„Fressen zu viele Gegentore“ Álvarez: Das Tor ist vielleicht vor der falschen Kurve gefallen

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

„Seht her, da bin ich.“ Marcos Álvarez (Mitte) feiert sein Tor mit Nazim Sangaré (links) und Ahmet Arslan. Foto: Kemme„Seht her, da bin ich.“ Marcos Álvarez (Mitte) feiert sein Tor mit Nazim Sangaré (links) und Ahmet Arslan. Foto: Kemme

Osnabrück. Das war eine Einwechslung der Marke „Marcos Álvarez“: Als Bastian Schulz nach 38 Minuten mit Oberschenkelproblemen vom Feld humpelte und VfL-Coach Joe Enochs dem 25-jährigen Neuzugang signalisierte, ihn ins Spiel bringen zu wollen, suchte „Álva“ den direkten Weg quer über den Rasen, zog hastig das Trikot an – und los ging’s.

Fünf Minuten später bebte die Bremer Brücke, als Álvarez mit einem 16-Meter-Schuss das 2:1 erzielte. Er war zurück – und der bisherige Torjäger Kwasi Okyere Wriedt für den ersten Moment vergessen.

„Und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie ich gebrannt habe“, verriet er nach dem Spiel. Doch, wir haben es ja gesehen. „Als ich mich aufgewärmt habe, stimmten die Fans gleich ein Lied für mich an – „ähnlich wie damals beim Pokalspiel des VfL in Oldenburg, als wir im Elfmeterschießen gewonnen haben“.

Álvarez genoss es, endlich wieder vor Publikum zu spielen, den Rasen zu riechen – und Interviews zu geben: „Na ja, ein perfekter Einstand war es nicht. Dann hätten wir schon gewinnen müssen. Für einen Dreier hätte ich gerne auf mein Tor verzichtet.“ Aber: „Das Tor war schon geil, auch wenn es vielleicht vor der falschen Kurve gefallen ist.“ Er wolle dem Team in den nächsten Wochen weiterhelfen, „denn nur gemeinsam kommen wir da unten wieder raus“. Nach dem Auftritt gegen Halle sei er jedoch entsprechend optimistisch. (Weiterlesen: Drei Tore zu Hause – und doch nur ein Punkt für den VfL)

Den Fragen der Medienvertreter stellte sich auch Tim Danneberg, der den Foulelfmeter zum 2:2 verursacht hatte: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich Röser berührt habe. Aber wenn die TV-Bilder es zeigen…“ Der Routinier wollte darüber hinaus nichts schönreden: „Im Moment ist es schon so, dass der Frust überwiegt. Insgesamt fressen wir zu viele Gegentore. Wenn wir zu Hause drei Tore machen, müssen wir gewinnen.“

Ansonsten? Fühlten sich einige Ultras aus Halle als Sieger. Sie hatten es immerhin geschafft, sich bis zum Anpfiff als Sitzplatzgäste auf der Nordtribüne ruhig zu verhalten. Mit Beginn der Partie sprangen sie auf und zeigten sich – wohl auch zur Überraschung der Polizei, die die sonst friedliche Truppe dann in den vorgesehenen Stehplatzbereich begleitete.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN