Sportdirektor nimmt Arbeit auf Für Schmedes schließt sich beim VfL Osnabrück ein Kreis

Von Johannes Kapitza und Susanne Fetter, 30.11.2017, 19:34 Uhr
Tritt an diesem Freitag seine Stelle als Sportdirektor beim VfL Osnabrück an: Benjamin Schmedes. Foto: Witters

Osnabrück. Gegen Marc Heider hat er schon gewonnen, gegen Konstantin Engel zweimal verloren, und die erste Dienstreise führt ihn an eine alte Wirkungsstätte: Für Benjamin Schmedes schließen sich einige Kreise, wenn er an diesem Freitag seinen Job als Sportdirektor des VfL Osnabrück antritt.

Kurt Becker wundert sich nicht über den Anruf aus Osnabrück. „Klar, es geht um meinen Rotgefärbten“, sagt der Trainer des SV Ramlingen/Ehlershausen. Der „rotgefärbte“ heißt Benjamin Schmedes und spielte von 2006 bis 2008 unter Becker. Noch immer ist der Coach mit seinem früheren Verteidiger in Kontakt, nicht nur, weil Becker ein ausgewiesener Fan des Hamburger SV ist, bei dem Schmedes zuletzt die Scoutingabteilung leitete.

Ex-Trainer lobt Schmedes: Ein Praktiker

An diesem Freitag tritt Schmedes seinen Posten als Sportdirektor beim VfL Osnabrück an. „Es freut mich, dass er eine Chance kriegt“, sagt Becker und ist überzeugt, dass der 32-Jährige das Amt ausfüllen kann. Der VfL könne von Schmedes’ guter Vernetzung profitieren, schätzt Becker. Der Hannoveraner, der beim HSV klein anfing und sich bis zum Scoutingchef hocharbeitete, sei durch seine eigene Erfahrung im Fußball „ein Praktiker, der weiß, was Management bedeutet“, sagt sein früherer Trainer. In der Jugend spielte Schmedes für Hannover 96 und Werder Bremen. In der A-Junioren-Bundesliga traf er mit Werder zweimal auf den VfL. Auf der Illoshöhe schoss Aaron Hunt drei Tore beim Bremer 5:2-Sieg im August 2003. Im Rückspiel ging Schmedes nach einem 2:0 als Sieger vom Platz. Bei den Lila-Weißen musste sich unter anderem Marc Heider geschlagen geben.

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Die erste Dienstreise als Sportdirektor führt Schmedes wieder nach Bremen: Am Sonntag (14 Uhr) tritt der VfL bei Werders U23 an. Gespielt wird im Weserstadion. „Es ist immer schön, in so einem Stadion zu spielen. Vor allem bei diesen Wetterverhältnissen wird der Platz dort sicherlich ordentlich sein“, sagt VfL-Trainer Daniel Thioune, auch wenn die Bremer Bundesligaprofis am Tag zuvor noch den Rasen gegen Stuttgart beackern.

Heider: Was Zählbares mitnehmen

„Es ist wichtig, dass wir auswärts was Zählbares mitnehmen“, hofft Heider darauf, im letzten Auswärtsspiel des Jahres die Bilanz in der Fremde von einem Sieg, drei Unentschieden und fünf Niederlagen aufzubessern. Von 2006 bis 2009 kickte er für die Werder-Reserve. Deren Kader gehörte einst auch Schmedes an. In der Saison 2004/05 kam er in der damals drittklassigen Regionalliga Nord aber nicht zum Einsatz. Das gleiche Schicksal ereilte ihn auch in der folgenden Saison bei Hannover 96 II. Die dadurch verpassten Oberliga-Duelle mit der VfL-Reserve holte er eine Spielzeit später im Trikot von Ramlingen/Ehlershausen nach: Sowohl auf dem Klushügel (3:0) als auch im Rückspiel (4:1) gewann der VfL. Für Osnabrück stand Konstantin Engel in beiden Partien auf dem Feld.

Kurt Becker: Schmedes ist ein ordentlicher Kerl

„Wir waren immer ein guter Gast“, erinnert sich Kurt Becker an die Spiele in Osnabrück. Das neue Gastspiel seines ehemaligen Verteidigers soll da erfolgreicher verlaufen. Bis 2021 läuft der Vertrag des neuen Sportdirektors. „Die 3. Liga ist eine ideale Einstiegsebene, der VfL eine super Adresse“, findet Becker, der nicht nur Schmedes’ fachliche Kompetenz lobt. Mit ihm bekämen die Lila-Weißen auch „einen menschlich geraden, ordentlichen Kerl“.

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