schluss einen Elfmeter, als Max Kruse im Strafraum umgestoßen worden war. Direkt nach dieser Szene gab es einen weiteren Freiburger Strafstoß, den Janik Haberer ans Aluminium schoss (88.). So wird das Nordderby für Werder am nächsten Samstag (18.30 Uhr) im Weserstadion gegen den Hamburger SV ein echter Abstiegsfight.

Kohfeldt hatte die erwartete Startelf ins Rennen geschickt. Einzige Änderung im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Wolfsburg: Für den verletzten Kapitän Zlatko Junuzovic durfte Thomas Delaney von Beginn an ran. Vor einer Woche hatte der Däne etwas überraschend zunächst nur auf der Bank gesessen.

Ein umkämpftes Abstiegsduell bekamen die Zuschauer im Schwarzwald-Stadion zunächst aber nicht zu sehen. Beide Teams bemühten sich um einen geordneten Spielaufbau, scheiterten mit ihren Angriffsversuchen aber meist an der kompakten Defensive des Gegners. Erst in der Schlussphase ging es auf dem Spielfeld etwas heißer her. Zunächst wurde es aber nur an der Seitenlinie hitzig.

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Schon nach knapp 20 Minuten lieferten sich die beiden Trainer dort das erste Wortgefecht. Kohfeldt missfiel es offenbar, dass sein Kollege Streich sich permanent beim Vierten Offiziellen beschwerte. Anschließend tauschten sich der 35 Jahre alte Werder-Coach und der 52-jährige Badener lautstark aus – auch in der Folge kam es immer wieder zu Beschwerden. Erst im zweiten Durchgang beruhigten sich die Gemüter beider Trainer ein wenig.

Auf dem Spielfeld wurde es dagegen nicht so schnell brisant. Freiburg wirkte überlegen, spielte sich aber auch keine Chancen heraus. Dann aber brachte Werders Aron Johannsson SC-Stürmer Marco Terrazzino im eigenen Strafraum zu Fall – und Schiedsrichter Robert Hartmann entschied auf Elfmeter, den Petersen sicher zu seinem Jubiläumstor verwandelte. Die Chance aufs 2:0 nutzte Robin Koch (33.) aber nicht, weil Jiri Pavlenka seinen Kopfball abwehrte.

Was Werder dagegen anbot, war insgesamt zu wenig. Trotz zuletzt zwei wichtigen Siegen strahlten die Bremer im Breisgau kaum Gefahr aus. Auch der zuletzt starke Max Kruse hatte keine nennenswerten Aktionen. Zwar bewegte sich der 29-Jährige erneut enorm viel, in Szene setzten seine Kollegen ihn aber nicht. Stattdessen hatte der eingewechselte Ishak Belfodil (78.) fast eine große Chance, allerdings rettete SC-Verteidiger Caglar Söyüncü vor dem einköpfbereiten Angreifer.

Kurz danach hätten die Breisgauer das Spiel entscheiden können, Haberer aber schoss einen Elfmeter nur ans Aluminium. Zuvor war Petersen im Strafraum von Milos Veljkovic zu Boden gerissen worden, ein berechtigter Elfmeter.


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