436000 Euro verbleiben beim VfL Crowdfunding: 87 Prozent der Kreditgeber verlängern

Von Sportredaktion

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Osnabrück. Starker Endspurt beim Crowdfunding des VfL Osnabrück: Die avisierte Marke von 400000 Euro konnte am letzten Tag der möglichen Verlängerung des Lizenz-Darlehns durch die seit Sommer 2014 aktiven Kreditgeber deutlich geknackt werden.

Insgesamt wurden Lizenzdarlehen in Höhe von 436000 Euro verlängert, das entspricht rund 95 Prozent der Vorjahressumme. Im Vorjahr lag der Betrag bei 460000 Euro. 916 von ursprünglich 1049 Crowdfundern haben ihre Darlehen verlängert - das sind etwas mehr als 87 Prozent der Kreditgeber. Dies bedeute einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Lizenz, teilte der VfL Osnabrück mit.

Die Hinterlegung der vom Deutschen Fußball-Bund ursprünglich geforderten Liquiditätsreserve in Höhe von 800000 Euro ist eine der Bedingungen für den Erhalt der Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga in der Saison 2017/18, die der VfL Osnabrück bis zum 2. Juni erfüllen muss. Durch die letztmalige Verlängerung des Crowdfundings durch die Kreditgeber um ein halbes Jahr bis zum 1.7.2018 kommen die Lila-Weißen der erfolgreichen Lizenzvergabe einen großen Schritt näher.

„Ich möchte mich im Namen des gesamten VfL Osnabrück für die bereits seit 2014 andauernde Unterstützung ganz, ganz herzlich bedanken. Das erste Crowdfunding im deutschen Profifußball ist und bleibt ein elementarer Baustein unserer Lizenz für die 3. Liga“, erklärt VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. „Mit diesem überragenden Ergebnis sind wir unserem Ziel einen riesen Schritt nähergekommen. Kombiniert mit der Unterstützung privater Darlehens- und Garantiegeber sowie bereits zum jetzigen Zeitpunkt anerkannten Werbeerträgen von 3,5 Mio. Euro für die Saison 2017/18 wird es uns gelingen, die Lizenz trotz eines überaus schwierigen Umfeldes zu packen. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Das Crowdfunding startete der VfL im Sommer 2014, um damals – unter ebenso schwierigen Rahmenbedingungen – die Lizenz zu sichern. Damals wurde die Beschaffung von 400000 Euro als Ziel ausgegeben – am Ende kamen damals sogar 506304 Euro zusammen. Somit sind auch nach der dritten Verlängerung noch immer 86 Prozent des Geldes beim VfL verblieben – von den ursprünglich 1386 Darlehnsgebern sind 916 und damit 66 Prozent verblieben. Diese Zahlen zeigen, dass offensichtlich vor allem die Geber von kleineren Beträgen ihre Darlehn nicht verlängert haben.

Das Crowdfunding soll künftig von einer Fan-Anleihe abgelöst werden. Aus rechtlichen Gründen darf der Fußball-Drittligist laut Geschäftsführer Jürgen Wehlend allerdings aktuell noch kein konkretes Angebot dazu unterbreiten.


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