Enttäuschung auf beiden Seiten Chemie zwischen VfL und Marcos Álvarez vergiftet

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Maßlos enttäuscht: Marcos Alvarez. Foto: KemmeMaßlos enttäuscht: Marcos Alvarez. Foto: Kemme

Osnabrück. Die Chemie zwischen dem VfL Osnabrück und seinem ehemaligen Offensivspieler Marcos Álvarez ist offensichtlich endgültig vergiftet: Der Spieler ist maßlos enttäuscht über das Verhalten seines Noch-Arbeitgebers (bis Ende Juni), der VfL kann diese Enttäuschung nur sehr bedingt nachvollziehen.

Nach seinem Kreuzbandriss am 7. Mai in der Drittliga-Partie beim Chemnitzer FC arbeitet Álvarez an seinem Comeback – das allerdings noch einige Monate dauern wird. „Wenn der VfL wirklich gewollt hätte, dass ich nach meiner Verletzung noch einmal für ihn auflaufe, dann hätte man mir ein anständiges Angebot gemacht“, sagt der 24-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Allein als „symbolisches Signal“ hätte er sich einen Jahresvertrag vom VfL gewünscht. Finanziell sei er momentan ohnehin über die Berufsgenossenschaft abgesichert, da würde der Verein bei einem Vertrag nicht mal das finanzielle Risiko tragen.

Der sportliche Leiter des VfL, Lothar Gans, schüttelt bei diesen Aussagen nur den Kopf: Álvarez habe am 21. April, also vor seiner schweren Verletzung, bereits ein lukratives Angebot für die 2. Liga und auch für die 3. Liga erhalten. Der Spieler und sein Berater hätten aber überhaupt nicht auf dieses Angebot reagiert. Stattdessen sei Álvarez Anfang Mai in Dresden gewesen, um dort mit Sportdirektor Ralf Minge zu verhandeln. Gans: „Ralf Minge hat mich anschließend über dieses Gespräch informiert.“ Von Spielerseite habe er keine Infos über diesen Besuch in Dresden erhalten. Erst einige Tage später sei von Álvarez die Aussage gekommen, dass er unbedingt 2. Liga spielen wolle, das müsse der VfL doch verstehen.

Wenn Álvarez jetzt einen „symbolischen Vertrag“ erwarte, dann verkenne der Fußballer die Realität: „Im harten DFB-Auflagengeschäft gibt es keine Symbolik.“ Der VfL habe knallharte finanzielle Grenzen einzuhalten.


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