Einzelkritik zum 2:2 beim KSC VfL Osnabrück beim Karlsruher SC: Ein achtbarer Auftritt

Marius Gersbeck, Kwasi Okyere Wriedt (von links) und die Spieler des VfL Osnabrück verkauften sich gut beim 2:2 zum Drittligaauftakt beim Karlsruher SC. Foto: Stefan GelhotMarius Gersbeck, Kwasi Okyere Wriedt (von links) und die Spieler des VfL Osnabrück verkauften sich gut beim 2:2 zum Drittligaauftakt beim Karlsruher SC. Foto: Stefan Gelhot 

jka/al Karlsruhe. Am Ende war der Druck des Topfavoriten zu groß – aber angesichts der erwarteten Kräfteverhältnisse in der Liga und der Ausfälle zweier Stammverteidiger war das 2:2 für den VfL Osnabrück beim Karlsruher SC ein ordentliches Ergebnis. Der VfL hatte eine Halbzeit lang den Sieg vor Augen, musste sich dann aber nach zwei Fehlern mit einem Remis begnügen. Insgesamt war es trotzdem ein achtbarer Auftakt für die Lila-Weißen.

Marius Gersbeck war sicherer Rückhalt bei den gefürchteten Standards des KSC, beim ersten gegentor machtlos, beim Elfmeter zum 2:2 in der richtigen Ecke, aber nicht dran. Trotzdem eine gute Leistung des Keepers - Note 2

Nazim Sangaré agierte hinten rechts solide, machte immer wieder auch Druck nach vorne. Vorm 2:2 rückte er zu weit auf, ermöglichte damit den Pass auf Muslija. Am Ende fehlte ein bisschen die Kraft. Angesichts des langen Ausfalls in der Vorbereitung war es aber ein ordentlicher Auftritt - Note 2

Marcel Appiah war lange ein guter Rückhalt, war beim Anschlusstreffer eine Fußlänge zu kurz, was für leicht Punktabzüge einer insgesamt guten Leistung führt - Note 2,5

Christian Groß vertrat den verletzten Konstantin Engel ordentlich in der linken Innenverteidigung, kämpferisch gut, auch mal mit Vorstößen, aber insgesamt in der Defensive gebunden und am Ende mit leichten Schwierigkeiten - Note 2,5

Furkan Zorba vertrat Alexander Dercho als Linksverteidiger gut und zeigte mit seinen 19 Jahren eine solide Leistung. Ohne Fehler bei seinem Drittligadebüt - Note 2

Jules Reimerink zeigte sich beim 1:0 als eiskalter Vollstrecker, bereitete das 2:0 mit einem feinen Pass auf Wriedt vor. Kämpferisch stark - Note 2

Tim Danneberg offenbarte ungeahnte Torjägerqualitäten, als er beim 2:0 einen Schritt schneller als sein Gegenspieler war. Offensiv anspielbar, arbeitete gut gegen den Ball - Note 2

Kamer Krasniqi rückte für Groß auf die Sechserposition und war dabei ein ruhender Pol. Bis zum Ende engagiert, ein Auftritt, der ihn dauerhaft näher an die Startelf bringt - Note 2

Christian Bickel startete mit starken Aktionen, dann wurden seine Offensivaktionen besser durch den KSC eingeschränkt. Nach der Pause war von ihm nicht mehr viel zu sehen - Note 3

Ahmet Arslan zeigte einen ordentlichen Auftritt und hatte gute Ansätze in der Offensive. Wie bei Bickel war auch von ihm im Laufe des Spiels nicht mehr ganz so viel zu sehen - Note 3

Kwasi Okyere Wriedt vergab zwar die große Chance zum früheren 2:0, war aber mit seinen Vorstößen ein Unruheherd, hielt die Bälle vorne und legte beide Tore auf - Note 2

Steffen Tigges kam als Einwechselspieler und verursachte den Elfmeter zum 2:2. Wenn er einen Schritt vor dem Strafraum gefoult hätte, wäre nur ein Freistoß für den KSC herausgekommen. Als junger Spieler kann und wird er aus diesem Spiel lernen - Note 4


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