Gute Karten für Sušac VfL-Abschlusstraining vor dem Pokalhit – und Wriedt ist auch dabei…


Osnabrück. Der Hamburger SV kann kommen: Vor dem Pokalhit am Sonntag (15.30 Uhr) hat der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag sein Abschlusstraining absolviert – mit Kwasi Okyere Wriedt…

Wie bitte? Ja, Sie haben richtig gelesen. Am Freitagabend hatte der in der vergangenen Woche vom VfL zur Regionalliga-Mannschaft des FC Bayern München gewechselte Wriedt beim 3:2-Sieg des FCB in Eichstätt noch zwei Treffer beigesteuert – am Samstag war er in Osnabrück und beobachtete das Training seiner ehemaligen Kollegen. Ein Blitz-Rücktransfer? „Nein, nein“, stellte der 23-Jährige mit einem Schmunzeln fest. „Ich habe heute den Tag genutzt, um nach Osnabrück zu fahren. In der vergangenen Woche konnte ich mich ja gar nicht richtig von den Jungs verabschieden.“ Und „Otschi“ stellte in seiner bescheidenen Art fest, „dass drei Tore in den ersten beiden Spielen für die Bayern ja nicht so schlecht sind“. Zwischen Training und Spielen lebe er aktuell noch in einem Hotel. „Die Wohnungssuche läuft.“ Wie sieht es mit ersten Kontakten zu den Bayern-Profis aus? „Außer einem Gruß hier und da war noch nicht viel.“ Wenn er auf dem Trainingsgelände sei, sehe er Arjen Robben ständig bei irgendwelchen Sonderschichten. (Weiterlesen: Ein neues Kapitel Pokalgeschichte?)

„Das gehört dazu“

Zur „Schicht“ seiner ehemaligen Mannschaftskollegen, die bei Nieselregen ordentlich Gas gaben. Ja, ein gewisses Pokalkribbeln war durchaus auszumachen: Manche Zweikämpfe wurden hart an der Grenze des Erlaubten geführt. Nach einem Treffer im Trainingsspiel warf Marc Heider dem als Linienrichter fungierenden Athletiktrainer Patrick Jochmann einige unschöne Worte zu, weil der eine Abseitsstellung nicht erkannt habe. Hinterher war freilich wieder alles vergessen, „und das gehört eben dazu“, meinte anschließend Trainer Joe Enochs.

Ein Blick auf die Formation, die am Sonntag gegen den HSV auflaufen könnte: In der Defensive dürften Nazim Sangaré, Marcel Appiah, Konstantin Engel und auch Neuzugang Adam Sušac sowie natürlich Torhüter Marius Gersbeck gesetzt sein. Im Mittelfeld und in der Offensive hat Enochs offensichtlich verschiedene Varianten im Kopf. Klar, an den Routiniers wie Christian Groß auf der Sechserposition sowie Kapitän Halil Savran und Marcos Álvarez in der Spitze geht wohl kein Weg vorbei. Dazwischen hat der Coach jedoch mit Tim Danneberg, Ahmet Arslan, Marc Heider, Jules Reimerink oder auch Bashkim Renneke einige Möglichkeiten. Er hat ja noch eine Nacht, um über seine Startelf nachzudenken…


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