Renneke trifft viermal VfL Osnabrück siegt 12:0 im Test bei Brukteria Dreierwalde

Treffsicher: Bashkim Renneke steuerte vier Tore zum VfL-Sieg bei. Foto: Helmut KemmeTreffsicher: Bashkim Renneke steuerte vier Tore zum VfL-Sieg bei. Foto: Helmut Kemme

Hörstel. Der VfL Osnabrück hat auch sein drittes Testspiel in der Vorbereitung auf diese Saison gewonnen. Mit 12:0 (4:0) gewann der Fußball-Drittligist bei Kreisligist Brukteria Dreierwalde. Die meisten Spieler des VfL gingen dabei über 90. Minuten.

Ganz richtig war es nicht, aber es zeigte, welchen Respekt der Gegner vor dem VfL Osnabrück hatte. Als „Bundesligist“ wurden die Lila-Weißen am Donnerstagabend im Stadion am Weikamp in Hörstel empfangen – „aus der 3. Liga“, schob der Stadionsprecher, der sein Amt mit viel Herzblut erfüllte dann noch nach.

Für Kreisligist Brukteria Dreierwalde war das Testspiel gegen den VfL ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Daran änderte auch das Ergebnis von .... nichts Zwei Bratwurstbuden hatten die Alten Herren extra aufgebaut, um dem großen Besucherandrang Herr zu werden. Der Rasen war morgens extra noch einmal „gemäht und abgesaugt“ worden, wie stolzt verkündet wurde.

Auf dem saftig grünen Geläuf konnte der VfL ordentlich kombinieren. In der zehnten Minute fiel das 1:0 durch Bashkim Renneke, der einen engagierten Auftritt zeigte, nach einer Flanke von Testspieler Mahmut Temür. Wie Dennis Lemke, der bereits vergangene Woche mit dem Team trainierte, belebte auch der Deutsch-Türke das Offensivspiel des VfL.

Kreisligist hält in der Anfangsphase wacker dagegen

Der VfL machte weiter Druck gegen einen Kreisligisten, der wacker dagegen hielt. Unglücklich für die Gastgeber fiel das 2:0 des VfL durch einen Elfmeter. Kai Kramer hatte den Ball im Strafraum an die Hand bekommen, Bastian Schulz, in dieser Partie Kapitän, verwandelte sicher.

Seine Chance nutzte auch Jona Breulmann. Die Defensivkraft aus der A-Jugend setzte sich erst schön auf der linken Seite durch und legte dann das 3:0 von Renneke vor, der per Kopf traf. Kurz darauf klärte er kompromisslos am anderen Ende des Feldes einen der wenigen Angriffe von Brukteria, die es bis vor das Osnabrücker Tor schafften. Ahmet Arslan traf mit einem satten Rechtsschuss aus etwa zehn Metern zum 4:o (40)-Pausenstand. (Weiterlesen: VfL gewinnt Testspiel in Lechtingen)

Leon Tigges ist zur Stelle

Dreierwaldes Schlussmann Daniel Plagemann verhinderte einen höheren Rückstand zur Pause und bekam dafür einigen Applaus. Auf der Gegenseite konnte sich Leon Tigges kaum auszeichnen, blieb aber dennoch aufmerksam. In der 45. Minute hielt er sicher einen der wenigen Schüsse des Kreisligisten auf sein Tor sicher, in der 60. und 62. Minute spielte er sehr gut mit und kam rechtzeitig aus seinem Kasten, um zwei Abschlüsse des Gegners zu vereiteln. Am Sonntag beim Test bei Regionalligist Wiedenbrück wird Tim Paterok im Tor stehen. Trainer Joe Enochs wird dann der anderen Hälfte des Kaders die Chance geben, über 90. Minuten zum Einsatz zu kommen.

In Dreiewalde wechselte Enochs daher auch nur verhalten aus. In der Pause kam Tim Möller für Nazim Sangaré, der vom fachkundigen Dreierwalder Publikum viel Anerkennung für seine starke Laufleistung in den ersten 45. Minuten erhalten hatte („der ist aber richtig gut“). Das sah wohl auch der Trainer so und gab stattdessen dem eigenen Nachwuchsmann die Chance, sich zu zeigen.

Doppelpack durch Tigges und Kristo, Viererpack durch Renneke

Nach der Pause, in der Brukteria insgesamt fünf Spieler auswechselte, lenkte Marc Vehr eine Flanke von Arslan zum 0:5 ins eigene Tor. Das 6:0 erzielte der Drittligist wieder selbst – und zwar durch Marcel Ruschmeier, der sich immer wieder gut in den Angriff mit einschaltete. Das 7:0 war dann eine Gemeinschaftsaktion. Nach einer guten Hereingabe von Renneke, lenkte erst der eingewechselte Robert Kristo den Ball in Richtung Tor ehe Steffen Tigges (72) den Ball noch gar über die Linie drückte. Nur drei Minuten später legte Tigges nach. Kristo hatte den Ball im Mittelfeld erobert und zum ebenfalls eingewechselten Sebastian Klaas weitergeleitet. Der 18-Jährige brachte den Ball nicht gut unter Kontrolle, leitete ihn dann aber zu seinem „Kumpel“ weiter, der das 8:0 erzielte. (Weiterlesen: Das Transfergeschehen beim VfL Osnabrück)

Erster Einsatz für Kristo nach langer Verletzungspause

Brukteria wechselte in der zweiten Halbzeit munter durch. Weil die Kräfte schwanden, aber auch, um einigen verdienten Spielern, wie dem 40-Jährigen Thorsten Schräder oder Stefan Blümel einen Auftritt im großen Spiel gegen den VfL zu gönnen. Die Gastgeber verloren so allerdings zunehmend die Ordnung, was die Osnabrücker gut nutzten.

Kristo, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder das Osnabrücker Trikot trug und das Offensivspiel der Osnabrücker belebte, schoss in der 78. Minute erst an den Pfosten, ehe wenige Sekunden später den Ball mit dem Kopf ins Tor wuchtete. Das 10.0 durch Renneke bereitete Kristo mit einer strammen Hereingabe vor. Nur drei Minuten später schnappte sich Renneke erneut auf der rechten Seite den Ball und erzielte mit einem satten Rechtsschuss aus sechs Metern das 11:0. Es war das vierte Tor für den VfL-Spieler in dieser Partie.

Das 12:0 durfte dann wieder Kristo erzielen. Per Kopf traf er nach einer Ecke von Ruschmeier. (Weiterlesen: Marc Heider für vier Spiele gesperrt)


Bukteria Dreierwalde - VfL Osnabrück 0:12 (0:4)

Bukteria Dreierwalde, 1. Halbzeit: Plagemann (45. Wierling) – D. Tepe (45. Niehues), Kramer (45. M. Tepe), Steggemann (45. M. Schütte-Bruns), Vennemann (73. C. Schütte-Bruns)– Ungru (23. Vehr, 84. Determann), Steffen (79. Vocks) – Zumwalde (73. Koll), Haking 90. Blümel), K. Tepe (45. Buchzik), Robin (84. Schräder)

VfL Osnabrück: L. Tigges – Sangaré (45. Möller), Ruschmeier, Krasniqi, Breulmann – Renneke, Schulz, Arslan, Lemke (58. Klaas) – S. Tigges, Temür (58. Kristo).

Tore: 0:1 Renneke (12.), 0:2 Schulz (18. Handelfmeter), 0:3 Renneke (34.), 0:4 Arslan (40.), 0:5 Vehr (57., Eigentor), 0:6 Ruschmeier (59.), 0:7 S. Tigges (72.), 0:8 S. Tigges (75.), 0:9 Kristo (78.), 0:10 Renneke (82.), 0:11 Renneke (85.), 0:12 Kristo (90.).

Zuschauer: 800.

Schiedsrichter: Stefan Uphaus (Osnabrück).

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