Tag der Freude beim VfL VfL Osnabrück: Dannebergs Geburtsstress und Sangarés Unentschlossenheit

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Erster Gratulant: VfL-Neuzugang Emmanuel Iyoha freut sich mit Torschütze Marcos Álvarez (rechts). Foto: MrugallaErster Gratulant: VfL-Neuzugang Emmanuel Iyoha freut sich mit Torschütze Marcos Álvarez (rechts). Foto: Mrugalla

Osnabrück. Ein Tag der Freude beim VfL Osnabrück: Es gab Vaterfreuden. Es gab Freude über den ersten Einsatz im Trikot des VfL. Natürlich auch Freude über das 1:0 gegen Lotte. Nur einer im lila-weißen Trikot konnte sich nicht so richtig freuen.

Fangen wir mit dem VfL-Kandidaten an, der mit eher gemischten Gefühlen das Spielfeld verließ. Manche Geste und manches Gespräch sahen nach Abschied aus. Seit Tagen ist öffentlich, dass Rechtsverteidiger Nazim Sangaré auf der Wunschliste des Zweitligisten Dynamo Dresden steht. Dessen Sportdirektor Ralf Minge saß am Samstag auch im Stadion.

Wenig Schlaf für Danneberg

Also alles nur noch Formsache? „Das kann ich nicht sagen. Ich fühle mich hier so wohl, das macht mir die Entscheidung nicht einfach“, meinte Sangaré nach dem Schlusspfiff, um dann nachzuschieben: „Ich muss aber auch an mich denken, an meinen nächsten Schritt. Ich wollte immer nach ganz oben.“ Nach Angaben des 23-Jährigen gibt es außer Dresden auch noch weitere Interessenten. „Anfang dieser Woche sollte nun eine endgültige Entscheidung fallen.“ Prognose: Der beim VfL bis zum 30. Juni 2018 vertraglich gebundene Sangaré wird gehen, wenn der Preis stimmt. Auf transfermarkt.de wird sein aktueller Marktwert auf 275000 Euro taxiert.

In einer ganz anderen Achterbahn der Gefühle befand sich am Samstag Tim Danneberg. Der im Sommer von Chemnitz an die Bremer Brücke gewechselte Mittelfeld-Routinier war in der Nacht vor dem Spiel zum zweiten Mal Vater geworden – und nach entsprechendem Schlafmangel nur ein Spieler für die Reservebank des VfL. Nach seinem rund 20-minütigen Einsatz blühte der Papa richtig auf – und lieferte erst einmal die neuen „technischen Daten“ aus dem Hause Danneberg: „Der Kleine heißt Malo, geboren am 26. August 2017 um 3.43 Uhr. Gewicht: 3560 Gramm, Größe: 52 Zentimeter.“ Fast minutiös genau schilderte der glückliche Danneberg seine ganz besondere Nacht: „Die ersten schmerzhaften Wehen setzten bereits abends um zehn Uhr ein. Ich kann Ihnen sagen: Wenn Sie so eine arbeitende Frau neben sich haben, dann ist das gar nicht so einfach. Gegen 1.50 Uhr haben wir uns in Richtung Krankenhaus nach Minden begeben, zwei Stunden später war der Kleine da. Ich war natürlich im Kreißsaal dabei. Das sind Momente, die einem keiner mehr nehmen kann. Aber der Tank bei mir war nach so einer Geburt so was von leer.“

Iyohas Selbstkritik

Bleibt noch Freudenträger Emmanuel Iyoha – am Donnerstag von Fortuna Düsseldorf nach Osnabrück gewechselt, am Samstag gleich im Kader und Debüt in der zweiten Halbzeit. „Ein Sieg zum Einstand ist nicht schlecht“, stellte der 19-Jährige fest – und setzte gleich mit der Selbstkritik fort: „Das eine oder andere hätte noch besser laufen können. Am Anfang war es doch noch etwas holprig, einige Bälle sind versprungen. Ich war positiv nervös. Nach und nach habe ich dann ins Spiel gefunden.“ Auch getragen durch das Publikum: „Es war ein Supergefühl, hier vor 10000 Zuschauern zu spielen. Das hat mir auch geholfen, ins Spiel zu finden.“


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