Die „neue“ Bremer Brücke Wenn VfL-Legende „Hansi“ Alpert ins Schwärmen gerät…

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Ihr Herz schlägt für die Bremer Brücke (von links): VfL-Museumsleiter Bernhard Lanfer, VfL-Held „Hansi“ Alpert, VfL-Präsident Hermann Queckenstedt, Guido Ullmann (Osnatel) sowie VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Foto: Helmut KemmeIhr Herz schlägt für die Bremer Brücke (von links): VfL-Museumsleiter Bernhard Lanfer, VfL-Held „Hansi“ Alpert, VfL-Präsident Hermann Queckenstedt, Guido Ullmann (Osnatel) sowie VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Hans-Joachim „Hansi“ Alpert brachte es am Mittwoch auf den Punkt: „Für mich hieß das Stadion sowieso immer nur Bremer Brücke.“ Wie die zukünftige Vermarktung der Stadion-Namensrechte aussehen solle, sei genau der richtige Weg. Ein Medientermin mit einer VfL-Legende...

Die Osnatel-Arena ist bekanntlich nach zwölf Jahren Geschichte. Jetzt heißt das Stadion wieder Bremer Brücke. Das dazugehörige Konzept war den Mitgliedern des VfL Osnabrück am Montagabend in der Hauptversammlung präsentiert worden. Jetzt wurden die Medien noch einmal exklusiv aufgeklärt. Mit dabei: die erwähnte Fußball-Legende.

„Ohr verloren“

Und „Hansi“ Alpert, 84 Jahre alt, ließ die überwiegend weit jüngeren Medienkollegen staunen, als er aus dem Nähkästchen plauderte – und „das Gefühl Bremer Brücke“ rüberbrachte. Unvergessen sei dabei natürlich sein Debüt am 20. November 1950 als Stürmer in Osnabrück, „als ich innerhalb von einer Minute beim 5:1 gegen Bremerhaven 93 zwei Tore geschossen habe“. Alpert: „Volles Stadion, Enthusiasmus bis zum Geht-nicht-mehr.“ Richard Hoffmann, „der Spieler, der nach einem Unfall ein Ohr verloren hatte“, sei damals sein großes Idol gewesen. „Junge, du bist zu schnell für den Fußball“, habe ihn Hoffmann gelobt. Egal, der pfeilschnelle „Hansi“ spielte sich in die Herzen der VfL-Fans.

Online-Voting

Nicht zuletzt deswegen gehört er nun auch zur ersten Liste mit VfL-Helden, die auch Baustein des neuen Stadionkonzepts sind. Die Hintergründe erläuterten VfL-Museumsleiter Bernhard Lanfer, Präsident Hermann Queckenstedt und Geschäftsführer Jürgen Wehlend: Zwischen den Pfeilern der „Brücke“ sollen künftig die Fußballhelden des VfL auf großen Flächen rund um das Stadion verewigt werden – gesponsert von regionalen Unternehmen. In einem Online-Voting über www.vfl-museum.de, an dem sich derzeit leider nur die Mitglieder, Dauerkartenbesitzer und Partner des VfL beteiligen dürfen, werden die Helden für die zu vermarktenden Außenfassaden gewählt. Dabei sei die erste Liste (über die bis zum 24. Januar 2017 abgestimmt werden kann – Namen siehe „Zur Sache“) die erste Auswahl, weitere Listen mit weiteren VfL-Helden sollen folgen.

Zum neuen Namensrechte-Konzept gehört auch die beabsichtigte Vermarktung der Tribünenbereiche Nord, Süd und West, „der ,Affenfelsen‘ und die Ostkurve stehen dafür nicht zur Verfügung“, stellte Wehlend noch einmal klar. Angestrebter Ertrag: 500000 bis 600000 Euro pro Saison, „und zwar ligaunabhängig“. Er sei sehr zuversichtlich, dass noch im Laufe der Rückrunde die ersten Partner präsentiert werden können.


Matthias „Mattes“ Billen, geboren 29. März 1909 (verstorben 1989), Mittelstürmer, erster Nationalspieler des VfL (ein Einsatz); Heinz „Schangel“ Flotho, geboren 23. Februar 1915 (verstorben 2000), Torwart, Nationalspieler (ein Einsatz); Adolf „Addi“ Vetter, geboren 18. November 1918 (verstorben 1973), Mittelstürmer, 178 Punktspiele/154 Tore; Reinhard Haseldiek, geboren 26. April 1933, Mittelfeld, 252 Punktspiele/43 Tore; Karl-Heinz Gehmlich, geboren 20. Januar 1921 (verstorben 2000), Mittelfeld, 222 Punktspiele/12 Tore; Hans-Joachim „Hansi“ Alpert, geboren 3. Mai 1932, Außenstürmer, 206 Punktspiele/31 Tore; Heinrich „Heina“ Fiening, geboren 14. Mai 1925, Verteidiger/Mittelfeld, 200 Punktspiele/7 Tore; Erich Gleixner, geboren 1. April 1920 (verstorben 1962), linker Außenläufer, Amateurnationalspieler, Teilnehmer Olympische Spiele 1952, 210 Punktspiele/25 Tore; Hans „Hannes“ Haferkamp, geboren 11. Oktober 1921 (verstorben 1974), Halbstürmer, Nationalspieler (vier Einsätze), 141 Punktspiele/40 Tore; Walter Bulik, geboren 17. September 1933 (verstorben 2007), Abwehr/Mittelfeld, 355 Punktspiele/8 Tore; Horst Borcherding, geboren 8. Oktober 1930 (verstorben 2015), Torwart, 140 Punktspiele/2 Tore; Walter „Charly“ Komorowski, geboren 17. Juli 1926 (verstorben 1988), Stopper, 190 Punktspiele/10 Tore; Theo Schönhöft, geboren 9. Mai 1932 (verstorben 1975), Linksaußen, Nationalspieler (ein Einsatz), 208 Punktspiele/93 Tore; Karl-Heinz „Zorro“ Wöbker, geboren 14. August 1940 (verstorben 2003), Mittelfeld, 200 Punktspiele/22 Tore; Walter Wiethe, geboren 3. März 1940, Stürmer/Verteidiger, 223 Punktspiele/44 Tore; Hannes Kaumkötter, geboren 14. Februar 1949, Mittelfeld, 108 Punktspiele/22 Tore; Willi Mumme, geboren 29. Mai 1946, Außenstürmer, 185 Punktspiele/40 Tore; Eduard „Edu“ Sausmikat, geboren 26. September 1911 (verstorben 1999), Verteidiger; Detlev Hegekötter, geboren 6. Januar 1951, Mittelfeld, 220 Punktspiele/12 Tore; Wolfgang Kaniber, geboren 22. November 1939, Mittelstürmer, 30 Punktspiele/31 Tore; Dirk Gellrich, geboren 12. September 1964, Abwehr, 333 Punktspiele/7 Tore; Ernst-Otto „Ötti“ Meyer, geboren 25. April 1927 (verstorben 2010), Mittelstürmer, 66 Punktspiele/41 Tore.

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