Umworbener VfL-Manager Jürgen Wehlend bestätigt Interesse von Dynamo Dresden

Umworben: Jürgen Wehlend, Geschäftsführer des VfL Osnabrück (l.), hier an der Seite von Präsident Hermann Queckenstedt. Foto: Helmut KemmeUmworben: Jürgen Wehlend, Geschäftsführer des VfL Osnabrück (l.), hier an der Seite von Präsident Hermann Queckenstedt. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Jürgen Wehlend, Geschäftsführer des VfL Osnabrück, hat das Interesse der SG Dynamo Dresden bestätigt, ihn in gleicher Funktion unter Vertrag zu nehmen.

„Es gab am Dienstag eine Anfrage aus Dresden, ob ich mir vorstellen könne, den Posten des Geschäftsführers zu übernehmen. Ich habe daraufhin sofort die Leiter unserer Gremien, Präsident Hermann Queckenstedt und den Aufsichtsratsvorsitzenden Olaf Becker, über dieses Interesse aus Dresden informiert“, sagte Wehlend unserer Redaktion.

Inwieweit es zu Verhandlungen mit den Sachsen kommen wird, ließ der 48-jährige Wehlend offen. „Das Interesse von Dynamo kann ich bestätigen, alles andere wird sich zeigen. Ich bitte um Verständnis darum, zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht mehr sagen zu können“, meinte der frühere Telekommunikationsmanager.

„FC Bayern des Ostens“

Wehlend stammt gebürtig aus Dresden-Mitte und verfolgt dementsprechend mit großem Interesse die Entwicklung beim Traditionsclub: „Unser Sportkoordinator Lothar Gans sagt immer, Dynamo sei der FC Bayern des Ostens. Da ist sicherlich etwas dran, es gibt dort erhebliches Potenzial.“ Umso mehr, nachdem der Verein seit Beginn der Woche als schuldenfrei gilt. Der bisherige Geschäftsführer Robert Schäfer wechselte zu Fortuna Düsseldorf in die 2. Bundesliga. (Hier geht es zu einem Bericht über Robert Schäfer )

Die Dresdener stehen unmittelbar vor die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Sie führen mit einem Vorsprung von neun Punkten auf Erzgebirge Aue und zwölf Zählern auf den Relegationsplatzinhaber VfL Osnabrück die Drittliga-Tabelle an. Mit einem Zuschauerschnitt von 26.910 freut sich das Team von Trainer Uwe Neuhaus über einen sensationellen Zuspruch.

Vertrag beim VfL bis 2018

Wehlends Vertrag als Geschäftsführer der VfL Osnabrück GmbH & Co KGaA wurde unlängst bis 2018 verlängert. Ob es eine Ausstiegsklausel gibt, wollte er nicht kommentieren. „Über Vertragsinhalte rede ich nicht“, stellte Wehlend klar. Seine Leistungen in Zusammenhang mit der Sanierung des VfL sind bundesweit beachtet worden. Aus der Stadt an der Elbe war zu hören, dass Wehlend aufgrund seiner Dresdener Wurzeln sehr gute Karten besitze. Als zweiter heißer Kandidat gilt der 38-jährige Marco Stenger, dessen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern zum Saisonende ausläuft.


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