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Nach 1:2-Niederlage in Wiesbaden VfL Osnabrück in der Einzelkritik: Nur Gersbeck glänzt

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Osnabrück. Der VfL Osnabrück hatte bei der 1:2-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden lange die Chance auf einen Punktgewinn. Das lag vor allem am starken Torhüter Marius Gersbeck, der nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch vom Gegner Lob bekam. Er konnte als einziger glänzen. Die Spieler des Fußball-Drittligisten in der Einzelkritik:

Marius Gersbeck: Hätte der VfL einen oder gar drei Punkte aus Wiesbaden mitgenommen, die Schlagzeile des Tages hätte sicherlich gelautet „Dank Glück und Gersbeck“. Der Torwart zeigte mehrere herausragenden Paraden. Stark unter anderem sein Reflex als er in der 61. Minute einen Kopfball von Pezzoni aus kurzer Distanz parierte. Wirkte stets sicher, war nicht nur beim Elfmeter, sondern auch beim zweiten Gegentreffer machtlos. – Note: 1,5

Kim Falkenberg: Dem Vertreter des gelbgesperrten Nazim Sangaré auf der rechten Seite war bei seinem ersten Spiel in dieser Saison nach langer und schwerer Knieverletzung die mangelnde Spielpraxis deutlich anzumerken. Wollte viel, wirkte aber oft unsicher und hatte vor allem in der Anfangsphase einige Fehlpässe. Hatte es nach acht Monaten Auszeit aber auch nicht leicht in einer gerade nicht stabilen Abwehr und bekommt daher eine halbe Note Bonus. – Note: 4

Marcel Appiah: Sollte nach seiner Rückkehr die Abwehr stabilisieren und machte gleich in der 2. Minute genau das Gegenteil. Spielte Wiesbadens Stürmer Schäffler den Ball direkt in die Füße und hatte Glück, dass dieser nur den Pfosten traf. Kam danach besser ins Spiel, wirkte aber nicht so sicher wie vor seiner Verletzungspause. Hatte Abstimmunsprobleme mit Willers. In der 51. Minute legen beide Mintzel den Ball quasi vor die Füße, beim 2:1 durch Schäffler stehen beide zu weit von Wehens Stürmer entfernt und schauen zu. Hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter bei seinem Foul in der 80. Minute einen Elfmeter gepfiffen hätte. – Note: 4,5

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Anthony Syhre: Hatte gegen Werder Bremens U23 seine Sache ordentlich gemacht und daher in der Innenverteidigung den Vorzug vor Willers erhalten. Wurde in der zehnten Minute nach einem Ballverlust im Mittelfeld in Bedrängnis gebracht, war zu langsam und holte dann als letzter Mann Schwadorf von den Füßen. Dass er den Ball dabei leicht touchierte sah Schiedsrichter Wolfgang Stark als nicht relevant an und gab eine rote Karte der Marke „kann man machen“. Ist wegen des kurzen Einsatzes nicht zu bewerten. Note: –

Alexander Dercho: War entscheidend am Tor des VfL beteiligt als er sich auf der linken Seite durchsetzte und die Flanke in die Mitte schlug. Versuchte einiges, war aber lange nicht so effizient wie noch vor einigen Spielen. Note: 3,5

Konstantin Engel: Sein dritter Einsatz in Folge im Mittelfeld des VfL und doch wirkte er die meiste Zeit wie ein Fremdkörper. Verlor vor der roten Karte von Syhre im Mittelfeld den Ball. Schoss dabei erst den großen Niklas Dams halbhoch an und attackiert dann so ungestüm Schäffler, dass dieser ihn überköpfen konnte und der Ball zu Schwadorf gelangte. Tauchte danach fast völlig ab. Zu wenig für einen, der ein Leistungsträger sein soll. – Note: 5

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Bastian Schulz: Versuchte mehr als Engel das Spiel zu lenken und stopfte auch defensiv Lücken, in dem er viele gute Wege ging. Verschuldete dann jedoch auch zu ungestüme Art den Elfmeter zum Ausgleich. – Note: 4

Marc Heider: Erzielte das Führungstor des VfL und den ersten Treffer der Lila-Weißen nach zwei Spielen ohne Torerfolg. Lief viel und hätte kurz nach der Pause zum VfL-Held des Tages werden können. Den allerdings zugegebenermaßen nicht einfach zu nehmenden Kopfball parierte Wehens Torwart dann auch noch sehr gut. – Note: 3,5

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Michael Hohnstedt: Rannte und ackerte, wie man es von ihm gewohnt ist, wirkte dabei aber manchmal ohne Ziel und Konsequenz. War am Tor des VfL beteiligt, hatte ansonsten aber nur wenig auffällige Szenen. – Note: 4

Kwasi Okyere Wriedt: Nach zehn Minuten war er der einzige Stürmer auf dem Feld und hatte es nicht einfach. Arbeitete gut nach hinten mit, bekam aber kaum Bälle und konnte so auch kaum für Entlastung sorgen. – Note: 4

Kemal Rüzgar: Musste nach der Roten Karte von Syhre weichen, um Platz für Willers zu machen. War daher nicht zu bewerten. – Note: -

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Tobias Willers (ab 11. Minute für Rüzgar): Saß nach seinem Patzer gegen Bremen auf der Bank, allerdings nicht lange. Kam nach dem Platzverweis für Syhre nach zehn Minuten aufs Feld, aber nie so richtig ins Spiel. Wirkte stark verunsichert und stand gefühlt so gut wie immer einen Schritt in der falschen Richtung. Sprang kurz vor der Pause unter einer langen Flanke hindurch und eröffnete so Schäffler eine große Chance. Hatte große Abstimmungsprobleme mit Appiah. Eröffnete mit diesem gemeinsam Mintzel eine gute Möglichkeit und stand wie Appiah beim 2:1-Siegtreffer der Gastgeber zu weit von Schäffler entfernt. – Note: 5,5

Mohamed El-Bouazatti (ab 63 Minute für Falkenberg): Kam für Falkenberg in eine VfL-Mannschaft, die stark unter Druck war. Versuchte, dagegen zu halten. Hatte aber wie alle Flügelspieler das Problem, dass Wiesbaden zu viel über die Außen gelang. – Note: 4

Robert Kristo (ab 74. Minute für Wriedt): Kam noch für eine Viertelstunde als Stürmer in eine Mannschaft unter Dauerbeschuss. Eine undankbare Aufgabe. Ist daher nicht zu bewerten. Note: –


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