DFB-Pokalauslosung heute ab 17.50 Uhr in der ARD Alle Fakten zur Pokal-Auslosung mit dem VfL Osnabrück

Von Harald Pistorius

Als Titelverteidiger geht Borussia Dortmund in den Wettbewerb 2017/18 um den DFB-Pokal. Im Finale von Berlin setzten sich die Schwarz-Gelben am 27. Mai 2017 gegen Eintracht Frankfurt durch. Foto: WittersAls Titelverteidiger geht Borussia Dortmund in den Wettbewerb 2017/18 um den DFB-Pokal. Im Finale von Berlin setzten sich die Schwarz-Gelben am 27. Mai 2017 gegen Eintracht Frankfurt durch. Foto: Witters

Osnabrück. Zwischen 17.50 und 18.30 Uhr entscheidet sich an diesem Sonntag, gegen welchen Profiverein der VfL Osnabrück in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs antreten wird. Sicher ist: Die Lila-Weißen haben Heimrecht. Und: Arminia Bielefeld kann nicht zum Gegner werden.

Live in der Sportschau aus dem Fußballmuseum

Um 17.50 Uhr beginnt die Livesendung innerhalb der ARD-Sportschau, die erstmals aus dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund kommt. Dort werden künftig alle Runden im Pokal ausgelost. Damit reagierte der DFB endlich auf die zahlreichen Proteste gegen die oft mitternächtliche Zeremonie im Rahmen der ARD-Pokalübertragungen. Vielen Fans, die morgens zur Arbeit müssen, war das einfach zu spät – auch für die Zeitungen, die die Ergebnisse der Auslosung nicht mehr in ihre Andruckausgaben bringen konnten.

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Die Premiere an diesem Sonntag ab 17.50 Uhr in der ARD-Sportschau ist ausschließlich dem DFB-Pokal vorbehalten. Über 180 Gäste werden in der zum Studio umfunktionierten Arena des Fußballmuseums dabei sein – überwiegend sind es Vertreter der Amateuvereine, die sich über die Landesverbandspokalwettbewerbe qualifiziert haben. Das gilt auch für den VfL Osnabrück, der den Sprung in die lukrative Hauptrunde durch einen Halbfinalsieg im NFV-Pokal gegen Arminia Hannover geschafft hat.

Jürgen Wehlend und Olaf Becker vertreten den VfL Osnabrück

Den VfL vertreten Geschäftsführer Jürgen Wehlend und der Aufsichtsratsvorsitzende Olaf Becker, der in Dortmund lebt. Natürlich hoffen sie wie alle anderen „Kleinen“ auf ein großes Los. Alle 18 Bundesligisten sowie die ersten 14 Clubs der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga kommen als Gegner der Osnabrücker in Frage – aber nicht Arminia Bielefeld, denn der ostwestfälische Nachbar wurde 15. und gehört damit zum sogenannten Amateurtopf. Im dem liegen auch die Kugeln mit den Emblemen der Zweitligaaufsteiger Holstein Kiel, MSV Duisburg und Jahn Regensburg sowie die Zweitligaabsteiger München 1860, Kickers Würzburg und Karlsruher SC.

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Wer zieht die Paarungen? Als Losfee fungiert der ehemalige Bundesligaprofi Sebastian Kehl (Borussia Dortmund, Hannover 96, SC Freiburg), der inzwichen als Fußball-Experte zum ARD-Team gehört. Die Oberaufsicht hat DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Vereine aus dem Amateurtopf haben Heimrecht

Wie wird gelost? Jedem Verein aus dem Amateurtopf mit 32 Vereinen (24 Vertreter der Landesverbände, die vier Letzten der 2. Bundesliga und die vier Ersten der 3. Liga) wird ein Gegner aus dem Profitopf (18 Bundesliga sowie die 14 besten Zweitligisten) zugelost. Der Amateurvertreter hat grundsätzlich Heimrecht.

Wann wird gespielt? Für die Austragung der 32 Partien der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde ist das Wochenende vom 11. bis 14. August reserviert: Am Freitag (20.45 Uhr) werden drei Spiele ausgetragen, am Samstag finden zu drei unterschiedlichen Anstoßzeiten (15.30, 18.30 und 20.45 Uhr) 13 Spiele statt. Die zwölf Sonntagspiele werden auf die Termine 15.30 und 18.30 Uhr verteilt, am Montag wird die erste Runde mit vier Spielen (18.30 und 20.45 Uhr) abgeschlossen. Die zweite Hauptrunde ist für den 24./25. Oktober angesetzt.

ARD zeigt das Topspiel am Montag live

Wie überträgt das Fernsehen? Alle 32 Partien werden live im Bezahlsender Sky übertragen. Die ARD berichtet an allen Tagen in ausführlichen Highlight-Zusammenfassungen und zeigt das Topspiel am Montagabend (20.45 Uhr) live. Die Entscheidung, welches Spiel live gezeigt wird, hat die ARD.

Wann werden die genauen Spieltermine angesetzt? Das dauert in der Regel zehn bis zwölf Tage. Es müssen die Interessen der Fernsehsender, der Vereine und der Sicherheitsbehörden berücksichtigt werden.

Erinnerungen an den Feuerzeugwurf

Wann war der VfL Osnabrück zuletzt in der 1. Hauptrunde dabei? Ein trauriger Tag. Am 10. August 2015 führte der VfL gegen den Zweitligisten RB Leipzig durch ein Tor von Halil Savran mit 1:0, als Schiedsrichter Martin Petersen in der 71. Minute von einem aus der Ostkurve geworfenen Feuerzeug am Kopf getroffen wurde und die Partie abbrach. Das Spiel wurde für Leipzig gewertet, der VfL musste mit dem Teilausschluss von Zuschauern bei zwei Heimspielen sowie einer Geldstrafe büßen.