Schulz fällt aus, Groß gesperrt VfL Osnabrück gegen VfR Aalen: Push, Dämpfer oder K.o.?

Jubel: Michael Hohnstedt, Anthony Syhre und Alexander Dercho nach dem 2:1 im letzten Heimspiel gegen Aalen. Foto: KemmeJubel: Michael Hohnstedt, Anthony Syhre und Alexander Dercho nach dem 2:1 im letzten Heimspiel gegen Aalen. Foto: Kemme

Osnabrück. Die Weichen für die langfristige Zukunft hat der VfL Osnabrück am Donnerstag gestellt. Am Samstag kann es eine kleine Vorentscheidung geben, wie die nahe Zukunft aussieht. Gegen den VfR Aalen brauchen die Lila-Weißen Punkte, wollen sie im Kampf um einen Aufstiegsplatz in der 3. Liga noch mitreden.

Wie ist die Ausgangslage für den VfL? Am Donnerstag hat der Verein die Vertragsverlängerung mit Trainer Joe Enochs bis 2020 bekannt gegeben. Der neue Kontrakt gilt für die 3. Liga und die 2. Bundesliga. In diese kann der VfL noch aufsteigen, auch wenn er sich in den letzten Wochen durch inkonstante Leistungen aus den Aufstiegsrängen katapultiert hat. Aktuell liegt er als Tabellen-Sechster (49 Punkte) vier Punkte hinter dem Zweiten Regensburg (53) und dem Dritten Kiel (52), die am übernächsten Spieltag aufeinandertreffen. „Wenn wir gegen Aalen gewinnen, wird es interessant“, sagt Enochs. Ein Sieg könnte den nötigen Push für die letzten vier Saisonspiele bringen. Eine Niederlage leider aber auch einen schweren Dämpfer oder sogar fast schon den K.o. für die Saison. „Keine Frage“, sagt Enochs, „das ist für uns ein ganz wichtiges Spiel.“ Die erfolgreiche Qualifikation für den DFB-Pokal durch das 2:0 gegen Arminia Hannover könnte Druck vom Team genommen haben.

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Wie ist die Personalsituation beim VfL? Ersatz-Torhüter Frank Lehmann hat seine Virusinfektion überstanden, dafür fehlt Bastian Schulz mit einer Wadenzerrung. „Die Gefahr, dass mehr passiert, ist zu groß“, so Enochs. Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht, denn mit Kapitän Christian Groß ist ein weiterer erfahrener Mittelfeldspieler gesperrt. Seinen Platz neben Anthony Syhre wird der eher offensiv ausgerichtete Ahmet Arslan einnehmen.

Wie viele Punkte hat Aalen denn nun? Eigentlich wären es 53, mit denen Aalen auf Platz zwei der Tabelle stehen würde. Doch nach der angemeldeten Insolvenz hat der DFB neun kassiert. Damit ist Aalen (44) auf Rang elf. In zwei Instanzen wurde Aalens Einspruch gegen den Abzug bereits abgewiesen. Am Mittwoch wird vor dem DFB-Bundesgericht verhandelt.

Wie ist sonst die Lage bei Aalen? Die Mannschaft strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Der VfR rangiert sowohl in der Auswärts- als auch der Rückrundentabelle auf Rang drei. Aus den letzten acht Spielen gab es sechs Siege. Und Trainer Peter Vollmann kündigte an, die Mannschaft werde nach dem gesicherten Klassenerhalt „nicht ein Prozent nachgeben“.

Wie wird Aalen auftreten? Rico Preißinger hat seine Sperre abgesessen undTrainer Peter Vollmann seine Differenzen mit Stürmer Matthias Morys, den er zuletzt hart kritisierte, ausgeräumt. Der schnelle 30-Jährige bildet mit dem Ex-VfLer Gerrit Wegkamp ein starkes Sturmduo. Wie schon im Hinspiel wird Aalen eher kompakt stehen, auf Fehler des Gegners lauern und dann versuchen, schnell zu kontern.

Spieltagscheck: VfL Osnabrück gegen VfR Aalen

War sonst noch was? DFB-Präsident Reinhard Grindel wird an der Bremer Brücke sein, um das Spiel zu sehen. Vorher trägt er sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Und wie geht es nun aus? Der VfL nutzt die Chance und hält mit einem 2:1 die Aufstiegsambitionen wach.


Samstag, 14 Uhr (34. Spieltag): VfL Osnabrück – VfR Aalen

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 5 Engel, 4 Appiah, 24 Willers, 6 Dercho – 14 Arslan, 3 Syhre – 30 Sangaré, 15 Reimerink – 20 Heider, 11 Wriedt

In Reserve: 1 Lehmann, 7 Rennecke, 13 Menga, 19 St. Tigges, 23 Hohnstedt, 26 Klaas, 27 Falkenberg.

Es fehlen: Savran (Knorpelschaden), Kristo (OP am Sprunggelenk), Rüzgar (Leistenprobleme), Groß (Gelbsperre), Schulz (Zerrung in der Wade).

VfR Aalen: 1 Bernhardt – 21 Schulz, 18 Müller, 16 Gyer, 5 Menig – 19 Welzmüller – 6 Preißinger, 25 Stanese, 15 Vasiliadis – 13 Wegkamp, 10 Morys.

Zuschauer: 8500 – rund 120 aus Aalen.

Schiedsrichter: Lasse Koslowski. Der 29-jährige Berliner hat in dieser Saison vier Drittliga-Partien gepfiffen – darunter die Heimpartie des VfL gegen den FSV Frankfurt (1:1).

Livestream oder Live-TV: diesmal nicht. – Live-Radio: infomantis.de/ vflradio. – Liveticker: noz.de/vfl.

Nächste Spiele: Am Samstag (29. April, 14 Uhr) in Lotte; am Samstag (6. Mai, 14 Uhr) gegen Fortuna Köln; am Samstag (13. Mai, 14 Uhr) in Zwickau.

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