Kandidat bei Dynamo Dresden? VfL Osnabrück will umworbenen Wehlend nicht ziehen lassen

Verlässt er den VfL Osnabrück? Jürgen Wehlend soll ein Kandidat für den Geschäftsführerposten bei Dynamo Dresden sein. Archivfoto: Michael GründelVerlässt er den VfL Osnabrück? Jürgen Wehlend soll ein Kandidat für den Geschäftsführerposten bei Dynamo Dresden sein. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Verliert der VfL Osnabrück seinen Geschäftsführer? Jürgen Wehlend wird als Kandidat für den Geschäftsführerposten bei Dynamo Dresden gehandelt.

Wehlend zähle zu den Kandidaten für den Posten bei Dynamo, berichtet die „Bild“. Quellen für diese Gerüchte nennt die Zeitung nicht. Für Wehlend wäre Dresden eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Der VfL-Geschäftsführer ist dort geboren und hat dort auch berufliche Erfahrungen gesammelt. Er würde als neuer Dynamo-Geschäftsführer – Stand jetzt – bei einem Zweitligisten arbeiten.

Wehlend war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er den VfL verlassen wird, wie auch Vizepräsident Uwe Brunn meint: „Wir haben bisher sehr gut zusammen funktioniert und sind von seiner Arbeit überzeugt. Nicht zuletzt deswegen haben wir ja den Vertrag bis 2018 verlängert. Und das kann ich offiziell sagen: Wir würden ihn aus diesem Vertrag auch nicht entlassen“, sagte die Torwart-Legende und ergänzte: „Verständlich, dass er als einer mit Dresdener Wurzeln bei Dynamo gehandelt wird. Und das schmeichelt ja auch seine Arbeit. Aber uns ist nicht bekannt, dass er mit Dresden verhandelt. Wir sehen das sehr entspannt.“

Auch Marco Stenger Kandidat

Als weiteren Kandidaten für den Posten nennt die „Bild“ Marco Stenger, der zur Zeit Manager beim 1. FC Kaiserslautern ist. In der Pfalz arbeitet er mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz zusammen, der jedoch bereits seinen Rücktritt zum Saisonende verkündet hat – für die Zeitung ein Hinweis darauf, dass auch Stenger den Klub verlassen könnte.

Der Verein will keine Zeit verlieren. Die „Bild“ zitiert Dynamo-Aufsichtsratschef Jens Heinig wie folgt: „Die Suche nach einem Nachfolger von Robert Schäfer läuft intensiv. Wir befinden uns bereits in konkreten Gesprächen mit Kandidaten.“

Die Stelle des Geschäftsführers bei Dynamo Dresden ist seit dem Abgang Schäfers unbesetzt. Schäfer ist seit Dienstag Vorstandsvorsitzender des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Zu dessen Abschied hatte der Verein am Montag bekannt gegeben, erstmals seit 25 Jahren schuldenfrei zu sein. Am Montag sei die letzte Rate in Höhe von 2,2 Millionen Euro an den Leipziger Unternehmer Michael Kölmel überwiesen worden, hieß es. Unter Führung Schäfers hat der Verein damit in den vergangenen zwei Jahren 5,8 Millionen Euro Schulden getilgt.

Ein gutes Händchen bei Finanzen sind auch Eigenschaften die VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend nachgesagt werden. Er war maßgeblich am Schuldenschnitt mit Besserungsvereinbarung beteiligt. Vorangegangen war ein langer und schwieriger Prozess. Doch letztlich hat der VfL seit Anfang März finanziell etwas größeren Spielraum.


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