Keine Zeit zu träumen oder trauern VfL Osnabrück und SF Lotte: Gleich die nächste Härteprüfung

Weiter eng beieinander  liegen in der Tabelle SF Lotte mit Tim Gorschlüter (l.) und der VfL mit Jules Reimerink. Foto: Helmut KemmeWeiter eng beieinander liegen in der Tabelle SF Lotte mit Tim Gorschlüter (l.) und der VfL mit Jules Reimerink. Foto: Helmut Kemme

sfe/jka/det Osnabrück/Lotte. Der VfL Osnabrück kann sich nicht auf dem 3:0-Derbysieg ausruhen. Am kommenden Samstag geht es zu Fortuna Köln. Die Sportfreunde Lotte dürfen indes nicht lange trauern. Am Sonntag ist Spitzenreiter MSV Duisburg zu Gast.

Der VfL braucht weiter jeden Punkt, um sich oben festzusetzen

„Jeder Sieg ist schön“, sagte VfL-Trainer Joe Enochs, „aber der schönste Sieg ist immer der nächste Sieg“. Die Lila-Weißen brauchen weiter jeden Punkt, um sich in der Tabelle oben festzusetzen, denn die Rangliste der 3. Fußball-Liga gleicht nach wie vor einem Verschiebebahnhof. „Bis jetzt hat es keine Mannschaft geschafft sich abzusetzen, und ich denke, es wird bis zum Schluss eng blieben“, blickte Kapitän Halil Savran voraus.

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Auf Derbysieg bloß nicht ausruhen

Die Lila-Weißen wissen, wie schnell es gehen kann. Am vorletzten Spieltag holten sie einen Punkt beim VfR Aalen – ein gutes Resultat, aber in der Tabelle rutschten sie trotzdem ab. Mit dem Sieg gegen Lotte kletterte Osnabrück zurück auf den zweiten Rang, aber die Höhenluft verwirrt nach wie vor nicht die Sinne. „Dass wir jetzt da oben stehen ist eine schöne Momentaufnahme, aber nicht mehr. Heute ist keiner auf- und keiner abgestiegen“, sagte Christian Groß.

Gleich fünf Lila-Weiße in der Kicker-Elf des Tages

Deshalb sei auch ein 3:0 im so prestigeträchtigen Derby nicht mehr als ein Sieg. „Zugegeben, ein sehr schöner Sieg für uns und die Fans, aber nächste Woche geht es weiter und da wollen wir dann wieder auswärts drei Punkte holen“, sagte Groß, der mit Halil Savran, Kwasi Okyere Wriedt, Bastian Schulz und Alexander Dercho gleich ein VfL-Quintett in der Elf des Tages der Fachzeitschrift Kicker stellt.

Fortuna Köln als warnendes Beispiel

Ausgerechnet Fortuna Köln wartet auf den VfL. Tabellenplatz neun ist kein Grund für die Lila-Weißen, den Gegner auf die leichte Schulte zu nehmen, der neun Spieltage lang in der Spitzengruppe hielt oder zumindest auf Tuchfühlung zu ihr war. Danach gelangen in sieben Spielen nur zwei Siege, aber die Fortuna trennen gerade mal vier Punkte vom VfL.

Reimerink will gute Erinnerungen an Duell mit Fortuna auffrischen

In der Vorsaison gewann Jules Reimerink mit Regionalligist Viktoria Köln das Finale des mittelrheinischen Verbandspokals gegen die Fortuna. „Das müssen wir nächste Woche einfach noch mal machen“, hat sich der Niederländer mit seinem neuen Klub vorgenommen. Einfach wird es nicht. Das war es auch für die Viktoria nicht, die im Elfmeterschießen gewann.

Die VfL-Bilanz gegen die Rheinländer aufpolieren

Und dann ist da ja auch noch die Statistik. Schon allein ihretwegen ist der VfL gewarnt. Seit dem Aufstieg der Fortuna trafen die Osnabrücker viermal auf die Domstädter. Nur das erste Duell gewann der VfL im Südstadion. Danach ging er dreimal als Verlierer vom Platz. Kapitän Savran war deshalb nach dem 3:0-Erfolg gegen Lotte gut beraten, als er versicherte, dass in der Mannschaft niemand abhebe oder gar zu träumen beginne. „Wir haben ein sehr schweres Spiel vor uns. Fortuna Köln ist die einzige Mannschaft, gegen die wir letztes Jahr zweimal verloren haben“, sagte Savran, „wir wissen, was auf uns zukommt“.

Leistet SF Lotte Schützenhilfe für die Lila-Weißen?

Zum allersten Punktspielduell mit dem MSV Duisburg kommt es am Sonntag (14 Uhr, Frimo-Stadion) indes für die Sportfreunde Lotte. Dann kann der Tabellenvierte Schützenhilfe für den Derbyrivalen VfL leisten, der punktgleich mit den „Zebras“ aufgrund der schwächeren Tordifferenz Zweiter ist.

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Überwintern die Sportfreunde in der oberen Tabellenhälfte?

In erster Linie gilt es aber angesichts der kurzen Entfernung zur unteren Tabellenhälfte, nach nur zwei Siegen aus den letzten acht Punktspielen einen erfolgreichen Hinrundenabschluss einzuleiten. Ähnlich sieht es der MSV nach zuletzt vier Remis und einer Niederlage mit insgesamt nur zwei Treffern.


Das Restprogramm der ersten Vier der 3. Liga bis zur Winterpause:

MSV Duisburg (Tabellen-1./28 Punkte, 16:10 Tore):

So., 4.12. SF Lotte (A)

Sa., 10.12. Fortuna Köln (H)

So., 18.12. FSV Zwickau (A)

VfL Osnabrück (Tabellen-2./28 Punkte, 23:18 Tore):

Sa., 3.12. Fortuna Köln (A)

Sa., 10.12. FSV Zwickau (H)

Sa., 17.12. SC Paderborn (A)

Chemnitzer FC (Tabellen-3./26 Punkte, 27:18 Tore):

Fr., 2.12. Preußen Münster (A)

Sa., 10.12. Jahn Regensburg (H)

Sa., 17.12. Hansa Rostock (A)

Sportfreunde Lotte (Tabellen-4-/25 Punkte, 24:18 Tore):

So., 4.12. MSV Duisburg (H)

So., 11.12. 1. FSV Mainz 05 (A)

Sa., 17.12. 1. FC Magdeburg (H)

(H) = Heimspiel; (A) = Auswärtsspiel