Thioune vor Premiere Freitag, der 13: „Ein guter Tag für das VfL-Spiel gegen Magedeburg“

Von Stefan Alberti

Jetzt geht er auch als Coach voran: VfL-Interimstrainer Daniel Thioune (vorne). Dieses Foto entstand am 29. August 2015 vor dem Spiel des VfL gegen Holstein Kiel, als Joe Enochs (im Hintergrund) wenige Tage zuvor das Traineramt übernommen hatte und Thioune ihm kurze Zeit assistierte. Foto: Helmut KemmeJetzt geht er auch als Coach voran: VfL-Interimstrainer Daniel Thioune (vorne). Dieses Foto entstand am 29. August 2015 vor dem Spiel des VfL gegen Holstein Kiel, als Joe Enochs (im Hintergrund) wenige Tage zuvor das Traineramt übernommen hatte und Thioune ihm kurze Zeit assistierte. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Freitag, der 13. – eigentlich kein guter Tag, um die Bremer Brücke im Spiel eins nach Joe Enochs zum Beben zu bringen, oder? Für VfL-Interimstrainer Daniel Thioune ist dieses Datum für das Spiel gegen Magdeburg sogar optimal…

Ein optimaler Tag, warum? „Ganz einfach, weil ich dieses Datum nicht mit einem Unglückstag verbinde. Meine Mutter wurde an einem Freitag dem 13. geboren. Meine Eltern haben an einem Freitag dem 13. geheiratet. Also ein guter Tag für das Spiel“, sagt Thioune.

Wird es Überraschungen im VfL-Kader geben? Danach sieht es aus. Der Interimscoach hatte ja bereits am Donnerstag in der obligatorischen Pressekonferenz „die eine oder andere Überraschung“ angekündigt. Tiefer will sich Thioune verständlicherweise noch nicht in die Karten schauen lassen. Wenn der 43-Jährige jedoch die Brücke zum Beben bringen will, dann wird das sicher nicht mit verstärktem Beton in der Abwehr funktionieren. Vielmehr dürfte das Team offensiver als zuletzt ausgerichtet sein.

Klar ist, dass Jules Reimerink (muskuläre Probleme) ausfallen wird. Möglicherweise schickt Thioune zunächst drei Spitzen ins Rennen. Möglicherweise stehen Youngster wie Kamer Krasniqi, Sebastian Klaas oder Marcel Ruschmeier in der Startelf. Thiounes klare Ansage: „Wir sind bereit und wollen Magdeburg schlagen. Das Spiel soll endlich beginnen.“

Worauf stellt sich Magdeburg ein? Auf die erwähnten Überraschungen. Und die machen den Job für FCM-Coach Jens Härtel nicht gerade einfach: „In der Vergangenheit konnten wir uns immer ganz gut auf Osnabrück vorbereiten, weil es ganz klare Abläufe gab, die die Mannschaft verinnerlicht hatte.“ Dennoch reisen die Magdeburger nach bisher neun Siegen und Platz zwei in der 3. Fußball-Liga mit viel Optimismus nach Osnabrück.

War sonst noch etwas? Der Deutsche Fußball-Bund schickt einen Schiedsrichter, der nicht die schönsten Bilder von der Bremer Brücke im Kopf haben dürfte. Martin Petersen leitete am 10. August 2015 das DFB-Pokalspiel des VfL gegen RB Leipzig, wurde in der Schlussphase von einem Feuerzeug am Kopf getroffen – und brach daraufhin die Partie ab. Der VfL führte damals mit 1:0 (und verlor am grünen Tisch mit 0:2).

Wie geht’s nun aus? Zu einer bebenden Bremer Brücke passt eigentlich nur ein 2:0-Erfolg des VfL.

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Freitag, 13. Oktober 2017, 19 Uhr: VfL Osnabrück – 1. FC Magdeburg

So könnten sie spielen

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 29 Krasniqi, 4 Appiah, 17 Sušac, 16 Wachs – 20 Heider, 10 Groß, 14 Arslan – 11 Álvarez, 9 Savran, 25 Iyoha.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 2 Ruschmeier, 3 Zorba, 7 Renneke, 13 Danneberg, 19 Steffen Tigges, 26 Klaas.

Es fehlen: Reimerink (muskuläre Probleme) Dercho (Reha nach OP am Sprunggelenk), Schulz (Sehnenriss im Oberschenkel), Bickel (Kreuzbandriss), Engel (erkrankt), Falkenberg, Kristo, Leon Tigges, Breulmann, Möller (nicht im Kader).

1. FC Magdeburg: 1 Glinker – 3 Handke, 37 Weil, 15 Schäfer – 13 Erdmann, 6 Rother – 16 Butzen, 10 Hamann – 8 Türpitz, 15 Schwede – 11 Beck.

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Der 32-Jährige leitete am 10. August 2015 das DFB-Pokalspiel des VfL gegen RB Leipzig, das nach einem Feuerzeugwurf beim Stand von 1:0 für den VfL abgebrochen wurde.

Zuschauer: Erwartet werden rund 8000 Zuschauer (davon 1300 Magdeburger).

Live-Ticker: www.noz.de/vfl.

Live-Radio: www.infomantis.de/vflradio.

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Nächstes Spiel: Am Freitag (20. Oktober, 19 Uhr) in Rostock.