zuletzt aktualisiert vor

VfL Osnabrück gegen RB Leipzig DFB-Pokal: Wie weit sind Ermittlungen gegen Feuerzeugwerfer?

Von

Der Schiedsrichter Martin Petersen (rechts) wurde bei dem DFB-Pokalspiel VfL Osnabrück gegen RB Leipzig durch den unbekannten Werfer von einem Feuerzeug verletzt. Foto: dpaDer Schiedsrichter Martin Petersen (rechts) wurde bei dem DFB-Pokalspiel VfL Osnabrück gegen RB Leipzig durch den unbekannten Werfer von einem Feuerzeug verletzt. Foto: dpa

ski/jka Osnabrück. Die Polizei versucht, den unbekannten Feuerzeugwerfer zu identifizieren, der beim DFB-Pokalspiel VfL Osnabrück gegen RB Leipzig ein Feuerzeug auf den Schiedsrichter geworfen hatte. In der Folge flog der VfL aus dem DFB-Pokal. Von Sven Kienscherf und Johannes Kapitza

Einige Hinweisgeber hätten sich mittlerweile bei der Polizei gemeldet, sagte Polizeisprecher Georg Linke am Dienstag gegenüber unserer Redaktion. Zudem wird noch das Videomaterial des Spiels ausgewertet. Ob es am Ende gelingt, den Unbekannten ausfindig zu machen, der den VfL vermutlich eine Menge Geld gekostet hat und auf den der Verein eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt hat?

„Nicht so ganz einfach“

Die Auswertung des Videomaterials werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Linke. „Es sind viele Leute auf den Bildern, das ist nicht so ganz einfach.“

Drei Polizisten sind als szenekundige Beamte in Osnabrück eingesetzt und für die Ermittlungen in der Hauptsache zuständig, so Linke. Sie ermitteln gegen den Werfer wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Ergeben sich bei den Ermittlungen gegen den unbekannten Feuerzeugwerfer irgendwann keine neuen Ansätze mehr, kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen, sagte Linke. Derzeit gelte aber: „Die Ermittlungen laufen weiter.“

Hinweise gehen beim VfL ein

„Es dauert länger, als ich zunächst gedacht hatte“, sagt VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend, der zunächst auf einen schnellen Ermittlungserfolg aufgrund vieler TV-Bilder gehofft hatte. Das umfangreiche Bildmaterial macht die Arbeit aber anscheinend nicht nur leichter: „Das muss punktgenau ausgewertet werden“, sagt Wehlend. Hinzu kämen etliche Hinweise von Zeugen. „Das braucht halt alles seine Zeit.“ Nach wie vor gingen beim VfL Hinweise ein, „jede Menge Mails und Briefe“ hat der Verein in den vergangenen Tagen erhalten. Die Hinweise leiten die Lila-Weißen weiter, in die Ermittlungsarbeit schaltet sich der VfL nicht ein. „Ermittelnde Behörde ist die Polizei“, bekräftigt Wehlend, der auch nach einer Woche ohne Ermittlungserfolg nicht aufgeben will: „Die Hoffnung steht“, dass der Täter noch festgestellt werden kann. (Weiterlesen: VfL rechnet mit Teilausschluss der Fans)

Weitere Ermittlung

Im Zusammenhang mit dem Spiel gegen Leipzig ermittelt die Polizei auch gegen einen weiteren Mann aus dem Osnabrücker Block wegen einer Widerstandshandlung. Der Mann wollte sich offenbar mit Anhängern von RB Leipzig schlagen und widersetzte sich der Polizei, als die ihn davon abhalten wollte. Zusammen mit mehreren Vermummten habe er zu den Leipzigern durchstoßen wollen, so Linke.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN