Streit um Walpurgis erledigt VfL Osnabrück und Lotte: Einigung perfekt

<em>Alle Unklarheiten beseitigt:</em> Maik Walpurgis ist und bleibt Trainer des VfL Osnabrück. Foto: Helmut KemmeAlle Unklarheiten beseitigt: Maik Walpurgis ist und bleibt Trainer des VfL Osnabrück. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Einigung zwischen den Nachbarvereinen Sportfreunde Lotte und VfL Osnabrück im Streit um den Fußballlehrer Maik Walpurgis ist perfekt. Der Drittligist zahlt eine Ablöse an den westfälischen Regionalligisten, außerdem wurden zwei Freundschaftsspiele vereinbart.

Was sich bereits am Wochenende abgezeichnet hatte , wurde am Montag auf beiden Seiten schriftlich fixiert, wie VfL-Präsident Christian Kröger mitteilte. „Mein Dank gilt den Sportfreunden Lotte. Wir freuen uns, dass wir eine Einigung erreichen konnten“, sagte Kröger und versprach: „Wir werden alles tun, um dauerhaft ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu pflegen. Dazu sollen und werden auch die vereinbarten Freundschaftsspiele ihren Teil beitragen.“

Die Verständigung entwickelte sich in Verhandlungen über den Vergleichsvorschlag, den der vom DFB mit dem Schlichtungsverfahren beauftragte Götz Eilers erarbeitet am Freitag vorvergangener Woche vorgelegt hatte.

Damit kann auch der Kontrollausschuss des DFB, den die Lotter angerufen hatten, auf seine Ermittlungen verzichten, die für den Fall des Scheiterns der Schlichtung in dieser Woche begonnen hätten. Auch die für diesen Dienstag vor dem Arbeitsgericht Rheine anberaumte Verhandlung ist damit hinfällig.

Zu den Einzelheiten der Vereinbarung wollte keine der beteiligten Seiten etwas sagen. Der VfL hatte zu einem frühen Zeitpunkt 50000 Euro Ablöse angeboten, von den Lottern soll es zunächst eine Forderung von über 150000 Euro gegeben haben. Nach unseren Informationen zahlt der VfL nun einen Betrag von vermutlich 60000 Euro; dazu kommen zwei Freundschaftsspiele, je eins in Osnabrück und in Lotte. Für die Partie in der Osnatel-Arena, die die größere Kulisse anlocken wird und zuerst stattfinden soll, dürfte den Sportfreunden eine Einnahmegarantie zugesichert worden sein.

Für die Existenz einer Art Erfolgsprämie, die den Lottern im Fall eines Aufstiegs des VfL in die 2. Bundesliga zustehen soll, gibt es keine Belege.

In der Woche nach dem unglücklichen Scheitern in den Aufstiegsspielen gegen RB Lepizig hatte Kröger den Kontakt zu Walpurgis intensiviert und öffentlich bestätigt, dass es sich um den „Wunschtrainer“ handele. Während sich der Fußballlehrer auf eine mündlich verabredete Ausstiegsklausel berief, bestanden die Sportfreunde mit ihrem Obmann Manfred Wilke als starkem Mann auf der Erfüllung des bis zum 30. Juni 2014 datierten Vertrag.


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