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Drittligisten und der DFB-Pokal Landespokal: VfL Osnabrück bekommt Halbfinal-Gegner am 10. November

Von Benjamin Kraus

Landespokal: Nicht immer eine geliebte Bühne für die Fußball-Drittligisten. Foto: Helmut KemmeLandespokal: Nicht immer eine geliebte Bühne für die Fußball-Drittligisten. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Zwei Wege führen für die Fußball-Drittligisten in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2018/19. Entweder die Qualifikation über den Landespokal oder mindestens Rang vier in der 3. Liga am Saisonende. Die aktuelle Übersicht für diese Saison zeigt: Fünf Drittliga-Klubs haben ihre Landespokal-Chance bereits verspielt. Und den kürzesten Weg aller Drittligisten in den DFB-Pokal über die Landesschiene hat erneut der VfL Osnabrück. Das Halbfinale für den VfL wird am 10. November ausgelost.

Ausgeschieden in ihren Landespokal-Wettbewerben sind bereits der SV Meppen, der SC Preußen Münster, Kickers Würzburg, die SpVg. Unterhaching und RW Erfurt.

Betrachtet man die Landespokale im Vergleich, fällt auf, dass der VfL Osnabrück den kürzesten Weg hat, über die Landesschiene in den DFB-Pokal einzuziehen. Dafür muss der Pott nicht geholt werden: Es reicht im Gegensatz zu allen anderen Wettbewerben der Einzug ins Landespokal-Finale. Dafür muss der VfL in dieser Spielzeit erneut nur drei Spiele gewinnen – im Vergleich mit der teilweise deutlich höher belasteten Konkurrenz sind das die Wenigsten. Und: Nach dem Aus des SV Meppen in Oldenburg sind keine Drittliga-Konkurrenten mit im Wettbewerb.

Im Vergleich dazu ist der Weg der Sportfreunde Lotte deutlich beschwerlicher: Mit Preußen Münster und dem SC Paderborn gingen zwei weitere Drittligisten im Wettbewerb an den Start, die Paderborner sind auch weiterhin mit dabei – und das DFB-Pokal-Ticket löst nur der Sieger des Wettbewerbs. Sollte den Sportfreunden Lotte dies gelingen, hätten die Tecklenburger sechs Partien auf dem Weg in den DFB-Pokal absolviert – doppelt so viele wie der VfL.

Im Folgenden die Landespokal-Übersicht aller Drittligisten, aufgeschlüsselt nach dem aktuellen Tabellenstand:

1.SC Paderborn

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 3:1 gegen Preußen Münster, 4:0 bei SC Roland Beckum, 15:0 bei Viktoria Rietberg

Nun im Viertelfinale gegen den SC Herford (Termin steht noch nicht fest)

Über den Landespokal ist der Weg für den Tabellenführer der 3. Liga in den DFB-Pokal weit – da ist es gut, dass man Preußen Münster in der ersten Runde bereits selbst eliminiert hat. Mit den Sportfreunden Lotte ist zwar ein Liga-Konkurrent noch im Wettbewerb – aber viele westfälische Regionalligisten (Rödinghausen, Wiedenbrück, Wattenscheid, Verl) sind bereits ausgeschieden. Nur der Sieger des Westfalenpokals qualifiziert sich für den DFB-Pokal – der zweite Teilnehmer, den Westfalen als großer Landesverband stellen darf, wird nach der Saison in einem Spiel zwischen dem besten Teilnehmer der Regionalliga-West und dem Meister der Oberliga ermittelt.

2.1. FC Magdeburg

Im Landespokal noch dabei

Vier Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele:8:0 bei Schwarz-Weiß Bernburg, 16:0 beim SV Liesten

Nun im Achtelfinale des Sachsen-Anhalt-Pokals am 11. November beim SC Naumburg (Landesliga)

Halle oder Magdeburg? Das ist auf dem Papier die Frage im Landespokal Sachsen-Anhalt, wenn es um das einzige Ticket für den Einzug in den DFB-Pokal geht, dass nur der Pokalsieger erhält. Abgesehen von Regionalligist Germania Halberstadt sind ansonsten nur Teams unterhalb der 4. Liga am Start.

3.Fortuna Köln

Im Landespokal noch dabei

Fünf Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: keine

Nun: Erste Partie in der ersten Runde des 32er-Teilnehmerfeldes am 24. Oktober gegen den FC Union Schafhausen (Landesliga).

Spannend: Während im Niedersachsenpokal zu Saisonbeginn immer eine Terminhatz seitens des Verbandes veranstaltet wird, um die Partien möglichst schnell durchzuziehen, lässt sich der Fußballverband Mittelrhein viel Zeit. Die ersten Partien finden erst im Oktober statt, gespielt wird auch im November und im Februar. Fortuna Köln ist als einziger Drittligist klarer Favorit im Wettbewerb mit vier West-Regionalligisten (Alemannia Aachen, Bonner SC, Viktoria Köln, FC Wegberg-Beeck) und unterklassige Teams.

4.SV Wehen Wiesbaden

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 1:0 beim FC Bayern Alzenau

Nun im Viertelfinale des Hessenpokals gegen den FSV Frankfurt (Regionalliga/Termin steht noch nicht fest).

Die erste Partie der Wehener war eine zähe Angelegenheit – aber der 1:0-Sieg in Alzenau durch ein Tor von Andrich reichte dem SV Wehen Wiesbaden, um ins Viertelfinale einzuziehen. Wiesbaden ist als einziger Drittligist klarer Favorit im Wettbewerb mit vier Regionalligisten (Kickers Offenbach, Hessen Kassel, TSV Steinbach, FSV Frankfurt) und weiteren Teams aus Ligen unterhalb der 4. Liga.

5.SpVgg Unterhaching

Im Landespokal bereits ausgeschieden

Bisherige Spiele: 5:0 beim SV Bruckmühl, 4:1 beim SV Heimstetten, 2:1 beim TSV Buchbach, 1:2 beim 1. FC Schweinfurt 05.

Nur der Sieger des Bayernpokals qualifiziert sich für den DFB-Pokal: Seit 2013 geht der zweite Startplatz des mitgliederstarken Landesverbandes an den Meister der Regionalliga Bayern. Unterhaching war neben den Würzburger Kickers der einzige Drittligist im Wettbewerb – beide sind inzwischen raus. Inzwischen sind nur noch Regionalligisten oder unterklassige Teams mit dabei – unter anderem der TSV 1860 München.

6.Hansa Rostock

Im Landespokal noch dabei

Vier Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 8:0 bei LSV SW Eldena, 3.1 beim Bölkower SV

Nun im Achtelfinale am 11. November beim Penkuner SV (Landesliga)

Der Pokalwettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der größten, was die Zahl der Spiele angeht – die Konkurrenz für Rostock ist aber überschaubar: Kein weiterer Drittligist, aus der Regionalliga nur die TSG Neustrelitz. Nur der Sieger des Wettbewerbs zieht in den DFB-Pokal ein.

7.SV Meppen

Im Landespokal bereits ausgeschieden

Bisherige Spiele: 0:2 beim VfB Oldenburg in der 1. Runde

Die Drittliga-Saison hatte noch gar nicht angefangen, da war der Niedersachsenpokal für den SV Meppen schon beendet: Mit 0:2 schied der SVM beim Regionalligisten VfB Oldenburg nach uninspirierter Vorstellung aus. Spielt der SV Meppen in der 3. Liga allerdings weiter so auf wie bisher, gelingt ja vielleicht die Qualifikation über die Liga – die schaffen die ersten vier Teams der Spielklasse.

8.Sonnenhof Großaspach

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 10:9 nach Elfmeterschießen beim FSV Hollenbach, 1:0 beim FSV 08 Bissingen., 3:0 bei der TSG Öhringen.

Nun im Viertelfinale des Württemberg-Pokals. Gegner und Termin stehen noch nicht fest.

Der Pokalwettbewerb für die SGS Großaspach ist anspruchsvoll – was sich nicht nur an den bisherigen Ergebnissen des Drittligisten im Pokal ablesen lässt, sondern auch an der Konkurrenz. Mit dem Drittligisten VfR Aalen gibt es einen Konkurrenten auf Augenhöhe um das einzige DFB-Pokal-Ticket, das der Sieger des Wettbewerbs löst. Dazu sind mit dem SSV Ulm 1846 und den Stuttgarter Kickers namhafte Regionalligsten mit am Start.

9.VfR Aalen

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele:5:0 beim VfL Pfullingen, 9:0 beim TSV Ofterdingen, 7:0 beim TSV Berg.

Nun im Viertelfinale des Württemberg-Pokals. Gegner und Termin stehen noch nicht fest.

Mit dem Drittligisten SGS Großaspach gibt es einen Konkurrenten auf Augenhöhe um das einzige DFB-Pokal-Ticket, das der Sieger des Wettbewerbs löst. Dazu mit dem SSV Ulm 1846 und den Stuttgarter Kickers namhafte Regionalligsten.

10.Sportfreunde Lotte

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 8:1 bei SpVg Brakel, 2:0 bei 1. FC Gievenbeck, 4:2 bei Eintracht Rheine

Nun im Viertelfinale gegen den FC Iserlohn (Termin steht noch nicht fest).

Die Sportfreunde brauchen noch drei weitere Siege bis zum Einzug in den DFB-Pokal. Größter noch im Wettbewerb verbliebener Rivale ist Liga-Konkurrent SC Paderborn.

11. Werder Bremen II

Kein Startrecht im Landespokal (oder im DFB-Pokal), da Status als zweite Mannschaft eines Bundesligisten.

12.SC Preußen Münster

Im Landespokal bereits ausgeschieden

Bisherige Spiele:1:3 beim SC Paderborn

Münster und der Landespokal – das wird keine freundschaftliche Beziehung mehr. Hatte der SCP in den vergangenen Jahren regelmäßig gegen die Sportfreunde Lotte das Nachsehen, erwischte es die Adlerträger nun in der ersten Runde beim SCP. Angesichts von 32 Erstrundenspielen schon ein Hammer, dass zwei von drei Drittligisten im Wettbewerb gleich im direkten Duell gegeneinander ran mussten…

13.FSV Zwickau

Im Landespokal noch dabei

Vier Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 5:0 bei der SG Crostwitz.

Nun im Achtelfinale am 31. Oktober bei der BSG Chemie Leipzig (Regionalliga)

Mit dem Chemnitzer FC ein weiterer Konkurrent aus der Liga, dazu ambitionierte Regionalligisten wie Budissa Bautzen, den VfB Auerbach sowie Chemie und Lok Leipzig: Der Sieg im Sachsenpokal wird für den FSV alles andere als ein Selbstläufer. Nur der Sieger des Wettbewerbs qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

14.Karlsruher SC

Im Landespokal noch dabei

Zwei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 5:0 beim SV Rohrbach, 2:1 bei der SpVgg Neckarelz, 3:1 beim FC Nöttingen.

Nun im Halbfinale (Gegner und Spielort stehen noch nicht fest).

Bisher hielt sich der KSC im Badenpokal schadlos. Der Zweitliga-Absteiger ist einziger Drittligist im Wettbewerb, auf dem Papier größte Konkurrenten auf dem Weg zum Pokalsieg und dem damit verbundenen DFB-Pokal-Ticket sind die Regionalligisten SV Waldhof Mannheim und Astoria Walldorf, die aber im Viertelfinale im direkten Duell aufeinandertreffen.

15.Chemnitzer FC

Im Landespokal noch dabei

Vier Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 3:0 beim ESV Lok Zwickau

Nun im Achtelfinale am 31. Oktober beim VfB Auerbach (Regionalliga)

Mit dem FSV Zwickau ein weiterer Konkurrent aus der Liga, dazu ambitionierte Regionalligisten wie Budissa Bautzen, den VfB Auerbach sowie Chemie und Lok Leipzig: Der Sieg im Sachsenpokal wird für den CFC alles andere als ein Selbstläufer. Nur der Sieger des Wettbewerbs qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

16.Hallescher FC

Im Landespokal noch dabei

Vier Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele: 15:0 beim SV BW Farnstädt, 2:0 beim 1. FC Romonta Amsdorf

Nächstes Spiel: im Achtelfinale des Sachsen-Anhalt-Pokals am 11. November beim Magdeburger SV Börde (Verbandsliga).

Halle oder der 1. FC Magdeburg? Das ist auf dem Papier die Frage im Landespokal Sachsen-Anhalt, wenn es um das einzige Ticket für den Einzug in den DFB-Pokal geht, dass nur der Pokalsieger erhält. Abgesehen von Regionalligist Germania Halberstadt sind ansonsten nur Teams unterhalb der 4. Liga am Start.

17.Würzburger Kickers

Im Landespokal bereits ausgeschieden

Bisherige Spiele:8:0 beim TSV Rannungen, 10:0 beim TSV Meeder, 3:0 beim 1. FC Lichtenfels, 4:5 nach Elfmeterschießen beim TSV 1860 Rosenheim (Regionalliga).

Nur der Sieger des Bayernpokals qualifiziert sich für den DFB-Pokal: Seit 2013 geht der zweite Startplatz des mitgliederstarken Landesverbandes an den Meister der Regionalliga Bayern. Unterhaching war neben den Würzburger Kickers der einzige Drittligist im Wettbewerb – beide sind inzwischen raus. Inzwischen sind nur noch Regionalligisten oder unterklassige Teams mit dabei – unter anderem der TSV 1860 München.

18.Carl Zeiss Jena

Im Landespokal noch dabei

Drei Siege noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation

Bisherige Spiele: 5:0 bei SG SC Leinefelde, 3:0 bei SV Motor Altenburg, 2:1 gegen RW Erfurt

Nun im Viertelfinale (Gegner und Spielort/Termin stehen noch nicht fest).

Das möglicherweise vorgezogenes Endspiel um das DFB-Pokalticket – das nur der Thüringenpokalsieger löst – gewann Jena gegen Erfurt, den einzigen weiteren Drittligisten im Wettbewerb, mit 2:1. Die größten Gefahren auf dem Weg zum Pokalsieg sind ansonsten die Regionalligisten aus Meuselwitz und Nordhausen.

19.VfL Osnabrück

Im Landespokal noch dabei

Ein Sieg noch notwendig bis zur DFB-Pokal-Qualifikation.

Bisherige Spiele:3:1 beim BSV SW Rehden (Video, hier auch ein Spielbericht), 5:0 bei der SVG Göttingen

Nun im Halbfinale (Gegner und Spielort/Termin stehen noch nicht fest)

Der VfL Osnabrück hat von allen Drittligisten traditionell den kürzesten – und auf dem Papier auch einen eher leichten – Weg in den DFB-Pokal. Da sich in Niedersachsen beide Endspielteilnehmer für den DFB-Pokal 2018/19 qualifizieren, braucht der VfL als einzig verbliebener Drittligist im Wettbewerb nur noch einen Sieg. Im Halbfinale, wo der VfL entweder auf den Oberligisten Arminia Hannover, oder auf einen der beiden Regionalligisten SSV Jeddeloh / SV Drochtersen/Assel treffen wird. Die Auslosung findet beim NFV am 10. November im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen statt: Im Rahmen eines Workshops mit allen Halbfinal-Teilnehmern.

20. RW Erfurt

Im Landespokal bereits ausgeschieden

Bisherige Spiele: 8:1 beim FSV Martinroda, 1:2 beim FC Carl-Zeiss Jena

In der Liga in der Krise, im Thüringenpokal beim Liga-Konkurrenten Jena gescheitert – Erfurt durchlebt schwere Zeiten.


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