Der VfL in der Einzelkritik Torschütze Savran beim Comeback bester VfL-Spieler

Stürmer Halil Savran war beim VfL Osnabrück der Mann des Tages. Foto: Helmut KemmeStürmer Halil Savran war beim VfL Osnabrück der Mann des Tages. Foto: Helmut Kemme

jka/al Osnabrück. Ein Tor geschossen, eines so gut wie selbst erzielt: Halil Savran war beim VfL Osnabrück der Mann des Tages beim 3:0-Sieg gegen die Sportfreunde Lotte. Der VfL in der Einzelkritik.

Marius Gersbeck wirkte zu Beginn des Spiels noch etwas nervös, fing sich dann aber und hatte seinen Strafraum im Griff. In den entscheidenden Szenen war er zur Stelle und sorgte mit der Parade gegen Bernd Rosinger in letzter Minute dafür, dass der VfL zum sechsten Mal zu Null spielte – Note 2,5

Nazim Sangaré kam nach seiner kurzen Verletzungspause stark zurück, war ein wacher Rechtsverteidiger, der mit seinem Einsatz und seinem Kampfgeist auftrumpfte. Gewann Zweikämpfe und schaltete sich darüber hinaus in die Offensive ein – Note 2

Marcel Appiah ebenfalls ein souveräner Innenverteidiger, der den Großteil seiner Duelle gewann. An der ein oder anderen Stelle mit kleinen Schönheitsfehlern – etwa, als er kurz vor Schluss eine Flanke falsch einschätze, die Rosinger in seinem Rücken als Großchance auf den Fuß bekam – Note 2,5

Anthony Syhre trat in den letzten Wochen auf der Sechserposition vielleicht sogar noch ein bisschen stärker auf als in der Innenverteidigung, was sich manchmal in seinem Stellungsspiel widerspiegelte – Note 2,5

Alexander Dercho wie in den letzten Spielen mit einer starken Vorstellung. Nicht ganz so häufig in der Vorwärtsbewegung wie in anderen Partien, aber seine Vorstöße brachten dafür jedes Mal Gefahr – Note 2

Marc Heider war als Arbeiter und Kämpfer unersetzlich, hinterließ ansonsten aber einen recht unauffälligen Eindruck. Gegen Lotte der Spieler, der am wenigsten sein Potenzial ausschöpfte, Heider haben wir schon mal stärker gesehen – Note 3,5

Bastian Schulz trat als unermüdlicher Fighter in Erscheinung und empfahl sich für einen erneuten Einsatz in der Startelf – Note 2

Christian Groß war gegen seinen Ex-Klub hoch motiviert, suchte Zweikämpfe und gewann sie – Note 2

Jules Reimerink legte Wriedts 1:0 auf und war auch an der Entstehung des 2:0 maßgeblich beteiligt. Zeigte Biss, hatte aber Glück, dass er nach seinem Ohrenziehen und dem Griff ins Gesicht von Neidhart nicht vom Platz flog. Das überhitzte Gemüt gibt Punktabzug – Note 3

Halil Savran warf sich wie gewohnt in die Zweikämpfe, von seiner Verletzungspause war nichts zu sehen. Das 2:0 machte er klasse mit der Hacke, das 3:0 wurde ihm von offiziellen Stellen wie dem DFB und dem Kicker ebenfalls zuerkannt. Arbeitete auch ohne Ball defensiv mit viel Einsatz. Für 80 Minuten reichten die Kräfte, das Mitwirken des Kapitäns war wichtig für den VfL – Note 1,5

Kwasi Okyere Wriedt schoss das 1:0, legte mit Übersicht das zweite Tor auf und machte einen weiteren Entwicklungsschritt: Er behauptete die Bälle in der Spitze länger als sonst. Ein Manko: Bei drei Chancen hatte er einen höheren Sieg auf dem Fuß, aber Wriedt ist ja noch jung und am Anfang seiner Karriere – Note 2

Michael Hohnstedt (ab der 72. Minute im Spiel) ackerte, konnte sich aber nicht mehr entscheidend gegen seinen früheren Klub auszeichnen, auch weil ihm der hoch motivierte Bashkim Renneke (ab 85.) in der Schlussphase beim Abschluss in die Quere kam. Robert Kristo (ab 80.) stürmte noch mit gutem Einsatz, als die Lotter Abwehrbemühungen schon deutlich weniger wurden. Alle drei bekommen aufgrund ihrer Einsatzzeit allerdings keine Benotung mehr.


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