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2:2 gegen Großaspach VfL Osnabrück kassiert Ausgleich in der 90. Minute

Von Malte Schlaack und Benjamin Kraus


Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat einen Heimsieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach knapp verpasst. Das Spitzenspiel der 3. Liga endete 2:2 (1:1), wobei die Gäste den Ausgleich erst in der 90. Minute erzielten. Für den VfL erzielte David Pisot beide Tore per Foulelfmeter.

Wie erwartet waren Christian Groß und Kim Falkenberg nach ihren Gelbsperren in die Startformation zurückgekehrt, Sofien Chahed und Lars Bleker saßen dafür wieder auf der Bank. Bei den Gästen aus Großaspach fehlte neben Tobias Schröck auch Torjäger Pascal Breier (11 Treffer). Das Spiel nahm direkt Fahrt auf. Nach drei Minuten hatten die Gäste die erste Chance. Nach einem Abspielfehler von Keeper Schwäbe hatte Rühle vermeintlich freie Bahn, wurde aber noch rechtzeitig von der VfL-Defensive gestoppt. Sowohl für Schwäbe, als auch den Rest der Mannschaft offenbar der richtige Wachmacher. In der Anfangsphase holte sich die Mannschaft mit viel Ballbesitz die nötige Sicherheit für ihr Spiel und tastete sich langsam nach vorne. Die ersten Abschlüsse von Syhre und Sembolo in der 10. Minute wurden aber noch geblockt.

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Ausgeglichenes Spiel auf ordentlichem Niveau

Die nächste größere Torchance hatten wieder die Gäste, Rennekes Schuss aus recht spitzem Winkel ging jedoch am Tor vorbei (19.). Insgesamt büßte die Partie das Tempo des Anfangs etwas ein, Großaspach stand recht defensiv, der VfL fand nur selten eine Lücke und kam so kaum zum Tor durch. So war es ein ausgeglichenes Spiel auf ordentlichem Niveau, in dem Kapitän Willers den nächsten Schuss für die Gastgeber hatte (30.), der für Gäng allerdings kein Problem darstellte. Drei Minuten später lag der Ball dann zwar im Großaspacher Tor, doch Savrans Treffer wurde zurückgepfiffen, nachdem Sembolo Gäng bei der Flanke zuvor regelwidrig behindert hatte. Im Gegenzug musste Schwäbe dann erstmals richtig eingreifen. Bei einem scharfen Schuss von Rizzi war der VfL-Keeper zur Stelle und lenkte den Ball an die Latte.

Zwei Tore vor der Pause

In der 41. Minute dann die Führung für Großaspach. Schiek hatte auf der rechten Seite viel Raum und kam so zur Flanke, die Renneke in der Mitte trotz Bedrängnis per Kopf verwertete. Der VfL erholte sich schnell von dem Schock. Nachdem Ornatelli kurz zuvor noch eine Ecke scharf zum Tor gezogen hatte und Gäng mit dem Fuß zur Stelle war, stand der Gästekeeper in der Nachspielzeit wieder im Fokus. Mit vollem Körpereinsatz räumte er Sembolo ab, der benommen am Boden liegenblieb und mit einer Ellenbogenverletzung ausgewechselt werden musste, für ihn kam Tigges in die Partie. Positiv aus Sicht des VfL: Es gab Elfmeter, den Pisot sicher ins linke untere Ecke verwandelte. Nach einem Wortgefecht mit Schiedsrichter Schult musste Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm die zweite von der Tribüne aus verfolgen.

Chancen im Minutentakt nach der Pause

Die zweite Halbzeit begann direkt wieder mit einem Treffer des VfL, der aber erneut zurückgepfiffen wurde. Nach einem Freistoß von Ornatelli stand Savran bei seinem Kopfballtor im Abseits. Die Gäste kamen auch diekt zu ihrer ersten Chance, doch Rizzi traf seinen Volley nicht richtig und der Ball ging am Tor vorbei. Es war also direkt wieder Tempo im Spiel und in der 53. Minute zeigt Schwäbe erneut seine ganze Klasse. Nach einem Freistoß der Gäste, der per Kopf verlängert wurde war der VfL-Keeper schnell unten und parierte stark. Im Minutentakt ging es jetzt weiter: Ornatelli scheiterte mit seinem strammen Schuss an Gäng (56.), bei Rühles Schlenzer war Schwäbe wieder zur Stelle (58.). Das Spiel war nun völlig offen, aber auch nicht frei von Hektik. Der VfL leistete sich in Spielaufbau und Passspiel einige Ballverluste und bekam so nur schwer Ruhe rein.

Ausgleich in der 90. Minute

Die Gäste nutzten das, setzten die Osnabrücker unter Druck und waren Mitte der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Röttgers Schuss ging knapp über das Tor, (66.), in der Folge versuchte der VfL, das Spiel wieder etwas zu beruhigen. Entlastung gab es in Form einer Ecke, in deren Anschluss Pisot zum Abschluss kam. Großaspach blieb weiter vor allem bei Freistößen aus dem Mittelfeld gefährlich. Das Tor fiel dann aber doch auf der anderen Seite - und wieder war es ein Elfmeter. Groß hatte sich im Strafraum schön durchgesetzt und war von Gehring zu Fall gebracht worden. Pisot behielt erneut die Nerven und setzte den Strafstoß wieder in die linke untere Ecke (82.).Bei einem unsauber ausgespielten Konter vier Minuten später verpasste der VfL die Entscheidung. Das sollte sich rächen: In der 90. Minute verteidigten die Gastgeber zu passiv, Gehring hatte nach einer Hereingabe von der rechten Seite im Strafraum zu viel Platz und erzielte mit einem trockenen Schuss ins linke Eck den Ausgleich. Es war der verdiente Endstand in einem guten Spitzenspiel, der durch den späten Ausgleich aber natürlich einen bitteren Beigeschmack für den VfL hat.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.


VfL: Schwäbe - Falkenberg, Willers, Pisot, Hohnstedt - Ornatelli, Syhre, Groß (84. Chahed), Kandziora (71. Odenthal) - Sembolo (46. Tigges), Savran.

Großaspach: Gäng - Schiek, Leist, Gehring, Lorch (76. Kienast) - Renneke, Rizzi, Hägele, Dittgen (73. Binakaj) - Rühle, Röttger (70. Ngankam).

Tore: 0:1 Renneke (41.), 1:1 Pisot (45., FE), 2:1 Pisot (82., FE), 2:2 Gehring (90.)

Gelb: Willers, Savran, Kandziora/Renneke, Röttger, Gäng, Schiek, Gehring

Zuschauer: 8675.

Schiedsrichter: Patrick Schult (Hamburg).

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