VfL-Profi im Interview Willers: Noch kein neuer Vertrag – da bin ich sehr entspannt

Von Susanne Fetter

Enttäuscht: Tobias Willers in Frankfurt. Foto: Moritz FrankenbergEnttäuscht: Tobias Willers in Frankfurt. Foto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. 1:1 hat der VfL Osnabrück am Ostersonntag beim FSV Frankfurt gespielt. Tobias Willers, der am Ostermontag den freien Nachmittag zu einem Kurzbesuch bei seinen Eltern nutze, war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Im Interview spricht der 29-Jährige auch über das Spiel im Landespokal gegen Arminia Hannover und seine Vertragssituation.

Herr Willers, gab es Ostern Trost bei der Familie?

Nein. Das 1:1 in Frankfurt war zwar enttäuschend, weil wir dort eigentlich die Niederlage gegen Halle wieder gut machen wollten, aber Trost habe ich nicht gebraucht. Wir sind trotzdem in der Liga noch gut dabei.

Der VfL hatte zuletzt einige Durchhänger, die Konkurrenz hat aber auch gepatzt. Wundert es Sie manchmal, dass die Aufstiegsplätze noch so nah sind?

Ich schaue eigentlich nicht auf die Tabelle.

Moment, Sie haben mit dem Thema angefangen.

(lacht) Das stimmt. Natürlich schauen wir drauf. Aber ich sitze jetzt nicht die ganze Zeit da und prüfe alle zwei Stunden, ob sich da was getan hat.

Hier geht es zum Spielbericht: Mengas Tor – Lichtblick einer rätselhaften Elf des VfL Osnabrück

Aber wie beurteilen Sie die Chancen…

Gut, dass wir gegen Arminia Hannover gewinnen. Das ist für uns erst einmal das Wichtigste. Wir können mit diesem Spiel in den DFB-Pokal einziehen. Letzte Saison haben wir das im Halbfinale in Egestorf/ Langreder nicht geschafft. Wir sind alle motiviert, das soll uns nicht wieder passieren.

Sie wurden in dieser Saison schon viel kritisiert. Wie gehen Sie da mit um?

Ich versuche, mich von äußeren Einflüssen frei zu machen. Ich lese kaum, was in der Zeitung oder im Netz steht. Ich bin sehr selbstkritisch. Aber über meine Leistung spreche ich nur mit den Leuten, die mir wichtig sind – meinen Eltern, meinem Trainer, zwei, drei Teamkollegen und ein paar Freunden.

Weiterlesen: Die VfL-Spieler in der Einzelkritik

Mit den Medien sprechen Sie kaum.

Ich stehe einfach nicht gerne im Mittelpunkt, deshalb gebe ich kaum Interviews. Außer nach dem Spiel gegen Bremen. Da habe ich einen Fehler gemacht, für den ich Verantwortung übernehmen wollte. Ich wollte nicht, dass andere dafür geradestehen müssen.

Ihr Vertrag beim VfL läuft aus.

Ja. Aber ich bin da sehr entspannt.

Weitere Stimmen zum 1:1 beim FSV Frankfurt

Gibt es Gespräche?

Dazu will ich mich nicht äußern. Erst wieder, wenn es etwas zu vermelden gibt.

Es heißt, Saarbrücken hätte an Ihnen Interesse.

Wirklich? Davon habe ich noch nichts gehört. Als ich in Lotte war, hatte ich mal Kontakt zu dem damaligen Trainer.


4 Kommentare