2:0 gegen Arminia Hannover Nachlese NFV-Pokal: Gust glücklich, Reimerinks kurioses Tor

Traf zum 2:0: Ahmet Arslan (rechts). Foto: Helmut KemmeTraf zum 2:0: Ahmet Arslan (rechts). Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Nicht nur beim VfL fiel das Fazit nach dem 2:0-Sieg im Niedersachsenpokal-Halbfinale gegen Arminia Hannover positiv aus: Auch der Armine Tilman Gust strahlte nach der Partie. „Mein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen, mal an der Bremer Brücke vor so einer Kulisse zu spielen“, sagte der 22-Jährige, der beim VfR Voxtrup das Fußballspielen gelernt hat.

„Wir haben das überragend gespielt, super kompakt gestanden“, sagte Gust, der nach 67 Minuten beim Oberligisten eingewechselt wurde – und einige Male im Zweikampf an Konstantin Engel förmlich abprallte. „Wie die ihren Körper einsetzen, ist schon stark, da ist nichts unbedacht – schwierig, da an den Ball zu kommen“, so Gust, der mit Familie und Freunden, die alle das Spiel im Stadion verfolgt haben, gemütlich den Abend bei ein paar Bierchen ausklingen ließ.

Gut drauf war nach der Partie auch Jules Reimerink, der beim 1:0 erst im zweiten Versuch ins leere Tor traf, nachdem er zuvor am Pfosten gescheitert war. „Der Ball kam so angehoppelt und ist auf meinen falschen Fuß gefallen. Den zweiten Versuch konnte ich dann mit meinem starken rechten Fuß machen“, grinste der Linksaußen. „Ich habe es für die Fans ein bisschen spannend gemacht – mit meiner Vorlage auf mich selbst“, schob er scherzend nach.

„Gut, dass er ihn noch reingemacht hat. Ich hatte zuvor schon zum Jubeln abgedreht“, gab Christian Groß zu: Der zentrale Mittelfeldspieler des VfL hatte das Tor mit energischer Zweikampfführung gegen Tino Schröder und seinem Abschluss eingeleitet. „Wir sind geduldig geblieben, standen gut und haben gut verteidigt“, nannte Groß als Schlüssel für die Überlegenheit des VfL. „Wir wissen ja, was hier los ist, wenn DFB-Pokal ist. Deshalb freuen wir uns, dass wir unseren Fans das wieder bieten können“, so Groß, der zudem auf die fünf Partien hinwies, die dem VfL verbleiben, um in der 3. Liga noch einmal oben anzugreifen – wobei der 28-Jährige am Samstag gegen Aalen gesperrt fehlen wird.

„Ich werde zum Training vor dem Aalen-Spiel mit einem Lächeln kommen“, sagte Ahmet Arslan auf die Frage, ob das gesicherte DFB-Pokal-Ticket Kräfte frei setzen könnte im Saisonendspurt. Der Spielmacher hatte in der 90. Minute per Freistoß ins Torwarteck den Deckel auf die Partie gemacht. Auf die Frage, ob er beim Stand von 0:0 mit fortschreitender Spielzeit nervöser geworden ist, sagte er: „Auf dem Platz denke ich nicht nach. Ich versuche, immer 100 Prozent zu geben, weil ich weiß: Dann sind wir schwer zu schlagen.“ Klingt nach einem guten Motto für den Endspurt.


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