Ein Bild von Harald Pistorius
15.12.2015, 20:48 Uhr DIE IDENTITÄT EINES VEREINS

Die Kraft des VfL Osnabrück

Kommentar von Harald Pistorius

Großer Erfolg: Die Lesung des neuen Buches über den VfL Osnabrück, „ Fußlümmel und Lila-Weiße“. Foto: Helmut KemmeGroßer Erfolg: Die Lesung des neuen Buches über den VfL Osnabrück, „ Fußlümmel und Lila-Weiße“. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Lesung des Buches „ Fußlümmel und Lila-Weiße“ in der OsnabrückHalle war ein großer Erfolg. Und sie zeigt, dass der VfL Osnabrück mehr ist als Ergebnisse in der Liga und der Saisonetats. Ein Kommentar zur Vielfalt rund um den VfL Osnabrück.

Der Abend schlägt sich in keiner Tabelle und keiner Bilanz nieder, hat aber doch hohen Wert. 200 Gäste kamen zur Schau um ein Buch über die frühen Jahre des VfL. Der stimmungsvolle Abend war Beweis für die Kraft, die im VfL steckt. (Hier geht es zur Rezension des Buches )

Der VfL stiftet Identität, der VfL weckt Ideen, der VfL motiviert zu Aktionen. Der VfL ist mehr als 1:0 und Saisonetat. Das ist nicht nur der Eindruck eines gelungenen Abends, das ist eine Tendenz.

Lila-Weiße Landschaft rund um den VfL Osnabrück

Rund um den Verein blüht eine lila-weiße Landschaft, in der es nicht nur um Fußball geht: Fans sammeln für Flüchtlinge, Profis besuchen Kindergärten und Krankenhäuser . Ein Museum ist entstanden, es erscheinen Bücher und CDs, ein Kinofilm wurde von Fans mitfinanziert. Die Sonderzug-Aktion „VfL-Express“ macht Furore. Es gibt Fanzines und Blogs, Vorträge und Ausstellungen. Der Heimatabend hat Kultstatus, die Bierbude vor der Ost auch. Mal werden Becher für einen Transfer gesammelt, dann wird ein Solidaritäts-T-Shirt für Tom Merkens gedruckt. Und immer geht es um Leidenschaft, nicht um Kommerz, oft auch um einen sozialen Zweck.

Das alles macht den VfL aus, so bewahrt er seine Identität. Da muss sich niemand mit Hassgesängen von Retortenvereinen abgrenzen. Es reicht, den eigenen Weg zu gehen.


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