VfL will Werfer zur Rechenschaft ziehen Nach Pokalspielabbruch in Osnabrück: Feuerzeug bei Polizei

Von Susanne Fetter

Das wichtigste Beweismittel nach dem abgebrochenen Pokalspiel VfL Osnabrück gegen den RB Leipzig ist in Händen der Ermittler: das Feuerzeug. Foto: imago/Picture Point LEDas wichtigste Beweismittel nach dem abgebrochenen Pokalspiel VfL Osnabrück gegen den RB Leipzig ist in Händen der Ermittler: das Feuerzeug. Foto: imago/Picture Point LE

Osnabrück. Der Täter ist noch nicht identifiziert, aber ein wichtiges Beweismittel ist sichergestellt. Das rote Feuerzeug, das Schiedsrichter Martin Petersen am Kopf getroffen hatte, wurde der Polizei bereits übergeben.

Das Feuerzeug ist sichergestellt“, bestätigte Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Dienstagnachmittag. Übergeben hatte der VfL das Beweisstück allerdings schon lange vorher.

Offensivspieler Marcos Alvarez, der sich mit einer Gruppe Auswechselspieler am Rand warm gemacht hatte, hatte reaktionsschnell noch aus der Luft das vom Kopf des Schiedsrichters abprallende Feuerzeug gefangen. „Er hat es hinterher sofort an einen Verantwortlichen übergeben.“, erklärte Wehlend. Präsident Hermann Queckenstedt hofft, dass auch durch dieses Beweisstück, „der Täter zu ermitteln ist.“

VfL will Täter zur Rechenschaft ziehen

Wegen des Feuerzeug-Wurfs, der Schiedsrichter Martin Petersen am Kopf getroffen hatte, war Montagabend die Partie zwischen dem Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück und Zweitligist RB Leipzig beim Stand von 1:0 abgebrochen werden. Petersen erlitt eine leichte Gehirnerschütterung . Er befand sich für kurze Zeit zur Abklärung in einer Osnabrücker Klinik, konnte die Nacht aber in einem Hotel in Osnabrück verbringen.

Der VfL bekräftigte am Dienstag, „mit allen Kräften“ an der Aufarbeitung der Geschehnisse zu arbeiten und hofft, auch durch das Beweisstück zur Erfassung des Täters beizutragen. Sollte dieser identifiziert werden können, kündigte Wehlend an, gegen diesen „mit allen Konsequenzen vorzugehen und ihn auch finanziell zur Rechenschaft zu ziehen“.

DFB fordert Stellungnahmen ein

Queckenstedt begrüßte den Vorstoß, der Leipziger das Spiel zu wiederholen. „Ich finde es schön, dass der Vorschlag aus Leipzig gekommen ist“, sagte der VfL-Präsident. Er geht aber davon aus, dass dies beim DFB „nur zur Kenntnis genommen wird“. Auch Wehlend wies darauf hin, dass „man realistisch bleiben müsste. Ein Wiederholungsspiel würden wir uns natürlich alle gerne wünschen, aber die Entscheidung liegt beim DFB.“ Dieser hatte beide Vereine bis Donnerstag zu Stellungnahmen aufgefordert. Der VfL will dieser Aufforderung nun schnellstmöglich nachkommen. Am Mittwoch informiert er bei einer Pressekonferenz über die Inhalte – die NOZ berichtet dann mit einem Liveticker.

(Weiterlesen: Wie es jetzt beim VfL Osnabrück weiter geht)