Präsentation in der OsnabrückHalle Lesung wird zur Schau: Die „Fußlümmel“ des VfL Osnabrück


Osnabrück. Über 200 Zuhörer hatten ihre Spaß bei einer Lesung, die zur unterhaltsamen Schau wurde: Die Präsentation des Buches über die Frühgeschichte des VfL Osnabrück hatte einige Überraschungen zu bieten.

Ein Pastor erzählte vom Torjubel während der Trauung, ein ehemaliger Oberbürgermeister glänzte als Vorleser und eine junge Osnabrückerin gab ein verheißungsvolles Debüt als Moderatorin: Die Veranstaltung in der Stadthalle war tatsächlich mehr als eine Lesung – nämlich eine dreistündige Schau mit hohem Unterhaltungswert.

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Am Ende standen 16 Mitwirkende auf der lila umrahmten Bühne im Foyer der OsnabrückHalle. Autoren und Macher des Buches sowie die Organisatoren, Ehrengäste und Moderatoren des Abends genossen den verdienten Schlussapplaus.

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Besonderer Beifall galt einem 88-Jährigen Hannoveraner: Egon Kuhn hatte als Schinkelaner Junge am 26. Februar 1939 miterlebt, wie der der VfL im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft in der Gauliga Niedersachsen den deutschen Meister Hannover 96 besiegte. „Ich habe hinter dem Tor gesessen und mitgejubelt“, erzählte der eigens aus Hannover angereiste Zeitzeuge, „in der Woche danach hingen die Bilder vom Sieg bei Foto Koltzenburg und ich bin jeden Tag mit dem Rad hingefahren, um sie mir anzusehen.“

Die „gefälschte“ VfL-Wochenschau

Aus diesen Fotos hatten Reinhard Stiehl und sein Team einen Wochenschau-Beitrag im Stil der dreißiger Jahre perfekt nachgestaltet – ein Höhepunkt des Abends. „Gut gefälscht, oder?“, fragte Moderatorin Svenja Dierker lächelnd. Die Mitarbeiterin der Agentur Stiehl Over führte fachkundig und eloquent durch den Abend – erst im lila Kleid, dann im längsgestreiften Traditionstrikot des VfL.

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Außer Autor Heiko Schulze betätigten sich Überraschungsgäste als Vorleser. Sowohl der ehemalige Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und als auch der Schinkelaner Pastor Heiner Langewand zeigten dabei Talent und Stimme. Langewand brachte den Saal mit der Anekdote von einer Trauung in der stadionnahen Kreuzkirche zum Lachen: „Es war ein heißer Sommertag, an der Bremer Brücke wurde gespielt. Wir ließen wegen der Wärme die Fenster auf, die Geräuschkulisse vom VfL war zu hören. Und dann ertönte, gleich nachdem sich die Brautleute das Ja-Wort gegeben hatten, der Torjubel – das war eine Punktlandung!“

Perfekte Begleitung: „Draußen nur Kännchen“

Zum perfekten Ambiente des Foyers der OsnabrückHalle trug auch die Osnabrücker Band „Draußen nur Kännchen“ bei, die mit ihren nostalgischen Songs aus den dreißiger Jahren entzückte – und die Gäste nach über drei Stunden mit ihrer Version der VfL-Hymne „Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück“ verabschiedete.


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