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29.06.2017, 19:53 Uhr KOMMENTAR ZUM URTEIL DES DFB

VfL Osnabrück hält an Heider fest – verständlich

Kommentar von Harald Pistorius

Tobias Willers will der DFB für sechs Monate sperren. Foto: imago/osnapixTobias Willers will der DFB für sechs Monate sperren. Foto: imago/osnapix

Osnabrück. Nach den Ermittlungen wegen des Verdachts der Spielmanipulation wird Mittelfeldspieler Marc Heider vom VfL Osnabrück für vier Spiele gesperrt. Addy Menga droht eine ebenso lange Strafe, Tobias Willers steht gar eine sechsmonatige Pause bevor. Die Spieler müssen zu Recht für ihre Dummheit büßen. Dass der VfL an Heider festhält, ist dennoch verständlich. Ein Kommentar.

Zunächst muss man dem DFB bescheinigen, dass sein Frühwarnsystem funktioniert hat und der Versuch einer Spielmanipulation verhindert wurde. Das ist dem SV Werder zu danken, der von dem Verdacht erfuhr und den DFB informierte.

Beim VfL Osnabrück hat das leider nicht geklappt, weil die Spieler nicht auf Trainer, Manager oder Betreuer zugingen, als einer von ihnen versuchte, Kapital zu schlagen aus der Konstellation des letzten Spieltags.

Das muss man allen vorhalten, die davon etwas mitbekommen haben. Vor allem aber Addy Menga und Marc Heider, die nun für ihre Dummheit büßen müssen. Zu Recht.

Vom Vorwurf der versuchten Spielmanipulation wurden sie allerdings befreit, entsprechend fiel die Strafe aus. Und so ist es verständlich, dass sich der VfL zu Heider bekennt, der sich als vorbildlicher Mannschaftsspieler präsentiert hat. Auch gegen einen Abschied in allen Ehren für den Publikumsliebling Addy Menga spricht nichts. (Weiterlesen: Reaktionen zum Urteil)

Auf der anderen Seite bestätigt der Strafantrag gegen Tobias Willers die Version der beiden, dass der Ex-Kapitän die treibende Kraft gewesen ist. Was den Mann trieb, der mit dem Anspruch gekommen war, ein Führungsspieler zu sein, bleibt das große Rätsel des Falles.


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