Viel Lob nach 1:1 gegen Qäbälä VfL Osnabrück-Trainer Enochs: Ein unglaubliches Spiel von uns

Von Christian Detloff

Torschütze zum Ausgleich: Innenverteidiger David Pisot (am Ball), dem Rashad Sadicov (Qäbälä) zuschaut. Foto: KöhnTorschütze zum Ausgleich: Innenverteidiger David Pisot (am Ball), dem Rashad Sadicov (Qäbälä) zuschaut. Foto: Köhn

Osnabrück/Belek. „Super Wetter, super Bedingungen, alle haben klasse mitgezogen“. Ins Schwärmen geriet Joe Enochs als Coach des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück, als er nach der letzten Einheit und vor dem Abflug gen Heimat seine Bilanz des Trainingslagers im türkischen Belek zog.

Während die übrigen Spieler Ballbesitz in Überzahl und Unterzahl trainierten, regenerierten sich die Akteure der Lila-Weißen vornehmlich beim Abschluss am Vormittag, die am gestrigen Samstag beim 1:1 (0:0) gegen den Europa-League-Teilnehmer FK Qäbälä laut Enochs „ein unglaubliches Spiel“ abgeliefert haben. „Schön zu sehen, dass wir gegen einen solch starken Gegner, der nicht mit der zweiten Reihe antrat, so gut mithalten konnten“, lobte der Fußballlehrer. Das Unentschieden „im ausgeglichenen und richtig intensiven Spiel, das wir teilweise sogar kontrollieren konnten“, sei verdient gewesen.

Addy Menga (38.), Halil Savran (42.) und Massimo Ornatelli im Nachschuss hatten in der ersten Halbzeit die größten Chancen für den VfL Osnabrück vergeben, der in Marvin Schwäbe einen starken Rückhalt hatte. Durch den 0:1-Rückstand mit dem Treffer des bosnisch-herzegowinischen Stürmer Ermin Zec (58.) ließ sich der Drittligist nicht aus dem Konzept bringen. Nachdem der eingewechselte Stürmer Francky Sembolo auf Steilpass von Alexander Dercho, der von Enochs nicht nur wegen seines enormen Laufpensums ein Sonderlob erhielt, gescheitert war, schlug beim anschließenden Eckstoß die Stunde von David Pisot. Der Innenverteidiger stand am zweiten Pfosten goldrichtig und schloss eiskalt ins lange Eck ab (83.).

( Lesen Sie auch unseren Vorbericht auf das Testspiel gegen den FK Qäbäla )

Neben Schwäbe (für Frank Lehmann) war Menga (für Marcos Alvarez) gegenüber dem 2:0 am Mittwoch gegen den FC Wil (Schweiz) in die Startelf gerückt. „Addy hat es sehr gut gemacht“, sagte Enochs. „Aber auch Alvarez und Sembolo haben nach ihrer Einwechslung im Angriff überzeugt.“

Nicht nur für den Sturm gilt: „Die Mannschaft ist vom Niveau her noch enger zusammengerückt. Sehr viele haben sich richtig angeboten – das gilt auch für die Jungen. Meine Spieler machen es mir enorm schwer, was die Zusammenstellung des Kaders und der Startelf gegen Aalen betrifft.“ Am kommenden Samstag (14 Uhr, Osnatel-Arena) startet der VfL in die Restrunde der 3. Liga.

Dennoch wäre es nicht verwunderlich, wenn Enochs dann auf die Akteure in der Anfangsformation setzt, die in den letzten Wochen vor der Winterpause als Einheit homogen aufgetreten waren. „Große Überraschungen wird es wohl her nicht geben. Dafür haben die Stammspieler einfach zu gut mitgezogen“, sagt der Fußballlehrer.

Unter besten Bedingungen konnten die Lila-Weißen vor allem an ihrem Spiel mit dem Ball feilen. „Die Probleme, die wir hier gegen den FC Wil noch hatten, gab es gegen Qäbälä nicht mehr. Die Spielzüge mit Abschluss, die wir trainiert haben, hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt“, so Enochs.

( Hier finden Sie unseren Bericht über das Testspiel gegen den FC Wil )

So genannte Teambuildings-Maßnahmen hat es in Belek vergleichsweise wenige gegeben – und das aus gutem Grund. „Die Mannschaft war schon vorher intakt. Wir haben oft dreimal am Tag trainiert und waren genauso oft beim Essen zusammen“, erläutert der Rekordspieler des VfL Osnabrück. „Die Woche hat uns als Gemeinschaft sicher gut getan. Dabei war aber wichtig, den Spielern auch ihre Freiräume zu gönnen.“

Die Spieler haben am heutigen Montag frei, am Dienstag und Mittwoch wird wieder intensiv trainiert. Nach niedriger Belastung am Donnerstag heißt es: Mit voller Konzentration auf den Neustart vorbereiten. „Und am Samstag werden wir da sein“, ist Enochs überzeugt.

VfL Osnabrück: Schwäbe – Falkenberg (83. Bleker), Pisot, Willers, Dercho – Ornatelli (59. Thee), Syhre (75. Krasniqi), Groß (83. Chahed), Hohnstedt (59. Odenthal) – Menga (59. Alvarez), Savran (75. Sembolo). – Tore: 0:1 Zec (58.) , 1:1 Pisot (83.).