„Wir haben nichts abgeschrieben“ VfL-Stürmer Wriedt: Ich fahre nach Frankfurt, um zu gewinnen

Bleibt kämpferisch: Kwasi Okyere Wriedt (rechts), im Hintergrund: Torwarttrainer Rolf Meyer.Foto: GelhotBleibt kämpferisch: Kwasi Okyere Wriedt (rechts), im Hintergrund: Torwarttrainer Rolf Meyer.Foto: Gelhot

Osnabrück. „Aus meiner Sicht war es schon ein Foul“, sagt Kwasi Okyere Wriedt, Torjäger des VfL Osnabrück, nach der elfmeterreifen Attacke gegen ihn kurz vor Ende der Partie gegen Halle.

Herr Wriedt, wurden Sie kurz vor Ende der Partie elfmeterreif gefoult?

Aus meiner Sicht war es schon ein Foul. Brügmann trifft nicht den Ball, sondern nur mich. Im Video sieht man, dass ich mindestens auf der Linie des Strafraums bin, wenn nicht sogar schon im Sechzehner. Also Elfmeter.

Hätte der VfL denn noch einen Punkt verdient?

Nein. Halle war über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir sind einfach nicht gut ins Spiel gekommen. Wenn, dann wäre es ein glücklicher Punkt gewesen.

Woran liegt es, dass sich der VfL weiter auf einer sportlichen Achterbahnfahrt befindet?

Es fehlt die Konstanz in den Ergebnissen. Wir spielen ja kaum unentschieden. In manchen Spielen hätte uns sicher mal ein dreckiger Punktgewinn weitergeholfen.

Ist der Zug zu den Aufstiegsplätzen abgefahren?

Es sind doch noch sechs Spiele. Wir haben nichts abgeschrieben. Als wir viermal hintereinander verloren hatten, waren wir bei einigen auch nicht mehr auf der Rechnung. Ich fahre nächste Woche nach Frankfurt, um zu gewinnen – und vielleicht eine Serie zu starten.

Wie beurteilen Sie denn Ihren bisherigen Saisonverlauf?

Na ja, in der Hinrunde brauchte ich etwas Zeit, um mich an die Liga zu gewöhnen. Und je mehr Tore ich schieße, desto mehr stehe ich bei den Gegnern im Fokus.

Auf wie viele Treffer wollen Sie denn noch kommen?

Eine persönliche Marke habe ich mir aktuell nicht gesetzt. Das war nur vor der Saison, als ich vor meiner ersten Drittliga-Zeit stand. Die Zahl habe ich schon überschritten.

Welche?

Fünf bis zehn.


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