Schubert und Lienen im Gespräch Trainer aus Mönchengladbach und St. Pauli freuen sich auf Osnabrück

Von Sportredaktion

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Osnabrück. Mit Borussia Mönchengladbach und dem FC St. Pauli kommen zwei fußballerische Hochkaräter zum „Osnabrücker Fußballsommer“ am Samstag, 23. Juli. Im Interview sprechen Borussia-Coach André Schubert und Paulis Trainer Ewald Lienen über das Turnier, ihre Eindrücke vom Stadion in Osnabrück und Ziele für die kommende Saison.

Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an die Bremer Brücke in Osnabrück denken?

Schubert: Auch wenn es für Osnabrück kein schöner Tag war, aber natürlich fällt mir da als Erstes das Relegationsspiel von 2009 ein, als ich in meinem vierten Spiel als Profitrainer mit dem SC Paderborn in die 2. Liga aufgestiegen bin.

Lienen: Ich habe einige Male dort gespielt, und das sehr gerne. Es ist ein kleines, enges Stadion mit einer super Atmosphäre vonseiten der Zuschauer – das mag jeder Fußballer. In meiner Karriere musste ich lediglich einmal mit Rot vom Platz, das müsste 1978 in Osnabrück gewesen sein. Ich weiß aber gar nicht mehr, ob die überhaupt berechtigt war, als Treter war ich ja nicht bekannt (lacht).

Welchen Stellenwert nimmt das Turnier in Osnabrück in Ihrer Saisonplanung ein?

Schubert: Für uns ist jedes Testspiel ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Das Turnier in Osnabrück ist der Abschluss der ersten, sehr intensiven Phase, da müssen sich die Spieler noch mal überwinden.

Lienen: Zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaftsspiele ist das Turnier eine sehr gute Möglichkeit, fast alle Spieler an einem Tag gegen zwei starke Gegner an den Start zu bringen. Unser Plan ist es, zwei verschiedene Mannschaften jeweils 60 Minuten spielen zu lassen, was so kurz nach unserem intensiven Trainingslager in Österreich auch unserer Planung entgegenkommt.

Auf welchen Kader darf sich das Publikum freuen?

Schubert: Wir werden mit allen Spielern anreisen, die einsatzbereit sind.

Lienen: Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden Spielern anreisen, haben aber auch ein paar Spieler, die mit Blessuren aus dem Trainingslager zurückgekehrt sind oder aber ihre Rehabilitation aus älteren Verletzungen noch nicht abgeschlossen haben.

Wie kann der Club die vermeintlich hochkarätigen Abgänge kompensieren?

Schubert: Es stimmt, wir haben gute Spieler abgegeben, aber auch gute Jungs geholt. Unsere Aufgabe ist es, alles gut zusammenzufügen und wieder eine gute Mannschaft in die Saison zu schicken.

Lienen: Wir haben uns mit sehr guten Jungs verstärkt. Mit Aziz Bouhaddouz und Marvin Ducksch haben wir zwei Angreifer verpflichtet, die ihre Torgefahr bereits unter Beweis gestellt haben. Sie werden unser Offensivspiel beleben. Mit Christopher Avevor haben wir einen zweikampfstarken Sechser, mit Vegar Eggen Hedenstad einen schnellen und technisch starken Außenverteidiger dazugeholt. Richard Neudecker hat sein Potenzial bei 1860 München auch schon aufblitzen lassen können, und Jacob Rasmussen ist ein hoffnungsvolles Talent.

Zum Saisonziel: Ist der Platz vier aus der Vorsaison wiederholbar?

Schubert: Platz vier war für Borussia – zumal nach dem schlechten Saisonstart – ein herausragendes Ergebnis. Hier wissen alle, dass das nicht selbstverständlich ist. Die Vereinsführung hat eine in Anbetracht der Konkurrenz realistische Zielsetzung, das ist ein einstelliger Tabellenplatz. Und wenn von den Konkurrenten jemand schwächelt, dann wollen wir da sein und auch gerne um die Europapokalplätze mitkämpfen.

Lienen: Das weiß ich nicht, aber wir orientieren uns auch nicht im Vorfeld an Tabellenplätzen, die wir erreichen können oder wollen. Wir haben immer das Maximalziel, möglichst jedes Spiel gewinnen zu wollen. Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln, auf dem Platz eine geschlossene Einheit darstellen und uns so gut wie möglich auf jedes einzelne Spiel vorbereiten. Am Ende werden wir sehen, wofür es gereicht hat.

Wenn Sie auf die Clubs der 3. Liga in der neuen Saison schauen: Wie beurteilen Sie die Leistungsstärke beziehungsweise Leistungsdichte in dieser Liga?

Schubert: Die letzte Saison hat gezeigt, wie unglaublich ausgeglichen die 3. Liga ist. Wer hier in die 2. Liga aufsteigen will, muss extrem konstant auf hohem Niveau spielen. Es gibt ein Dutzend Mannschaften, die das schaffen können – und dazu gehört für mich auch der VfL Osnabrück.

Lienen: Wie die 2. Bundesliga ist auch die 3. Liga mit etlichen Traditionsvereinen gespickt. Die Qualität ist sehr hoch, was die Liga auch sehr interessant macht.


„Osnabrücker Fußballsommer“ am Samstag, 23. Juli 2016, VfL-Stadion an der Bremer Brücke:

Eintrittspreise

Sitzplatzkarten kosten für Vollzahler 32 Euro, für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 18 Euro. Stehplätze sind für 17 Euro (ermäßigt 14, Kinder 9). Rollstuhlfahrer zahlen 14 Euro. Wichtig: Die Sitzplatzkarten sind nicht nummeriert, es herrscht freie Platzwahl. Die Stehplatzbereiche sind für die Fans reserviert: Die VfL-Fans sind in der Ostkurve, Pauli-Fans im Gästeblock West und die Borussen im Heimbereich der Westtribüne.

Spielplan und Regeln

15.30 Uhr: VfL Osnabrück – Cardiff City

16.45 Uhr: FC St. Pauli – Cardiff City

18 Uhr: FC St. Pauli – Borussia Mönchengladbach

19.15 Uhr: VfL Osnabrück – Borussia Mönchengladbach

Jedes Spiel dauert 60 Minuten; bei unentschiedenem Spielstand gibt es ein Elfmeterschießen. Der Sieger des Turniers ist der Verein mit den meisten Punkten; bei Punktgleichheit entscheidet die Tordifferenz.

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