Gegen Hamburger SV im Stadion Zwei Schweizer VfL-Fans fahren seit Jahren an die Bremer Brücke

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Schweizer VfL-Fans mit Osnabrücker Wurzeln: Simon Dudle (links) und Markus Flick fahren seit Jahren zu den Spielen des VfL und kommen für das DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV in die Stadt. Foto: Jan WegmannSchweizer VfL-Fans mit Osnabrücker Wurzeln: Simon Dudle (links) und Markus Flick fahren seit Jahren zu den Spielen des VfL und kommen für das DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV in die Stadt. Foto: Jan Wegmann

Osnabrück. Die beiden Schweizer VfL-Fans Markus Flick und Simon Dudle fahren seit Jahren zu den Fußballspielen des VfL Osnabrück. Damit sich die weite Anreise aus Winterthur lohnt, haben sie ihre Fahrt mittlerweile perfekt durchgeplant. Auch beim DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger sind die Osnabrück-Anhänger im Stadion.

Sowohl Flick als auch Dudle haben eine besondere Verbindung zu Osnabrück. Als die Männer während ihres Journalismus-Studiums an der Schweizer Universität Winterthur Freunde wurden, haben sie zunächst nichts davon gewusst, was sie miteinander verbindet.

Markus Flick ist Enkel der früheren Osnabrücker Oberbürgermeisterin Ursula Flick und seit 2010 glühender Fan des VfL Osnabrück. „Ich habe das Spiel zwischen dem VfL und Energie Cottbus in der 2. Bundesliga gesehen“, sagt er. „Freitagabend, Bremer Brücke, volles Haus und Flutlicht. Da hat es mich gepackt.“ Seither ist der Schweizer Feuer und Flamme für den Verein und sieht sich etwa vier Spiele pro Saison live im Stadion an. Auch Simon Dudle hat Wurzeln in Osnabrück und ist „familiär bedingt“ zu den Lila-Weißen gestoßen. Denn er ist der Neffe von Dirk Rasch, der von 1997 bis 2012 Präsident des VfL Osnabrück war. „Seitdem hat sich das ergeben“, sagt er. Flick spricht von einem netten Zufall. „Ich dachte, ich höre nicht richtig.“

Zürich, Düsseldorf, Osnabrück und zurück

Diese Konstellation habe sie motiviert, zusammen zu den Spielen nach Osnabrück zu fahren. Wenn die beiden Osnabrück-Anhänger auf den Weg gen Norden machen, läuft es immer nach einem bestimmten Muster ab. „Wenn der VfL samstags um 14 Uhr an der Bremer Brücke spielt, fahren wir morgens von Winterthur nach Zürich und fliegen nach Düsseldorf“, sagt der 32-jährige Flick. „Dort nehmen wir den Zug nach Osnabrück, essen mittags beim Chinesen am Theater und fahren dann zur Brücke.“ Nach dem Spiel gehe es zum Abendessen zur Familie Rasch, danach per Bahn zurück nach Düsseldorf, wo das Schweizer Duo übernachte, und am Sonntagmorgen per Flieger zurück in die Schweiz. „Das hat sich irgendwie so eingespielt.“

Dieses Mal reisen die Freunde aber getrennt an. „Ich starte mit einem Kumpel erst am Sonntag. Ich komme sozusagen nur für das Spiel nach Osnabrück“, sagt Dudle. Er fahre vom Hauptbahnhof Osnabrück direkt zur Brücke. Dass er später anreist, hat einen bestimmten Grund. Der 34-Jährige ist Stadionsprecher beim FC Wil, und er reist mit zum Auswärtsspiel im Schweizer Cup gegen den unterklassigen FC Arbon.

Flick kommt hingegen schon am Freitag mit dem Nachtzug in den Norden und verbringt das gesamte Wochenende in Osnabrück. „Es freut mich, dass der Aufenthalt dieses Mal etwas länger sein wird“, sagt er. Mitbringen wird der 32-jährige Fußballfan einen Kumpel, der HSV-Fan ist. „Ich wollte ihn schon länger mal mit zur Brücke mitnehmen. Es ist toll, dass die Auslosung uns diese Partie beschert hat.“

Erinnerung an 2009

Das Schweizer Duo wird den VfL von der Nordtribüne aus anfeuern. Mit dabei sind ihre Fanschals. „Das gehört schon dazu“, sagt Dudle. „Zieht Osnabrück in die zweite Runde des DFB-Pokals ein, wäre das Wahnsinn.“ Er ist auf jeden Fall guter Dinge. „Der Knoten wird platzen, wenn Osnabrück an die erste Halbzeit aus dem Halle-Spiel anknüpft.“ Phrasen wie „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ möchte er nicht dreschen. Aber: „Die Erinnerungen an den HSV sind noch in den Köpfen der Spieler.“ Deshalb tippt der 34-Jährige auf einen Sieg im Elfmeterschießen. Geht es nach Flick, fällt die Entscheidung schon früher. Er tippt auf ein 2:1 nach 90 Minuten – für den VfL.


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