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Enochs übernimmt schon in Cottbus VfL Osnabrück beurlaubt Trainer Maik Walpurgis

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Osnabrück. Erst Ende Februar dieses Jahres hatte der VfL Osnabrück den Vertrag mit Trainer Maik Walpurgis und seinem Co. Ovid Hajou bis Juni 2017 verlängert, ein halbes Jahr später haben die Lila-Weißen die Reißleine gezogen: Walpurgis und Hajou wurden am Montagmorgen beurlaubt. Joe Enochs übernimmt das Traineramt vorläufig und wird am Dienstag im Spiel bei Energie Cottbus (19 Uhr, Liveticker auf noz.de) auf der Bank sitzen.

Mit der Freistellung reagierte der VfL auf den nicht zufriedenstellenden Saisonstart. Auch nach dem 4. Spieltag der Saison 2015/16 wartet der VfL nach wie vor auf den ersten Saisonsieg, zuletzt kassierte der VfL am Samstag eine 0:1-Niederlage gegen Hansa Rostock – durchaus unglücklich, aber dem VfL fiel spielerisch zu wenig ein.

„Das ist zu wenig“

Spieler wie Stürmer Marcos Alvarez fühlten sich angesichts der ausbleibenden Erfolge bereits fatal an die Rückserie der Vorsaison erinnert, als der VfL nur mäßige Erfolge verbuchte und vom sechsten auf den elften Rang abrutschte. Nach vier Spielen ist der VfL Vorletzter – „das ist zu wenig“, hatte Kapitän Tobias Willers nach der Niederlage gegen Rostock eingestanden. VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend hatte vor dem Start den Angriff auf die Ligaspitze als Ziel ausgegeben. „Wir mussten zum jetzigen Zeitpunkt auf die sportliche Talfahrt reagieren“, sagte VfL-Vizepräsident Uwe Brunn in einer ersten Stellungnahme. Der Verein danke dem Trainerduo, habe aber nicht gesehen, dass die Übungsleiter eine Idee hätten, um die sportliche Entwicklung entscheidend zu wenden. „Ich glaube nicht, dass die Trainer eine Lösung hatten, den Erfolgsknoten zu durchschlagen“, sagte Brunn, der von einer „Lethargie“ auf dem Platz sprach. „Wir brauchen jetzt dringend eine Initialzündung.“ (Weiterlesen: Nur einer flog früher beim VfL – Rudinski 1988 nach Startspiel entlassen)

„Wenn man sieht, dass etwas in die falsche Richtung läuft, muss man konsequent entscheiden“, sagte Wehlend, der sich über das Wochenende mit Vizepräsident Brunn als Sport-Zuständigem im Beirat, Präsident Hermann Queckenstedt und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Olaf Becker abgestimmt hatte. In den Beratungen sei man „einstimmig zu der Überzeugung gelangt, das Trainerteam freizustellen“. Walpurgis wurde um 9 Uhr in der Geschäftsstelle über seine Freistellung informiert, danach suchte der VfL das Gespräch mit Hajou. „Sie waren schon enttäuscht, haben die Entscheidung aber sehr verständnisvoll und sportlich aufgenommen“, sagte Brunn, der betonte: „Beide sind sehr gute Trainer und werden ihre Karriere machen. Wir haben immer hinter den Trainern gestanden, aber zum jetzigen Zeitpunkt mussten wir reagieren.“ (Weiterlesen: Enochs auf der Trainerbank – da war doch was?)

Am Dienstag gegen Cottbus

Im Anschluss wurde die Mannschaft informiert, die eigentlich um 10 Uhr nach Cottbus aufbrechen sollte. Dort ist der VfL am Dienstag wieder gefordert. In der englischen Woche treten die Lila-Weißen beim Tabellenzehnten Energie Cottbus an. Statt der Abreise trainierte das Team noch auf der Illoshöhe und machte sich erst am Mittag auf den Weg in die Lausitz. Dort wird das Team von Joe Enochs betreut. Ihn unterstützen in den ersten beiden Spielen in Cottbus sowie am Samstag gegen Holstein Kiel Alexander Ukrow und Daniel Thioune.


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