Talentförderung ersetzt U21 Perspektivkader des VfL Osnabrück: Vorbereitung der Arbeit abgeschlossen

Von Harald Pistorius

In Topform präsentiert sich aktuell die U19 des VfL Osnabrück. Foto: Helmut KemmeIn Topform präsentiert sich aktuell die U19 des VfL Osnabrück. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Anfang Mai 2017 löste der Rückzug der U21 des VfL Osnabrück aus der Oberliga viel Wirbel und kontroverse Debatten aus. Jetzt ist die Vorbereitung der Arbeit mit dem Perspektivkader, der die Förderung der eigenen Talente verbessern soll, abgeschlossen. In den nächsten Tagen bekommen zwei Dutzend Jugendspieler des VfL die Nachricht, dass sie dazugehören.

„Wir wissen, dass es Argumente für die Beibehaltung der U21 gibt“, sagt Alexander Ukrow, der Leiter des Leistungszentrums, „aber wir sind davon überzeugt, das dieser Weg unter den derzeitigen Bedingungen besser ist. Unsere Aufgabe ist es jetzt zu zeigen, dass die Talente so besser an den Profikader herangeführt werden als über den Umweg 2. Mannschaft.“

Zusammen mit A-Junioren-Trainer Daniel Thioune hat Ukrow zwei Kader mit hervorstechenden Talenten ausgewählt: Zwölf aus dem Bereich der U14, U15 und U16, weitere zwölf aus der U17 und U19 – im internen Jargon „PK1“ und „PK2“. Durch zusätzliches Training, ergänzende Betreuung und Spiele werde sie gefördert.

Rolf Meyer, seit 2003 Torwarttrainer bei den Profis, kümmert sich dienstags um die Torhüter. Mittwochs stehen Athletiktraining und Leistungsdiagnostik auf dem Programm, donnerstags trainiert Profi-Assistenzscoach Wolfgang Schütte mit den Talenten. Dazu kommt eine intensive medizinische und psychologische Begleitung.

Die älteren Talente sollen regelmäßig in Testspielen gefordert worden, in denen auch Reservisten und Rekonvaleszenten des Profiteams Spielpraxis sammeln sollen. Anfang September steht das erste Match beim Bezirksligisten SC Lüstringen auf dem Plan, am 4. Oktober tritt das Team bei Eintracht Rheine an. Interesse an Vergleichen haben Proficlubs wie Schalke 04, VfL Bochum, Arminia Bielefeld, SC Paderborn und Twente Enschede bekundet.

„Das Entscheidende ist die enge Verbindung zwischen NLZ und Profiteam“, sagt Ukrow. Die Trainer tauschen sich aus, die Trainingsteilnahme von Junioren basiert nicht auf dem Zufall, sondern wird systematisch geplant.

Aus der U19 von Thioune, die mit zwei Siegen einen perfekten Start in der Bundesliga Nord/Nordost hinlegte, haben Tim Möller, Felix Agu, Jona Breulmann, Simon Haubrock, Nils Janßen, Cody Biagi Sundquist und Jonas Böhning „oben“ trainiert; in Kürze kommt der Neuzugang aus Oldenburg, Shamsu Mansaray, dazu.