Vereinsfest im Alando-Palais VfL Osnabrück feiert ausgelassen die 16. Lila-Weiße Nacht

Seine Qualitäten zeigte Kwasi Okyere Wriedt auf der Tanzfläche zur Unterhaltung der Kollegen. Foto: osnapixSeine Qualitäten zeigte Kwasi Okyere Wriedt auf der Tanzfläche zur Unterhaltung der Kollegen. Foto: osnapix

Osnabrück. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nach dem 3:0-Heimsieg im Nachbarschaftsduell gegen die Sportfreunde Lotte stand nur wenige Stunden später die 16. Auflage der „Lila-Weißen Nacht“ im Alando-Palais auf dem Programm.

Es bleibt dabei: Wenn die Lila-Weißen zum Vereinsfest bitten, kann kein Gegner gegen den VfL gewinnen. Auch zum 16. Mal blieben die Osnabrücker vor der „Lila-Weißen Nacht“ ungeschlagen. Noch besser sogar: Das brisante Prestige-Derby gegen die Sportfreunde aus Lotte hatten die VfL-Akteure nur Stunden zuvor deutlich für sich entschieden. Das sorgte verständlicherweise für eine ausgelassene Stimmung bei der diesjährigen Feier im Alando-Palais in Osnabrück. „Wir sind froh, dass die Serie nicht gerissen ist, und der Mythos, vor der Feier ungeschlagen sein, weiter Bestand hat“, freute sich VfL-Stürmer Halil Savran. Der Kapitän hatte am Nachmittag mit seinem Doppelpack entscheidenden Anteil daran, dass der Tag nach dem Heimsieg einen krönenden Abschluss fand. „Die Lila-Weiße Nacht hat richtig Tradition. Die Nähe zwischen der Mannschaft und den Fans genießen alle, und sie tut allen gut“, erklärte der 31-Jährige. Nach seiner kurzweiligen Eröffnungsrede wurde der Matchwinner von den Anhängern auch prompt aufgefordert „eine Runde auszugeben“. Das Ergebnis der Aufforderung blieb offen…

Weiterlesen: Reaktionen nach dem 3:0 gegen die Sportfreunde Lotte

Gersbeck tanzt aus der Reihe – zu Helene Fischer

Nicht aber die Bewertung die obligatorischen Tanzeinlagen der Neuzugänge des VfL. Addy Menga hatte regen Kontakt unter der Woche mit den Stadionsprechern Matthias Wellbrock und Carsten Thye, die gewohnt souverän durch das Programm führten. Der Stürmer suchte die Musik aus und die Spieler ließen die Hüften kreisen. Dabei zeigte der eine und andere Akteur, dass er nicht nur auf dem grünen Rasen Rhythmus im Blut hat. Einzig VfL-Schlussmann Marius Gersbeck tanzte zu Helene Fischers „Atemlos“ ein wenig aus der Reihe.

Zeugwart Richter zeigt sein Gesangstalent

Zeugwart Mario Richter, der selbst bei Minus-Temperaturen nur in einem kurzärmligen Shirt zu sehen ist, stellte jedoch alle Profis in den Schatten. Seine Tanz- und Gesangseinlage von „König von Deutschland“ ließen Spekulationen über eine mögliche Sängerkarriere des 44-Jährigen Früchte tragen. Die Band „Thirty Toes“ machte kurze Zeit später bei der Vereinshymne jedoch noch eine bessere Figur – was womöglich an der Liedauswahl gelegen haben könnte.

Derchos Wandel: Vom Linksverteidiger zum Caterer

Im Anschluss hatte „Pharo“ seinen großen Auftritt. Der Hypnosekünstler war schon 2006 auf der Bühne und sorgte im Publikum für ungläubiges Staunen. Steffen und Leon Tigges, Kamer Krasniqi, Ahmet Arslan, Nazim Sangaré und Alexander Dercho hatten sich mutig zur Verfügung gestellt. Dabei war der Linksverteidiger, nachdem er in Hypnose versetzt worden war, felsenfest überzeugt, nicht Fußballer beim VfL zu sein, sondern der Caterer der Mannschaft. „Ich liefere das Essen“, sagte der 29-Jährige und stritt ab, aktiv Fußball zu spielen: „Das wäre schön, wenn es so wäre“, fügte Dercho hinzu.

Hypnose zeigt Wirkung

Dass eins plus zwei gleich vier ist, wurde Krasniqi zu Verhängnis. Die Zahl drei kannte der Youngster plötzlich nicht mehr. Steffen Tigges hingegen konnte sich an die Namen sämtlicher Familienmitglieder erinnern, seinen eigener fiel ihm jedoch nicht mehr ein. Währen dessen klatschte sein Zwillingsbruder unermüdlich mit kreisenden Hüftbewegungen in Trance mehrere Minuten. Für Sangaré wurde „die geilste Nacht in Osnabrück“ auserkoren. Bis auf den Rechtsverteidiger waren alle Anhänger nackt bei der großen FKK-Party; das nahm der 22-Jährige sehr verwundert zur Kenntnis. „Die Show war schon sehr beeindruckend“, gab Savran im Anschluss zu und freute sich schon auf die Berichte der hypnotisierten Kollegen.

Ex-VfL-Spieler Nickenig und Engel feiern mit

Nach dem ganzen „Spuk“ warfen sich die Spieler ins Getümmel und gaben fleißig Autogramme, schossen Fotos oder hielten mit den Anhängern volksnah einen Plausch. Unter die Gäste mischten sich auch Ex-VfLer Konstantin Engel und Tobias Nickenig. „Erst das Spiel gegen Lotte, dann zur Lila-Weißen Nacht – da dachte ich mir, dass ich einfach mal vorbei komme“, grinste „Nicke“ und hob hervor: „Neben Köln, wo ich als Jugendspieler ausgebildet wurde, ist der VfL mein Verein.“ Da die Mannschaft am Sonntag auf freiwilliger Basis zum Auslaufen erscheinen konnte (oder eben auch nicht), feierten die Akteure mit den Fans bis spät in die Nacht.


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