VfL-Wiki: Christian Claaßen, VfL Osnabrück Unvergessen – „Fips“ und das Traumtor von Essen

Von Sportredaktion



Osnabrück. Er war kein Lautsprecher, sondern ein Mann der Tat. Christian Claaßen steht in der Liste der erfolgreichsten Torjäger des VfL Osnabrück auf einem Spitzenplatz. Auf sein schönstes Tor wird er immer wieder angesprochen.

Christian Claaßen

Geboren am 22. Mai 1969. Stammt aus Barßel im Landkreis Cloppenburg. Spielte in der Jugend und zu Beginn seiner Karriere beim VfL Oldenburg, ehe er 1990 zum Stadtrivalen VfB in die 2. Liga Nord wechselte. Verließ den VfB Oldenburg nach dem Abstieg in die Regionalliga Nord 1993 in Richtung Wilhelmshaven.

Sieben Treffer in zwei Spielen gegen den HSV

Machte für den SV Wilhelmshaven in der Regionalligasaison 1994/1995 26 Tore und erzielte in zwei Partien gegen die Amateure des Hamburger SV sagenhafte sieben Treffer. Wechselte daraufhin zum HSV in die Bundesliga. Nach fünf Einwechslungen in der 1. Liga zog es ihn im November 1995 zum SV Meppen, wo er bis 1998 auf Torejagd ging.

Wechselte vom Zweitligaabsteiger aus Meppen an die Bremer Brücke und erzielte gleich in seiner Premierensaison 16 Regionalliga-Tore. Verbesserte seine Bilanz im zweiten Jahr auf 18 Tore und konnte mit dem VfL den Aufstieg in die 2. Liga feiern. Erzielte im Relegations-Rückspiel gegen Union Berlin den wichtigen Ausgleichstreffer und verwandelte im dramatischen Elfmeterschießen als zweiter VfL-Schütze.

2001 Niedersachsens Fußballer des Jahres

Traf auch in der Abstiegssaison 2000/2001 zweistellig und war mit 11 Toren bester VfL-Schütze. Zeichnete sich durch gutes Kopfballspiel und einen starken linken Fuß aus. Wurde 2001 zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gewählt.

Stieg zwei Jahre später als 33-Jähriger nochmals mit dem VfL in die 2. Liga auf und war mit 13 Regionalliga-Treffern erneut bester Torschütze in Lila-Weiß. Erzielte sein wohl schönstes Tor am 31. Spieltag beim richtungsweisenden 3:1-Auswärtssieg bei Rot-Weiss Essen.

„Mein schönstes Tor? Die Leute sagen, in Essen…“

„Die Leute in Osnabrück erzählen immer von dem legendären Tor in Essen an der Hafenstraße, wo ich das Ding aus 25 Metern in den Knick gehauen habe zum 1:1 oder 2:1. Das, so sagen die Osnabrücker, war mein schönstes Tor“, so Claaßen. Traf außerdem gegen Holstein Kiel am letzten Spieltag zum wichtigen 1:0 und ebnete damit den erneuten Aufstieg.

Verabschiedete sich nach dem Abstieg 2004 und spielte noch zwei Jahre beim SV Meppen in der Oberliga Nord. Ließ seine Karriere von 2006 bis 2008 bei seinem Heimatverein VfL Oldenburg ausklingen, der von seinem älteren Bruder Frank trainiert wurde.

2009 in die VfL-Jahrhundertelf gewählt

Arbeitet heute als Versicherungsmakler und ist für die Traditionsmannschaft des VfL Osnabrück aktiv. Wurde 2009 in die „VfL-Jahrhundertelf“ gewählt.

Stand: Februar 2017

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Christian Claaßen plaudert über seine Laufbahn.

Christian Claaßen nach seiner Wahl zu Niedersachsens Fußballer des Jahres.

Christian Claaßen widmet die Wahl seinen Teamkollegen.

Interview mit CC vor der Saison 2000/01.

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Statistik Christian Claaßen

Vereine: VfL Oldenburg (bis 1990), VfB Oldenburg (1990 bis 1993), SV Wilhelmshaven (1994/95), Hamburger SV (1995 bis Oktober 1995), SV Meppen (November 1995 bis 1998), VfL Osnabrück (1998 bis 2004), SV Meppen (2004 bis 2006), VfL Oldenburg (2007/08).

Beim VfL von 1998 bis 2004. 129 Spiele in der Regionalliga Nord, 52 Tore. 52 Spiele in der 2. Bundesliga, 12 Tore. 5 Spiele im DFB-Pokal, kein Tor.

5 Bundesliga-Spiele für den Hamburger SV.

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