Dirk Lellek wurde nur 52 Jahre alt Ex-Profi des VfL Osnabrück verstorben: Dirk Lellek

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hp Oldenburg. Überraschende Todesnachricht aus Oldenburg: Im Alter von nur 52 Jahren ist Dirk Lellek verstorben. Das meldet die „Nordwest-Zeitung“. Der ehemalige Fußballprofi spielte von 1990 bis 1992 beim VfL Osnabrück.

Dirk Lellek lebte mit seiner Familie in Ahlhorn. Über die Ursache seines plötzlichen Todes wurde nichts bekannt. Der 52-Jährige hinterlässt Ehefrau Regina sowie die Söhne Dennis und Daniel. Noch am vorvergangenen hatte er seinen Sohn Daniel im Spiel für den Ahlhorner SV gegen TuS Heidkrug zugeschaut.

Lellek feierte schon in jungen Jahren einen Titelgewinn: 1985 gehörte er zur Amateurmannschaft von Werder Bremen, die Deutscher Meister wurde. Beim 3:0 gegen den DSC Wanne-Eickel erzielte er das erste Tor; im Team von Trainer „Kalli“ Kamp standen auch die späteren Top-Profis Frank Ordenewitz, Gunnar Sauer, Dieter Eilts und „Jimmy“ Herrmann.

Der damals 21-Jährige Lellek hatte sein Debüt in der Bundesligamannschaft, die von Otto Rehhagel trainiert wurde, schon hinter sich und galt als großes Talent.

Es folgte eine wechselvolle Profilaufbahn, die erst 1997 endete. Nach Stationen bei den Zweitligisten Hertha BSC, Viktoria Aschaffenburg und VfB Oldenburg kam er 1990 von Eintracht Braunschweig zum VfL Osnabrück. Als gestandener Profi und Abwehrchef fügte er sich auf Anhieb ein und hatte seinen Anteil daran, dass der VfL in jenen turbulenten Zweitligajahren den Abstieg abwenden konnte. Vor allem Trainer Uli Sude setzte auf den 1,97 Meter großen Libero, der in 67 Punktspielen fünf Tore erzielte.

Sein wichtigster Treffer gelang ihm am 9. Juni 1991. Im Abstiegs-Thriller gegen den SV Meppen erzielte er in der 67. Minute nach einer Ecke per Kopf den 2:2-Ausgleich; der VfL gewann durch den legendären Wollitz-Freistoß in letzter Minute mit 3:2 und legte damit den Grundstein zum Klassenerhalt.

Nach einem interessanten und lukrativen Intermezzo beim Schweizer Erstligisten FC Basel spielte Lellek für den VfB Oldenburg, SV Wilhelmshaven und Kickers Emden, ehe er seine Karriere 1997 beendete.

Der Familienvater, der sich beruflich in der Erwachsenenbildung etablierte, trainierte diverse Amateurvereine, zuletzt den STV Barßel. Seit über 20 Jahren war Lellek in Ahlhorn ansässig. Der Einstieg in das professionelle Trainergeschäft kam für ihn nie in Frage; die Jobs beim FC Oberneuland und VfB Oldenburg waren nicht von Dauer.

Sein vier Jahre jüngerer Bruder Jens wurde ebenfalls bei Werder Bremen ausgebildet, schaffte den Sprung in den Bundesligakader, spielte aber viele Jahre in der 2. Mannschaft. Auch er wurde Deutscher Amateurmeister: Mit Werder holte er 1991 den Titel.


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